Der ultimative Yoga-Guide: Yoga für Anfänger

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Frau auf der Matte macht Yoga

Im hektischen Alltag wird es immer schwieriger, die Bedürfnisse des Körpers zu beachten und zur Ruhe zu kommen. Die Aufmerksamkeit liegt auf der Arbeit, sozialen Verpflichtungen und darauf, alles unter einen Hut zu bringen. Nicht umsonst gibt es das Phänomen „Freizeitstress“.

Wenn du dich nach Ruhe sehnst und zugleich etwas für deinen Körper tun willst, solltest du mit Yoga anfangen.

Yoga ist eine wirkungsvolle Übung für mehr Achtsamkeit, die sich nicht nur positiv auf deinen Körper, sondern auch auf deinen Geist auswirkt. Es macht dich ausgeglichener, entspannter und glücklicher.

Denkst du jetzt an komplizierte Verrenkungen, dann irrst du dich: Yoga ist ein Lebensstil und muss nicht zwingend körperlich-anspruchsvoll sein. Du musst weder sportlich, schlank noch religiös sein, um die vielen Vorteile des Yoga zu genießen.

In diesem Artikel geben wir dir eine Übersicht zu Yoga, seiner Geschichte und den verschiedenen Stilen. Außerdem stellen wir dir Yoga Übungen für Anfänger vor und geben dir wissenswerte Infos für deinen eigenen Weg als “Yogi” mit.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

Was ist Yoga?

Gruppe Frauen macht Yoga gemeinsam und dehnt sich

Yoga beruht auf einer jahrtausendealten Tradition und ist eine Lebensphilosophie, die Körper, Geist und Atmung in Einklang bringt.

Das Wort „Yoga“ kommt aus der alt-indischen Sprache Sanskrit. Es hat verschiedene Bedeutungen, wie zum Beispiel “Einheit”, “Vereinigung“ oder „Integration“.

Besonders interessant hier ist der Aspekt der Vereinigung: Durch eine regelmäßige Yoga-Praxis bringst du Körper und Geist zusammen in Einklang.

Die unterschiedlichen Yoga-Haltungen werden “Asanas” genannt. Jedes Asana steht für bewusste körperliche Bewegungen.

In den meisten Yoga Stilen werden die Asanas mehrere Minuten lang gehalten. Die Posen müssen dabei nicht perfekt umgesetzt werden. Vielmehr geht es darum, deinen Geist ruhig zu stellen und dich gänzlich auf die Übung zu konzentrieren.

Yoga-Meister sowie Yoga-Praktizierende werden Yogī genannt. Hier kann zwischen der männlichen Form (Yogin) und der weiblichen (Yoginī) unterschieden werden.

Die acht Stufen des Yogas

Alle Übungen, Stufen und Yoga Stile haben ein gemeinsames Ziel: Körper, Geist und Atmung miteinander zu harmonisieren. 

Yoga ist der Zustand, in dem der Geist zur Ruhe kommt.

Der Weg um diesem Zustand zu erreichen, ist in acht Abschnitte unterteilt, auch “Stufen” genannt. Jede Stufe beinhaltet Übungen oder Verhaltensregeln, die ein Yogi in sein Leben integrieren sollte. 

Sie ergeben zusammen die Yoga-Philosophie, funktionieren aber auch alleine für sich. 

Die acht Stufen sind:

  • Stufe 1 – Yama: Verhaltensregeln für den Umgang mit deinen Mitmenschen und der Natur
  • Stufe 2 – Niyama: Verhaltensregeln für den Umgang mit dir selbst
  • Stufe 3 – Asana: Körperübungen, die im Yoga praktiziert werden
  • Stufe 4 – Pranayama: Atemübungen, die zusammen mit den Asanas praktiziert werden.
  • Stufe 5 – Pratyahara: Sinnbildlich für “den Blick und die Sinne nach innen richten”
  • Stufe 6 – Dharana: Konzentration und den eigenen Geist ausrichten
  • Stufe 7 – Dhyana: Meditation
  • Stufe 8 – Samadhi: das Ziel des Yoga-Wegs und die vollkommene Erkenntnis über sein Leben gewinnen

Befolgst du diese Stufen achtsam und aufmerksam, gehst du aufmerksamer durch den Alltag und lernst, wie du ungewollte Verhaltensmuster aufdecken und verändern kannst.

