Zeitmanagement für Anfänger: wie du dich besser organisierst

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Frau liegt am Strand

Ich wünschte, der Tag hätte mehr als 24 Stunden!“ 

Manche Menschen scheinen mühelos alles zu schaffen, was sie sich vornehmen. Dein Kollege, der fünf Mal pro Woche ins Fitnessstudio geht und seinen Job trotzdem gut macht. Die alleinerziehende Studentin mit Kleinkind, die keine Vorlesung verpasst und sich auf ihren Master vorbereitet. 

Dabei haben alle dieselbe Anzahl an Stunden am Tag. 

Warum schaffst du nicht, was sie schaffen? Weil dein Zeitmanagement nicht gut ist.

In diesem Artikel erklären wir dir, was Zeitmanagement ist und welche Auswirkungen ein gutes Zeitmanagement auf deinen Alltag hat. Danach zeigen wir dir 5 praktische Übungen, mit denen du noch heute an deinem Zeitmanagement arbeiten kannst. Abschließend folgt noch eine kurze Liste an Tipps, die dir das Ganze noch ein wenig vereinfachen sollen.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

Was ist Zeitmanagement?

Hast du manchmal das Gefühl, zwar acht Stunden am Tag gearbeitet zu haben, aber nichts wirklich produktiv gewesen zu sein? Das geht vielen von uns so.

Es gibt unterschiedlichste Faktoren, die unsere Zeit und Produktivität beeinflussen und sich auf deine Arbeitsorganisation und Zeitmanagement auswirken. Diese sind: 

  1. Vorhandene Fähigkeiten
  2. Mentales, emotionales und physisches Befinden
  3. (Arbeits-) Umfeld
  4. Work-Life-Balance
  5. Zeitfresser
  6. Externe Hilfe 

1. vorhandene Fähigkeiten

Deine Kollegin baut mühelos gigantische Formeln in Excel oder Google Sheet, während du stundenlang recherchieren musst für die einfachsten Formeln.

Jeder von uns hat unterschiedliche Fähigkeiten. Kalkuliere also immer ein, ob du etwas erst noch lernen oder nachrecherchieren musst oder nicht. 

2. Dein mentaler, emotionaler und physischer Status

Dein neuer Chef mag dich nicht, deine Beziehung steht vor dem Aus oder ein unerwarteter Schicksalsschlag wirft dich aus der Bahn.

Dein Biorhythmus hat Höhen und Tiefen; du wirst mal krank und dein Geist ist nicht immer zu 100% einsatzfähig. 

3. Das (Arbeits-)Umfeld

Sauberer Arbeitsplatz mit Kaffee und Apfel

Baustellenlärm, Kleinkinder oder Haustiere, die deine Aufmerksamkeit fordern oder unmoderne Technik, schlechte Luft, ein Großraumbüro mit 60 Menschen, die alle gleichzeitig telefonieren – Konzentration geht anders. 

Dein Arbeitsplatz an sich spielt eine Rolle: Wer an einem chaotischen Schreibtisch arbeitet, verbringt bis zu 1,5 Stunden am Tag damit, nach etwas zu suchen (Quelle). 

Wenn Menschen in deinem Umfeld unmotivierte Faultiere ohne große Ambitionen sind, kann sich das ebenfalls auf dich auswirken. Gleichzeitig beeinflussen aktive, motivierte Menschen dich positiv. 

Schließlich sagt man nicht umsonst: “Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.”

4. Work-Life-Balance

Ein Vollzeitjob, Kinder, pflegebedürftige Familienmitglieder. Gerade Zeitmanagement in der Pflege kann da schnell zur Herausforderung werden. 

So wichtig dein Umfeld ist – du brauchst Zeit für dich. Für Sport, gesunde Ernährung, für Hobbies, Freunde und Entspannung, um zu funktionieren. 

5. Zeitfresser

Der Weg zur Arbeit ist ein unglaublicher Zeitfresser. Schließlich hat nicht jeder von uns die Möglichkeiten, in 15 Minuten am Arbeitsplatz zu sein oder an einem Ort mit guter Infrastruktur zu leben und zu arbeiten. 

Medien: Wie oft hast du dein Smartphone in der Hand? Wie viele Stunden am Tag verbringst du mit Netflix oder dem achtlosen Scrollen durch Blogs mit dem neuesten Promi-Klatsch?

