Positiv Denken – der komplette Guide

Positiv Denken – der komplette Guide

Positiv Denken – der komplette Guide 1024 600 Mindmonia

Hast du dich jemals gefragt, woher Optimisten die Kraft nehmen, in jeder Situation positiv zu bleiben?

Positives Denken kann dein Leben verändern. Es ist nämlich nicht nur wichtig an was du denkst, sondern wie du an etwas denkt. Wenn auch du bereit bist, dein Leben ins Positive zu verändern, lies hier weiter.

Optimisten suchen in jeder Niederlage eine Lektion. Anstatt sich aufzuregen und jemand anderem die Schuld zu geben, übernehmen sie die Kontrolle über ihre Emotionen und fragen sich selbst: „Was kann ich aus dieser Situation lernen?“

In diesem Guide werden wir dir erklären was positives Denken ist, wie es wissenschaftlich bewiesen ist, welche Vorteile es bringt und wie du es lernen kannst. Abschließend zeigen wir dir noch einige Tipps, die es dir erleichtern sollen, positive Gedanken zu entwickeln.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

Positiv denken – was ist das?

Positives Denken Positive Gedanken

Positives Denken ist eine Entscheidung. Es ist die mentale und emotionale Einstellung, sich immer auf die positiven Seiten des Lebens zu konzentrieren und positive Ergebnisse anzustreben. Ein positives Mindset umfasst dabei mehr als nur nach außen hin glücklich zu scheinen oder eine positive Ausstrahlung zu haben. Es ist eine Einstellung, die sich durch sämtliche Aspekte unseres Lebens zieht.

Eine positive Lebenseinstellung bedeutet allerdings nicht, dass du allen unangenehmen Situationen aus dem Weg gehst. Du entscheidest dich vielmehr dafür, solche Ereignisse positiver und produktiver anzugehen. Wie gesagt, es ist die Entscheidung, sich auf den Optimalfall vorzubereiten und nicht den Schlimmstfall.

Positives Denken beginnt mit dem Steuern der inneren Selbstgespräche. Wir alle haben diese innere Stimme, die mit uns spricht, unsere Gedanken formt und uns leitet. Es ist ein Automatismus, der vom Unterbewusstsein gesteuert wird. Dabei können die Gedanken, die aus diesen Selbstgesprächen geformt werden, positiv oder negativ sein. Manche Selbstgespräche werden aus Logik und Schlussfolgerungen ausgelöst, andere wiederum aus Spekulationen und Informationsmangel.

Wenn die Gedanken, die durch deinen Kopf gehen negativ sind, wird deine Lebenseinstellung pessimistisch. Wenn du hingegen gute Gedanken formst, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du ein Optimist bist. Also jemand, der positives Denken praktiziert. Sofern du positives Denken lernen willst ist es im ersten Schritt deshalb wichtig, bei den Selbstgesprächen anzusetzen.

Außerdem solltest du wissen, dass positive und negative Gedanken ansteckend sind.

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst.

Bedeutet im Umkehrschluss: Wir beeinflussen unsere Mitmenschen genau so wie sie uns beeinflussen. Dabei reichen schon einzelne Worte oder eine gewisse Körperhaltung unserer Mitmenschen, um gewisse Reaktionen in unserem Unterbewusstsein hervorzurufen. Diese Reaktionen wiederum führen dazu, dass wir unsere Zeit lieber mit glücklichen Menschen verbringen, als mit negativen.

Wissenschaftliche Fakten zu positivem Denken

Positive Gedanken sind nachhaltig. Sie können einen echten Wert in deinem Leben schaffen und dir helfen, Fähigkeiten aufzubauen. Dennoch halten es nach wie vor viele Menschen für Unfug.

Dabei ist es wissenschaftlich bewiesen, dass eine positive Grundeinstellung erheblichen Einfluss auf unsere Karriere und unser Leben im Allgemeinen haben kann.

Stell dir einmal vor, du gehst in einem Wald spazieren und plötzlich taucht ein Wolf auf. Das, was anschließend in deinem Gehirn geschieht, ist eine normale Reaktion – du entwickelst negative Emotionen, in diesem Fall Angst.

Positive Thinking Wolf

Wissenschaftler haben bereits vor einiger Zeit herausgefunden, dass dein Unterbewusstsein Handlungen auf entsprechende Emotionen münzt. Sobald du dem Wolf im Wald begegnest, fängst du an davonzulaufen. Der Rest der Welt ist dir in diesem Moment egal. Dein Fokus liegt einzig und allein auf dem Wolf und der Angst.

Anders ausgedrückt: Negative Emotionen schränken dich in deiner Denkweise ein und fokussieren dich gänzlich auf das Negative. Du könntest im selben Moment auch einen Baum hochklettern, Blätter sammeln oder einen Stock aufheben. Dein Gehirn ignoriert allerdings diese Optionen, da es durch die negative Emotion zu einer Entscheidung gezwungen wird. Sie erteilt dir deshalb den Befehl: “Lauf um dein Leben” und blendet alles andere aus.