Geschichte und Herkunft des Yoga

Obwohl Yoga schon seit hunderten von Jahren existiert und angewendet wird, ist es erst in den letzten 50 Jahren in der westlichen Kultur angekommen. Heute gibt es unzählige Studios, Kurse und Yogalehrer im In- und Ausland. 

Seinen ersten Aufschwung hatte Yoga schon im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit öffneten sich immer mehr Menschen für Spiritualität, wodurch Yoga und Meditation immer populärer wurden.

Ursprünglich war es dazu gedacht, geistige Erleuchtung zu finden. Im weiteren Verlauf wurde die rein meditativen Praktiken mit körperlichen Übungen ergänzt. Diese wurden genutzt, um den Körper auf stundenlange Meditations Sitzungen vorzubereiten.

Erst mit der Zeit entwickelten sich daraus weitere physische Bewegungen und Posen – die heutigen Asanas.

Welche Yoga Arten gibt es?

Frau macht Yoga am Strand

Es gibt viele Yoga Formen. Den richtigen Stil für dich zu finden, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter
  • Fitness
  • Temperatur-Vorlieben
  • Fitness-Zielen
  • Persönlichkeit und deinem Temperament

Manche Yoga Stile sind schnell, andere langsam. Manche sind meditativ und helfen dabei, zur Ruhe zu kommen, andere Formen dienen der Stärkung von Körper und Geist.

Innerhalb des Oberbegriffs “Yoga” gibt es inzwischen über 130 unterschiedliche Stile. Die bekanntesten bei uns sind:

Hatha Yoga: Eine ganzheitliche Yoga-Form die Körperstellungen, Atem- und Entspannungsübungen beinhaltet. Der Fokus liegt auf langsamen Bewegungen, die lange gehalten werden.

Hatha Yoga bildet die Grundlage aller Yoga-Arten.

Yin Yoga: Eine langsame Form, bei der Asanas bis zu zehn Minuten gehalten werden, um sich richtig in die Figur fallen lassen und entspannen zu können. 

Kundalini Yoga: “Kundalini” ist, wenn du an Spiritualität glaubst, eine körpereigene Energie, die in deiner  Wirbelsäule liegt und dafür sorgt, dass wir uns glücklicher fühlen. In dieser Yogaform wird sie durch gezielte Atem- und Körperbewegungen aktiviert.

Ashtanga Yoga: Diese Form besteht aus acht immer gleichen aufeinanderfolgenden Bewegungen und ist eine intensive Yoga-Art.

Vinyasa Yoga: Der Einklang von Atmung und Bewegungen stehen hier im Vordergrund. Am Ende einer Vinyasa Stunde wird der Körper intensiv gedehnt.

Jivamukti Yoga: Eine neue, in New York entstandene Form des Ashtanga Yoga, die durch eine Kombination von Meditation, Gesang, spirituellen Elementen, Musik und körperlich anstrengenden Asanas ausgeführt wird.

Bikram Yoga: Hier wird bei 40° Raumtemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit trainiert.

Power Yoga (oder Yogilates): Moderne, aus Ashtanga entstandene “sportliche” Version, die Bewegungen aus Yoga und Pilates verbindet. 

Aerial Yoga: Die Asanas werden mit Hilfe eines von der Decke hängenden Tragetuchs ausgeführt. Diese Art des Yogas stärkt die Balance und die eigene Körpermitte.