6. Externe Hilfe

Beyoncé hatte sechs Nannies für ihre Zwillinge, einen Personal Trainer, ein ganzes Team, das sich um ihr Management kümmert, Stimm- und Tanz-Trainer, ein Beauty-Team. 

Was alles nicht heißt, dass du keine Chance hast, wenn du nicht Beyoncé bist. 

Deshalb ist Zeitmanagement so wichtig. Damit teilst du dir deine kostbare Zeit mit Plan, Struktur und Achtsamkeit ein, was dazu führt, dass du deine Ziele erreichst, produktiver bist und dich trotzdem freier fühlen.

Zeitmanagement Bedeutung

„Zeitmanagement bedeutet, die eigene Zeit und Arbeit zu beherrschen, anstatt sich von ihnen beherrschen zu lassen.“

– Lothar Seiwert 

Richtiges Zeitmanagement sorgt nicht nur dafür, dass du deine Aufgaben organisierter angehst, sondern reduziert nachweislich Stress, schenkt dir mehr Zeit, minimiert Prokrastination und hilft dir dabei, deine Ziele zu erreichen.

Mit gutem Zeitmanagement…

  • erledigst du die Dinge, die du dir vorgenommen hast
  • arbeitest du produktiver und effizienter
  • nutzt du deine Zeit generell besser und wirst mehr Zeit an der Hand haben, über die du selbst verfügen kannst
  • schaffst dir mehr Freiräume für Familie, Freunde und eine ausgeglichene Work-Life-Balance
  • wirst du dich körperlich und geistig besser, fitter und wacher fühlen und schläfst besser (Quelle)

Dabei ist gutes Zeitmanagement gar nicht schwierig. Es geht lediglich darum, die folgenden drei Dinge zu verstehen und umzusetzen:

  1. Entscheidungen treffen und Aufgaben priorisieren
  2. Planung, wann was zu tun ist
  3. Umsetzen

Beyoncé hat zwar Personal für viele ihrer Alltagsaufgaben, aber es war ihre Entscheidung, Sängerin zu werden. Sie hat diesem Ziel Priorität verliehen und es von Anfang an aktiv verfolgt.

Sicher verbringt die Sängerin genauso viel Zeit in Meetings wie der typische US-Bürger – sechs Stunden in der Woche (Quelle). 

Es gibt zwar keine Formel, mit der du über mehr als 24 Stunden am Tag verfügen kannst. Dafür gibt es Methoden, mit denen du mehr aus deiner Zeit machst, und dich trotzdem mehr in Balance fühlen wirst. 

5 praktische Übungen und Methoden für besseres Zeitmanagement

Mann wartet mit Smartphone in der Hand

Eisenhower Prinzip, ABC Methode, Pareto, ALPEN sind nur einige der vielen erprobten Zeitmanagement-Taktiken.

Die gängigsten und effektivsten stellen wir dir hier vor: 

Delegieren mithilfe der Eisenhower Matrix

Du musst nicht alles alleine machen. Wenn du mit dem Glaubenssatz lebst „Ich mache es lieber selbst, bevor ich es jemand anderem erst erklären muss“ – es ist in keinster Weise verwerflich, schwach oder gar faul, Aufgaben an andere abzugeben. 

Zuerst musst du festlegen, was du delegieren kannst und was du selbst erledigen musst.

Um es dir einfacher zu machen, wem oder was du deine Zeit widmest, kannst du dir zwei Fragen stellen:

  • Ist das wichtig?
  • Ist das dringend? 

Das festzulegen und zu entscheiden, ob etwas wichtig und dringend ist – oder nicht – ist der Schlüssel zu einem effektiven Selbst- und Zeitmanagement. 

Ein nützliches Tool dafür ist die Eisenhower Matrix; benannt nach dem früheren US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Angeblich hat er dieses Verfahren selbst angewendet und an seine Mitarbeiter weitergegeben. 

Eisenhower hat sich die Themen Wichtigkeit und Dringlichkeit genommen und daraus vier Kategorien entwickelt, in die er Aufgaben und Projekte einteilt: 

Wichtig und dringlich: Das musst du sofort und am besten selbst erledigen. 

Wichtig, aber nicht dringlich: Die Aufgabe muss von dir selbst erledigt werden, kann aber warten. 

Nicht wichtig, aber dringlich: Solche Aufgaben kannst du delegieren. 

Weder wichtig, noch dringlich: Ist es egal, ob und wann diese Aufgabe erledigt wird? Bringt sie dich eigentlich gar nicht voran? Dann weg damit. 

Eisenhower Matrix auf Deutsch

Bleib bei der Einteilung deiner Aufgaben in die Matrix realistisch und ehrlich. Die Definition, was „wichtig“ und was „dringend“ ist, ist nicht für jeden Menschen gleich.

Nutze die Eisenhower Matrix, um am Vorabend oder zu Beginn eines Arbeitstages deine Aufgaben zu kategorisieren. Sie eignet sich auch für ungeplante Situationen zwischendurch.

Legt dir dein Chef einen Stapel Dokumente auf den Schreibtisch, die “Sofort!” erledigt werden müssen? Überlege mit Hilfe der Eisenhower Matrix, wie wichtig und dringlich diese Aufgabe ist und was du stattdessen schieben kannst.

Andere Situationen haben echte Priorität: Wenn dein Kind sich beim Spielen draußen das Knie aufgeschlagen hat, lässt du alles stehen und kümmerst dich. Falls du danach mit deinen Tätigkeiten in Verzug kommst, nutze die Matrix oder eine der folgenden Methoden, um eine erneute Bestandsaufnahme zu machen.

Das Pareto-Prinzip oder: Die 80/20-Regel

Frau schaut aufs Smartphone während der Arbeit

Anfang des 20. Jahrhunderts untersuchte der Italiener Vilfredo Pareto die Verteilung des Bodenbesitzes in seinem Land.

Er stellte fest, dass 20% der italienischen Bevölkerung im Besitz von ganzen 80% des Bodens waren. Pareto forschte weiter und bemerkte, dass sich diese Verteilung auf viele andere Lebensbereiche übertragen ließ. Sein Prinzip besagt: 

80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit. 

Beim Sport verbrennst du mit einem 15-minütigen HIIT-Training mehr Kalorien, als bei einem einstündigen Spaziergang. 

Einen Großteil (80%) deines Essays schreibst du in einer verhältnismäßig geringen Zeitspanne. Wesentlich mehr Zeit geht im Anschluss für die Text-Formatierungen verloren.

Am besten wendest du diese Technik an, wenn du deine eigene Leistungsfähigkeit bereits gut einschätzen kannst. Wenn du ein Gefühl dafür hast, wo deine Stärken und Schwächen liegen, kannst du mit dem Pareto-Prinzip Zeitmanagement besser priorisieren und Perfektionismus eindämmen. 

Verwende deine Energie, um dein Ziel zu erreichen und halte dich nicht mit (unnötigen) Nachbesserungen auf.

Es gilt: erledigt ist besser als perfekt. 

Zeitmanagement mit der ABC Analyse 

Mit der ABC Analyse teilst du deine Aufgaben in Priorität A, B und C ein. So gewinnst du einen Überblick, was wichtig ist und den meisten Mehrwert bringt und was weniger wichtig ist und gleichzeitig (zu) viel Zeit in Anspruch nimmt. 

A-Aufgaben haben mit 65% den höchsten Mehrwert und verhältnismäßig den geringsten Zeitaufwand (15%). Sie sind wichtig und können normalerweise nur von dir erledigt werden.

B-Aufgaben sind einigermaßen wichtig (Mehrwert 20%, Zeitaufwand 20%) und können zum Teil delegiert werden.

C-Aufgaben (Wert: 15%, Zeit: 65%) sind typische Routineaufgaben, wie Blumen gießen, Ablage machen, zur Post gehen oder Telefonieren. Sie sind eher unwichtig, um deine Ziele zu erreichen, müssen aber trotzdem (irgendwann) erledigt werden.

Aktiv angewendet solltest du pro Tag die meiste Zeit mit A-Aufgaben verbringen (ein bis zwei solcher Aufgaben wird empfohlen). Danach kannst du zwei bis drei B-Aufgaben angehen und schließlich den „Kleinkram“ der Klasse C. Für letzteres solltest du insgesamt maximal 45 Minuten aufwenden. Für A-Aufgaben mindestens drei Stunden.  

Die Alpen Methode

Die „Alpen Methode“ optimiert dein Zeitmanagement mithilfe eines Tagesplans. Entwickelt hat sie der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und Zeitmanagement-Experte Lothar Seiwert. 

Ihre Besonderheit? Du planst nicht einfach nur deinen Tagesablauf, sondern baust genügend Zeitpuffer für unerwartete Stresssituationen mit ein. Oft genug ändern sich Pläne, jemand wird krank oder Züge fallen aus. Damit sich das nicht auf negativ auf deinen Tag auswirkt, wird mit der Alpen Methode so realistisch wie möglich geplant.