Stand Up Paddle Yoga (auch SUP Yoga): Wird auf einem Surfbrett auf dem Wasser praktiziert und dreht sich um Balance und Körperspannung.

Am besten experimentierst du mit verschiedenen Stilen. Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich Yoga sein kann. Probiere dich so lange aus, bis du den richtigen Yoga Stil für dich gefunden hast. 

Wenn du mehr zu diesen Yoga Arten lesen willst, schau dir unseren ausführlichen Artikel dazu an.

Vorteile von Yoga

Frau macht Yoga und lacht dabei

Yoga dient durch seinen Fokus auf Körper und Geist zu langfristiger Stressbewältigung. 

Gerade in hektischen Zeiten beruhigt es dich und hilft dir, den Kopf freizubekommen. Die achtsame Atmung schüttet Glückshormone aus und verbessert obendrein deine Stimmung.

Das sehen auch viele Yogis in Deutschland so: 66 % haben 2018 mit Yoga angefangen, um ihr körperliches Befinden zu verbessern; 64 %, wegen der geistigen Gesundheit.

86 % aller Yoga-Praktizierenden in Deutschland gaben in einer Studien des Deutschen Yoga Verbandes an, positive Auswirkungen zu spüren. Sie fühlten sich ausgeglichener, ruhiger und entspannter (49 %) und körperlich fitter (46 %). 

Senioren empfanden einen Anstieg ihrer körperlichen Fitness. Yoga ist für jedermann lernbar und wird bei älteren Anfängern immer mehr zum Trend. (Quelle)

Durch Yoga kommst du auf eine ganz neue Art mit deinem Körper in Berührung. Die Asanas werden oft mehrere Minuten lang gehalten, was Anfänger schonmal an ihre Grenzen bringen kann. Das spricht jedoch verschiedenste Muskelregionen deines Körpers an und stärkt ihn langfristig.

Hier eine Übersicht einiger Vorteile einer regelmäßigen Yogapraxis für deinen Körper:

  • Beruhigt deinen Geist und beeinflusst deine Gefühlslage
  • Erhöht deine Konzentration
  • Reduziert Angstzustände und Depressionen
  • Stärkt dein Immunsystem
  • Verbessert deinen Schlaf

Yoga Vorteil 1: Beruhigt deinen Geist und beeinflusst deine Gefühlslage

Die Kombination von Atemübungen und körperlicher Bewegung ermöglichen es dir, deine Gedanken zu beruhigen. Die körperlichen Bewegungen sind ebenfalls hilfreich, weil sie deinem Verstand etwas zu tun geben und du dadurch weniger Zeit und Möglichkeit hast, dich in deinen eigenen Gedanken zu verlieren. 

Dadurch wirst du in der Lage sein, das Konzept von Mindfulness zu meistern und deine Gefühlslage aktiv zu beeinflussen. 

Yoga Vorteil 2: Erhöht deine Konzentration

Im Yoga richtest du deine Konzentration bewusst auf deinen Atem und die Ausführung der Asanas. Du fokussierst dich ganz auf die jeweilige Übung und blendest alles um dich herum (Geräusche, Gedanken) aus. 

Die konzentrativen Übungen des Yoga stärken das Gedächtnis (Hippocampus) und den präfrontalen Kortex, einen Teil des Frontallappens im Gehirn. Beide Bereiche werden aktiviert und sorgen dafür, dass wir langfristig aufmerksamer sind und konzentrierter denken können. (Quelle)

Yoga Vorteil 3: Reduziert Angstzustände und Depressionen

Eine Harvard-Studie fand 2018 heraus, dass sich Yoga positiv auf Angstzustände und Depressionen auswirkt. Herzschlag und Atmung beruhigen sich und der Blutdruck sinkt.

Der Grund dafür liegt in der bereits erwähnten verbesserte Konzentrationsfähigkeit: Werden der Hippocampus und der präfrontale Kortex aktiviert, hemmen sie die Amygdala. Die Amygdala ist der Teil in deinem Gehirn, der die Verarbeitung von Emotionen steuert.

Eine gehemmte Amygdala sorgt dafür, dass du starke Emotionen wie überschwängliche Freude oder destruktiven (Selbst-)Hass seltener oder nur in abgeklingtem Maße durchlebst. Negative Gefühle und Gedanken – die Ursache für Depressionen und Angstzustände – werden so besser kontrolliert und weniger stark ausgeschüttet.

Yoga wirkt sich zudem positiv auf Patienten mit Posttraumatischem Stresssyndrom (PTSD) aus. 64 Frauen, die Traumata durchlebt hatten, sollten im Rahmen eines Experimentes  einmal pro Woche in eine Yogastunde speziell für Traumapatienten gehen. Nach zehn Wochen stellte sich heraus, dass sich ihre PTSD-Symptome verringert hatten – 52 % wurden sogar nicht länger als PTSD Patienten eingestuft. 

Bitte vergiss dabei nicht: Ein Yogalehrer ersetzt keinen Psychotherapeuten.

Yoga Vorteil 4: Stärkt dein Immunsystem

Während du Yoga übst, dehnst du dich und verharrst für eine relativ lange Zeit in derselben Körperpose. Das fördert die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern.

Der Großteil deiner Immunzellen befindet sich im Darm und in der Milz. Solange beides gesund ist, werden Immunzellen nachgebildet. Yoga kann deinen Körper dabei unterstützen.

Es gibt spezielle Bauchübungen, die die Verdauung anregen oder die Milz stärken. Das fördert die Produktion von Immunzellen und verbessert dein Immunsystem. (Quelle)

Außerdem senkt es die Blutwerte, mit denen man nach Entzündungen im Körper suchen kann; die sogenannten Entzündungsmarker.

Yoga Vorteil 5: Verbessert deinen Schlaf

Zu einem gesunden Lebensstil gehört guter Schlaf

Während wir schlafen, schüttet dein Körper die Hormone Melatonin und Prolaktin aus, ohne die können wir keine neuen Immunzellen bilden können.

Yoga kann dir dabei helfen, besser zu schlafen und Schlafproblemen vorzubeugen.

Durch seine ganzheitliche Kombination aus Bewegung, Konzentration, Atemübungen und Meditation, baut Yoga Stress ab – den Hauptauslöser für Schlafprobleme. 

Am besten gegen Schlafstörungen eignen sich „Vorbeugen“. Das sind alle Asanas, in denen du Kopf und Oberkörper in Richtung Beine nach vorne beugst. Du beugst dich der Schwerkraft, lockerst deinen Körper und löst Verspannungen. Dein Körper fühlt sich sofort entspannter und kann leichter einschlafen. Übungen wie die stehende Vorbeuge (Uttanasana), sind obendrein noch ideal für Anfänger.

Wissenschaft und Yoga

Yoga Matte wird ausgerollt

Die Vorteile von Yoga sind wissenschaftlich bewiesen. 

In einer Studie von 2010 wurde getestet, ob Yoga sich schmerzlindernd Schmerzpatienten und Menschen mit schmerzhaften Behinderungen auswirkt. In einem Experiment wurden 1.007 Teilnehmer, zwischen 14 und 70 Jahre alt, ausgewählt. Die Probanden litten zum Teil unter chronischen Rückenschmerzen, Rheuma, Arthritis, Migräne, Reizdarmsyndrom, oder Karpaltunnelsyndrom.

Die ein Hälfte der Probanden nahm Schmerzmittel ein, die andere fing an, Yoga zu üben. Das Ergebnis: Bereits nach vier Wochen zeigte sich eine Schmerzlinderung und verbesserte Stimmung bei den Teilnehmern, die Yoga praktiziert hatten.