ALPEN steht dabei für:

  • Aufgaben aufschreiben
  • Länge einschätzen
  • Pufferzeit einplanen
  • Entscheidungen treffen
  • Nachkontrollieren 

1. Aufgaben aufschreiben

Verschaffe dir zuerst einen Überblick, indem du alles aufschreibst, was zu tun ist. Jede noch so kleine Tätigkeit; jeder Termin; alles, woran du denken musst, darf auf die Liste.

Es geht in diesem ersten Schritt noch nicht darum, die einzelnen Punkte zu sortieren oder zu bewerten, sondern rein darum, sie zu sammeln.

Am besten machst du das am Vorabend bei der Planung. Morgens können dich Ablenkungen in Form von E-Mails, Social Media, Kollegen, Familienmitglieder, … aus dem Takt bringen. 

2. Länge einschätzen

Gehe deine Liste Punkt für Punkt durch und notiere den geschätzten Zeitaufwand. Versuche, so realistisch wie möglich zu schätzen und gestatte dir lieber mehr Zeit für eine Aufgabe, solltest du an der ein oder anderen Stelle unsicher sein. 

Ziel dieser Übung: Du siehst am Ende, ob du deine ganzen Aufgaben an einem Tag schaffen kannst und wofür die meiste Zeit aufgewendet werden muss.

3. Pufferzeit einplanen

Frau trinkt Kaffee und schaut aufs Smartphone

Gehe ein weiteres Mal über die Liste und verpasse deinen geschätzten Zeiten einen Puffer. Lothar Seiwert empfiehlt, 60% deiner Zeit als Arbeitszeit einzuplanen und 40% als Pufferzeit freizuhalten. 

Kalkuliere Anfahrtszeiten (und mögliche Staugefahren) ein, behalte Deadlines im Blick und halte dir immer etwas Zeit für Unvorhergesehenes frei. 

4. Entscheidungen treffen

An diesem Punkt scheitern die Meisten, weil es ihnen schwerfällt, Prioritäten zu setzen oder ihre Aufgaben richtig einzuschätzen. 

Du kannst hier auch die Eisenhower Matrix als Hilfestellung verwenden. 

Gehe jeden einzelnen Punkt durch und triff eine Entscheidung. Streiche durch, was unwichtig und nicht dringend ist und terminiere die weniger dringenden Punkte auf einen anderen Tag. Was übrig bleibt, sind deine Prioritäten für heute. 

Gehe sie an – das Wichtigste zuerst; kleiner, einander ähnliche Aufgaben kannst du in Blöcke zusammenfassen.

5. Nachkontrollieren

All diese Zeitmanagement Techniken können noch so gut sein – wenn du sie nicht umsetzt, bringen sie dir nichts.

Deshalb solltest du dir am Abend Zeit nehmen, um Bilanz zu ziehen. Wie viel hast du geschafft? Was ist noch offen? Wobei hast du dich zeitlich verschätzt oder hattest Probleme in der Umsetzung? 

Monotasking: Konzentriere dich auf eine Sache

Wenn du gerne Multitasking anwendest, wirst du mit Sicherheit festgestellt haben, dass diese Technik nur selten funktioniert. 

Deine Aufmerksamkeitsspanne ist am höchsten, wenn du dich nur auf eine Sache konzentrierst. Machst du dir gerne während eines Telefonats Notizen? Besser ist, nur zuzuhören und erst danach Notizen machen. 

Dein Gehirn muss blitzschnell zwischen den Tätigkeiten zuhören, verarbeiten und schreiben wechseln und kann sich nicht zu 100% auf eine Sache fokussieren.

In der Universität Zürich wurden die Auswirkungen von Multitasking bei Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen getestet. Sie sollten zügig auf einem Laufband gehen und sollten währenddessen die Namen von Farben nennen, die ihnen gezeigt wurden. Die Herausforderung? Die Schriftfarbe war eine andere, als die der genannten Farbe (z. B. „gelb“, in roter Schrift). 

Normalerweise schwingen wir beim Gehen unbewusst mit unseren Armen. Die Probanden bekamen sofort Probleme dabei, ihre Arme zu bewegen, während sie gleichzeitig versuchten, die Farbnamen zu benennen. Ihre Bewegungen schränkten sich immer mehr ein, je anspruchsvoller die geistigen Aufgaben waren. (Quelle)

Durch Multitasking sinkt die Leistungsfähigkeit, es verursacht Konzentrationsstörungen und ist zusätzlicher Stress für deinen Geist und Körper. 

Konzentriere dich deshalb lieber auf eine Sache (Monotasking) und arbeite deine Aufgaben Stück für Stück ab. 

Tipps für mehr Selbstorganisation und Zeitmanagement

Wenn du weitere Ideen für ein besseres Selbst- und Zeitmanagement suchst, sind hier schnell umsetzbare Tipps:

Deadlines setzen

Zeitmanagement im Studium oder in der Schule bedeutet oft „Ich muss morgen ein Essay abgeben, für das ich zwei Monate Zeit hatte. Da ich noch nicht angefangen habe, schiebe ich eine Nachtschicht ein.

Am Ende tippst du dein Essay in drei Stunden herunter.

Diese oder eine ähnliche Situation hast du bestimmt schon erlebt. Unter Druck arbeiten die meisten schneller und effektiver.

Du kannst das auch für dein eigenes Zeitmanagement nutzen: Setze dir ein zeitliches Limit.

Entscheide, wann soll dein Essay fertig sein soll und wie lange du dafür brauchen wirst. Blocke dir die Zeit im Kalender, setze einen Timer – und leg los.

Momentum aufbauen

Laut der Motivationstrainerin Esther Hicks braucht es 17 Sekunden Arbeit, um in den Flow-Zustand zu kommen. Das ist nicht viel, stimmts? Im Alltag mit all seinen üblichen Ablenkungen – Kollegen, die auf einen Plausch vorbeikommen, eine kaputte Kaffeemaschine oder Geräusche von draußen, die dich vom Meditieren ablenken – ist es gar nicht so leicht, durchgehend an etwas zu arbeiten. 

Durchschnittlich werden wir alle acht Minuten abgelenkt und verschwenden jeden Tag mindestens fünf Minuten damit, Dinge zu erledigen, die keinerlei Sinn haben (Quelle).

Deshalb ist es so wichtig, Momentum aufzubauen und den Flow zu nutzen. Es ist wie beim Fahrradfahren: Du musst erst in die Pedale treten, um den Berg hochzufahren, kannst dann aber die Beine schwingen und dich ausrollen lassen, sobald du wieder nach unten fährst.

Du kannst dich nicht nur besser auf deine Tätigkeit konzentrieren, sondern erhöhst langfristig deine Produktivität. Es wird dir immer leichter fallen, dich in diesen Flow-Status zu versetzen und mehr in weniger Zeit zu schaffen (siehe Pareto-Prinzip).

Time Batching nutzen

Wenn du in gewissen Zeitabständen immer wieder dieselben Aufgaben erledigen musst, kann es dir helfen, dich mit Time Batching zu organisieren. Dadurch fasst du gleiche Tätigkeiten zusammen und erledigst sie in einem Aufwasch. 

Mit Time Batching teilst du dir deine Zeit besser ein und bist produktiver. Du bleibst bei der Sache, weil dein Gehirn nicht ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln muss – ähnlich wie beim Monotasking.

Wenn Routinen dir wichtig sind, solltest du Time Batching ebenfalls ausprobieren. Blocke dir gewisse Tage für ähnliche Aufgaben, um nicht Gefahr zu laufen, ins Multitasking zu verfallen. Montags schreibst du, Dienstags kümmerst du dich ganz um Projekt X, und jeden Freitag nimmst du dir den Nachmittag für deine persönliche Weiterbildung vor.

Ziele mit der SMART-Methode planen

Hast du Ziele, die du erreichen willst, aber keine Zeit, um sie anzugehen? Ein Buch schreiben, meditieren lernen, den langersehnten Auslandsaufenthalt – richtiges Zeitmanagement ist dabei essentiell. Hier kann dir die SMART-Methode helfen. Du schlüsselst deine Ziele klar – und machbar – auf und gibst ihnen einen realistischen Zeitrahmen.

In Kombination mit einer der oben genannten Zeitmanagement Methoden vereinfachst du deine Zielsetzung und erarbeitest einen klaren Plan.

In diesem Blogartikel erfährst du, wie die SMART-Methode funktioniert.

Workflows und Routinen mit Checklisten festhalten

Gestresste Frau auf der Couch

Aufgaben aus dem Kopf und auf Papier zu haben, dämmt Stress ein. Musst du viele unterschiedliche Dinge erledigen, kann dir eine Checkliste die nötige Sicherheit geben. 