Zu demselben Ergebnis kam 2013 eine weitere Studie, welche die Effekte von Yoga bei Depressiven testete. In drei Gruppen wurde über drei Monate hinweg beobachtet, wie sich der “Hamilton Depression Rating Scale”, eine Einstufung der Schwere einer Depression, veränderte.

Eine Gruppe begann, Yoga zu praktizieren, während die zweite Testgruppe Yoga praktizierte und zusätzlich Antidepressiva einnahm. Die dritte Gruppe durfte ausschließlich Antidepressiva einnehmen. Beide Yoga-Gruppen zeigten eine Verbesserung auf der Hamilton-Skala.

Weitere wissenschaftliche Tests ergaben noch mehr positive Auswirkungen von Yoga auf deine Gesundheit: 

  • 2014 wurde herausgefunden, dass Yoga das Risiko auf Entzündungen bei Brustkrebs-Patientinnen verringert
  • ein Jahr Yoga verringert das Risiko auf eine Herzkrankheit um 47 % und senkt den Cholesterinwert um 23 %
  • Sportler gaben an, sich nach zehn Wochen Yoga wesentlich beweglicher und dehnbarer zu fühlen. Nach einem Jahr Yoga steigerte sich ihre Beweglichkeit sogar um das Vierfache
  • das Bluthochdruck-Risiko bei Yogis über 40 war niedriger als bei Menschen, die kein Yoga praktizierten

Möchtest du jetzt selbst mit Yoga anfangen und die Vorteile erleben? Das Schöne an Yoga ist, dass du sofort loslegen kannst. 

Wie mit Yoga anfangen?

Gruppe macht Yoga gemeinsam

Yoga kennt kein Alter, Geschlecht, Gewicht und keine sportliche Einstufung. Es gibt Mutter-Kind-Yoga, Yoga für Kleinkinder, Yoga für Jugendliche, für Sportler und für Senioren. Du musst außerdem nicht spirituell oder religiös sein, um erfolgreich Yoga auszuführen.

Wenn du ungestört bist und etwas Platz hast, um dich zu bewegen, kannst du überall Yoga üben. Du benötigst nicht unbedingt Yoga-Hilfsmittel (ein paar stellen wir dir später im Artikel vor), um Yoga erfolgreich durchführen zu können. 

Es geht beim Yoga nicht um Körperformen, Flexibilität oder Perfektion, sondern um eine ganzheitliche Verbindung. Du bist frei, so weit zu gehen, wie du schaffst. Je nach körperlicher Verfassung.

Wie immer beim Sport kommt auch beim Yoga die Beweglichkeit und der Fortschritt von allein. Du musst nur dranbleiben.

Bei Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden empfiehlt es sich, vorher Rücksprache mit dem Arzt und dem Yoga-Lehrer halten. In einer Befragung unter 350 Yogis gaben 21 % an, dass sich bereits bestehende Beschwerden durch falsche Posen verschlimmert hatten.

Für Anfänger eignet sich Hatha Yoga besonders gut, da der Fokus auf den Übungen (Asanas) und der Atmung (Pranayama) liegt. Damit ist es ideal für Anfänger jeden Alters. 

Wer neben der körperlichen Praxis die spirituelle Seite im Yoga kennenlernen möchte, fängt mit Yin Yoga oder Kundalini Yoga an.

Für Sportler die mit Yoga anfangen möchten, ist Vinyasa Yoga ein guter Einstieg. Dabei wird der Körper ausgiebig gedehnt und die eigene Flexibilität gesteigert.

Wenn du bereits Yoga-Erfahrung hast und von zuhause üben willst, findest du online (z. B. bei Youtube) unzählige kostenlose Videos, Anleitungen und Yoga Challenges. Suche einfach nach deiner bevorzugten Yoga-Art.

Du kannst Yoga am Morgen als Teil einer achtsamen Morgenroutine einbauen oder abends vor dem Schlafengehen praktizieren. Selbst im Büro kannst du zwischendurch zur Auflockerung ein paar Asanas ausführen. 