Schreibe alles untereinander auf, was zu tun ist und woran du denken musst. Das muss nicht schön aussehen oder Struktur haben. Behalte deine Liste im Blick und hake ab, was erledigt ist. Ein Häkchen hinter eine erledigte Aufgabe zu setzen, gibt dir sofort ein gutes Gefühl.

Besonders gut eignen sich Checklisten für wiederkehrende Tätigkeiten: Dokumentiere deine Arbeitsabläufe und halte jeden Schritt als Checklisten-Punkt fest. Du schaffst dir eine Gedächtnisstütze, mit der du in Stressmomenten den Überblick behalten kannst. Das ist ideal beim Verreisen, für Recherchearbeiten, aber auch, wenn du Medikamente nehmen oder jemand anderem verabreichen musst. 

Wenn du dazu neigst zu prokrastinieren, solltest du diese Methode nur bedingt anwenden. Ständiges Nachbessern kostet dich Zeit und es ist nicht der Sinn einer Checkliste, alles zu dokumentieren. Gehe deine Checkliste mit der Zeitmanagement-Methode deiner Wahl durch und lege Kategorien oder Prioritäten fest, um dich nicht zu verzetteln.

Intrinsische Motivation nutzen

Du triffst Entscheidungen auf Basis deiner Gefühle und deines inneren Willens. Wenn sich etwas gut anfühlt oder dir ein gutes Gefühl gibt (Hobbies, eine sinnvolle Arbeit, ein Gespräch mit Menschen, die dir wichtig sind), wirst du dich viel motivierter fühlen, es anzugehen. 

Freust du dich auf etwas, nimmst du dir aus eigenem Antrieb gerne Zeit dafür. Das nennt sich “intrinsische Motivation”.

Du weißt, einer Morgenroutine nachzugehen, beeinflusst dich positiv. Du erwartest keine Belohnung dafür, außer einem positiven Gefühl. So gehst du mit einer ganz anderen emotionalen Einstellung ins Bett – und es wird dir leicht fallen, aufzustehen.

Intrinsische Motivation kannst du auch für dein Zeitmanagement nutzen. Warum möchtest du ein besseres Zeitmanagement? Was motiviert dich, mehr Zeit zu haben?

Wenn du dir eine halbe Stunde Zeit nimmst, um den nächsten Tag zu planen, weil du dich morgen nicht gestresst fühlen möchtest, ist das deine Motivation.

Du strengst dich an, um deine Aufgaben abzuschließen, um pünktlich mit deinen Freunden Essen gehen zu können.

Morgens liest du 20 Seiten in einem Buch, weil du dich weiterbilden willst.

Erinnere dich an deine intrinsische Motivation, bevor du dich an deine Tagesplanung machst. Sobald du verstanden hast, warum du etwas tust und wie es sich anfühlt, wirst du dich motivierter fühlen, deine Zeit besser einzuteilen.

Fazit

Was bei all den Zeitmanagement Methoden und Techniken gerne vergessen wird: Jeder befindet sich in einer anderen Lebenssituation, hat eine andere Persönlichkeit und eigene Werte.

Was für den einen funktioniert, muss für jemand anderen nicht ebenfalls funktionieren.

Finde für dich heraus, welche Zeitmanagement Methode dich am meisten anspricht und am besten zu dir und zu deinem Lebensstil passt.

Die meisten dieser Techniken verändern dein Leben nicht auf Anhieb, sondern brauchen mehrere Anläufe. Gestatte dir deshalb ausreichend Zeit, um unterschiedliche Methoden auszuprobieren. 

Lerne aus Fehlern und belohne dich gleichzeitig, wenn du erfolgreich etwas umgesetzt hast.

Versuche, dein Zeitmanagement so achtsam wie möglich anzugehen. Beobachte nicht nur, wie du in Stresssituation oder bei Störungen reagierst, sondern auch, was dir Freude bereitet. Indem du dich mit Zeitmanagement auseinandersetzt, analysierst du deine aktuelle Lebenssituation auf eine urteilsfreie Weise. Du findest heraus, was dich antreibt und was dir wichtig ist. Du enttarnst Zeitfresser und findest Wege, um diese Dinge loszulassen.

Damit gibst du deinem Leben nicht nur mehr Struktur, sondern wirst dich glücklicher und mehr in Balance fühlen. Ein weiteres Beispiel, wie dir Mindfulness hilft, die beste Version deiner selbst zu werden.

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