Bei deiner eigenen Yoga-Praxis ist vor allem wichtig, dass du dich dabei gut fühlst. Alles andere ist zweitrangig. Wenn dir gewisse Posen also zu anstrengend oder körperlich-fordernd sind, dann gehe einfach so weit, wie du kannst, ohne dich zu verletzen.

3 einfache Yoga Übungen für Anfänger

Da Yoga mit seiner Vielfalt an unterschiedlichen Übungen am Anfang sehr überwältigend sein kann, haben wir von Mindmonia drei einfache Übungen für Anfänger zusammengestellt. Diese kannst du ohne jegliche Hilfsmittel durchführen und sie sind für jedes Alter geeignet. 

Tadasana – Die Berghaltung

Tadasana ist eine festigende, entspannende Übung für zwischendurch. Du verbesserst damit deine gesamte Muskulatur (vor allem Rücken, Rumpf, Torso) und deine Körperhaltung. 

So geht’s

  1. Stelle dich aufrecht hin und presse die Beine ganz eng zusammen, sodass sich Schenkel und Knie berühren. Alternativ kannst du deine Beine hüftbreit aufstellen. Stelle dir vor deinem inneren Auge vor, dass deine Füße fest wie ein Berg im Boden verankert sind. Damit verteilst du dein Gewicht gleichmäßig.
  2. Lasse deine Arme währenddessen locker an den Seiten hängen.
  3. Bleibe für ein bis zwei Atemzüge so stehen, um deine Balance zu finden und in Position zu bleiben. 
  4. Hebe die Zehen an, spreize sie und lege sie wieder auf dem Boden ab. Wiederhole das zwei Mal.
  5. Halte deinen Körper gerade und wachse mit jeder Ausatmung ein Stück weiter in die Länge. Atme dabei entspannt ein und aus.  
  6. Löse die Haltung nach 10 – 12 Atemzügen wieder und schüttle dich aus.




Uttanasana – stehende Vorbeuge

Diese Übung hat eine beruhigende Wirkung auf dich und deinen Körper. Außerdem stärkt sie deine Beine und wirkt heilend auf Magen- und Menstruationsbeschwerden. 

So geht’s

  1. Stelle dich aufrecht hin, mit den Beinen eng zusammen (oder hüftbreit auseinander).
  2. Atme tief ein und nimm deine Arme nach oben über den Kopf.
  3. Atme aus und lasse Arme, Kopf und Oberkörper langsam nach vorne sinken. 
  4. Je nach Dehnbarkeit kannst du dich mit den Händen am Boden abstützen, die Arme locker verschränken oder sie einfach baumeln lassen. 
  5. Verbleibe für einige Atemzüge in dieser Position oder richte dich wieder nach oben aus und wiederhole die Übung.




Du kannst die Übung auch aus der Tadasana (der ersten Übung) heraus machen. 

Vrksasana – Baum

Diese Pose ist eine der bekanntesten Yoga Posen. Sie ist hervorragend geeignet für Anfänger da sich körperlich nicht besonders anspruchsvoll ist. Außerdem hilft sie Anfängern, ein besseres Gefühl für die eigene Balance zu bekommen. 

So geht’s

  1. Stelle dich aufrecht hin und hebe deine Zehenspitzen an
  2. Lasse deinen Oberkörper entspannt hängen und schüttle dich ein wenig aus. Die Arme dabei locker lassen
  3. Drücke die Handflächen auf Brusthöhe zusammen
  4. Nun, verlagere dein Gewicht auf deinen linken Fuß und nutze diesen als Standbein, um deine Balance zu halten
  5. Hebe dein rechtes Bein hoch und halte dein Knie dabei angewinkelt
  6. Drehe deinen Schenkel zur Seite und lege deine Fußsohle auf dem anderen Schenkel, deinem Standbein, ab 
  7. Halte deine Handflächen zusammengepresst und verharre in dieser Position für etwa 10-20 Sekunden.
  8. Wechsel nun deinen Fuß




Hier findest  du noch viele weitere Yoga Anfänger Übungen.

FAQ

Im letzten Kapitel unseres Leitfadens haben wir eine Liste der am häufigsten gestellten Fragen und Missverständnisse zusammengestellt und beantwortet. Wenn du eine Frage hast, sie aber nicht in den FAQs findest, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen.

Welche Yoga-Form ist die richtige für mich?

Wie bei so vielen Dingen gilt auch hier: es gibt nicht die eine Yoga-Form. 

Am besten gehst du nach deinen persönlichen Präferenzen.

Willst du Achtsamkeit praktizieren und innere Ruhe und Gelassenheit finden, dann solltest du dich an Hatha oder Yin Yoga versuchen. 

Wenn du gerne etwas ausgefalleneres probierst, ist SUP oder Aerial Yoga das Richtige für dich.

Welches Yoga Zubehör brauche ich?

Gar keins. 

Du benötigst kein Yoga Zubehör, um von den vielen Vorteilen des Yoga zu profitieren. Wenn du allerdings viele Posen im Liegen durchführst, kannst du dir eine Yoga- oder Pilatesmatte zulegen. Diese macht langes Liegen deutlich angenehmen. 

Welche Yoga-Kleidung brauche ich?

Yoga Kleidung sollte leicht, bequem, dehnbar und nicht einengend sein. Ideal sind mehrere Lagen (z.B. Top, T-Shirt, Jacke darüber), weil sie Flexibilität und Schutz bieten und je nach Temperatur schnell aus- und angezogen werden können.

Eignet sich Yoga zum Abnehmen?

Yoga ist Sport! 

Du bewegst deinen Körper, stärkst und dehnst ihn.

Schweißtreibende Yoga Arten wie Power Yoga oder Bikram Yoga helfen durchaus dabei, Gewicht zu verlieren. 

In den meisten Yoga Arten ist abnehmen jedoch eher ein Nebeneffekt.

Yoga für Kinder

Yoga für Kinder wird immer beliebter. Schon von klein auf trainiert Yoga die Konzentrationsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn. Kinder, die unter ADHS leiden werden dadurch ruhiger und das allgemein Aggressionspotenzial sinkt. 

Es gibt spezielle Kinderyoga-Kurse, bei denen Spaß im Vordergrund steht und die Asanas nicht so lange gehalten werden. Yoga bietet sich auch als im Unterricht zur Auflockerung an.

Fazit

Yoga ist nicht nur eine Trendsportart der Neuzeit, sondern eine jahrtausende alte Lebensphilosophie, die jeder leben kann. Seine positiven Effekte auf Körper und Geist sind wissenschaftlich bewiesen.

Außerdem ist Yoga eine tolle Möglichkeit, Mindfulness in deinem Alltag zu etablieren. 

Wie bei anderen Achtsamkeitspraxen wie Meditation oder Qigong brauchst du für Yoga vor allem zwei Dinge: Offenheit und Geduld. Nicht alle Yoga Arten passen zu dir und nicht jede Pose wird dir auf Anhieb gelingen oder gefallen.

Jeder startet auf einer anderen Stufe, aber es gibt für alle den richtigen Kurs, den richtigen Lehrer oder die passenden Videos. Wer sich nicht für Spiritualität begeistern kann, kann Yoga trotzdem praktizieren. 

Es eignet sich hervorragend als Sport und für mehr Beweglichkeit, hält uns jung, leistungsfähig und gesund.

Yoga ist ein fester Bestandteil von Mindfulness. Wenn du dich weiter in das Thema einlesen möchtest, abonniere jetzt unseren kostenlosen Newsletter. Vielen Dank fürs Lesen.

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