Das mag vielleicht ein sehr sinnvoller Instinkt sein, wenn es ums Überleben geht. In unserer heutigen Gesellschaft brauchst du dir allerdings keine Sorgen mehr machen, Wölfen in freier Wildbahn zu begegnen. Dein Unterbewusstsein ist allerdings noch darauf eingestellt, auf negative Emotionen so zu reagieren – es wirft dich in eine Art Tunnelblick und bringt dich dazu, alternative Lösungen zu übersehen. Negative Emotionen können dabei Aggressivität, Stress, Depression oder Bedrücktheit sein.

Menschen neigen dazu ständig negativ zu denken. Das hat nichts damit zu tun, dass wir gerne schlecht gelaunt sind, sondern hängt mit dem natürlichen Schutzmechanismus unseres Verstandes zusammen. Wir manifestieren negative Gedanken wie Trauer, Wut oder Enttäuschung viel länger in unserem Verstand, als etwa die positiven Gefühle.

Beispielsweise, wenn du dich mit jemandem streitest, entwickelst du Zorn und Hass auf diese Person. Diese negativen Elemente werden deine Aufmerksamkeit so trüben, dass du den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken kannst, außer an den Streit mit der Person.

Überlege doch mal wie schnell wir gute Neuigkeiten vergessen, während uns schlechte Neuigkeiten tagelang verfolgen. Das von deinem Partner liebevoll zubereitete Lieblingsfrühstück hast du zum Nachmittag bereits vergessen. Den Mord allerdings, den du heute Morgen im Radio gehört hast, bleibt die ganze Woche in deinem Kopf präsent.

Auch dieses Verhalten ist wissenschaftlich erklärbar.

Unser Verstand neigt dazu, sich an sich wiederholende Lebenssituationen anzupassen. Wenn etwas oft genug vorkommt, verbindet er Emotionen und Gefühle mit dieser Situation. Angenommen du bist unzufrieden mit deinem aktuellen Job als Bäcker. Irgendwann wirst du dich in der Situation befinden, dass du den Geruch von frisch gebackenem Brot abstoßend findest – auch wenn es in der Vergangenheit nie so war.

Dein Verstand hat registriert, dass du unzufrieden bist, wenn du von Brotwaren umgeben bist. Also ist für dein Gehirn die logische Schlussfolgerung: Der Brotgeruch ist das Problem. In diesem Szenario verknüpft dein Verstand die Neuronen, die für den Brotgeruch zuständig sind, mit denen die für Ekel zuständig sind. Das Ergebnis: Der Geruch von frisch gebackenem Brot wird dich in Zukunft runterziehen.

So entsteht aus negativer Energie noch mehr Negativität.

Mit dieser Erkenntnis lässt sich die bittere Lehre ziehen: Wir sind traurig, weil wir uns selbst dafür entscheiden. Ganz richtig. Wir sind selbst daran schuld, wenn wir negativ denken.

Negativität macht süchtig. Obwohl positive Emotionen doch so viel schöner sind, als negative. Wir verbringen zu wenig Zeit damit, die positiven Dinge im Leben zu schätzen und glücklich zu sein. Wir neigen dazu zu glauben, dass positives Denken keine Gewohnheit ist. Das stimmt allerdings nicht.

Dabei ist die Negativität auch etwas, das wir uns selbst beigebracht haben. Unsere Sucht danach kann, wie bei allem anderen, überwunden werden. Es ist eine Entscheidung, die jeder von uns treffen muss. Es ist die Entscheidung, glücklich zu sein.

Vorteile von positiven Gedanken

Positiv denken macht glücklich. Das ist kein Geheimnis. Eine positive Einstellung hat allerdings viel mehr Vorteile als das. Durch eine positive Denkstruktur verspüren wir mehr gute Gedanken und Emotionen im Leben. Dies führt zu mehr Energie, Glück und Lebensfreude. Auch unsere körperliche Gesundheit profitiert davon.

Lass uns zunächst über die körperlichen Vorteile sprechen, die positive Gedanken mit sich bringen. Forscher sind bereits seit einiger Zeit damit beschäftigt, die Auswirkungen von Optimismus auf unseren Körper zu erforschen. Sie sind sich einig, dass die mentale Kraft die aus unserem Verstand kommt, erheblichen Einfluss auf Krankheitsverläufe und andere medizinische Aspekte unseres Körpers hat.

Hier einige gesundheitliche Vorteile, die durch positives Denken hervorgerufen werden:

  • Erhöhte Lebensdauer
  • Geringere Depressionsanfälligkeit
  • Erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Erkältung
  • Besseres Wohlbefinden (psychisch und physisch)
  • Verbessertes Herz-Kreislauf-System
  •  

Der Wissenschaft ist bekannt, dass diese gesundheitlichen Verbesserungen mit der positiven Grundeinstellung zusammenhängen, allerdings nicht bekannt wie im Detail. Die präzisen Auswirkungen konnte noch nicht gänzlich erforscht werden.

Eine bekannte Theorie ist, dass positive Gedanken dem Körper ermöglichen leichter mit Stresssituationen umzugehen. Dadurch greifen die schädlichen Auswirkungen von Stress nicht und können problemlos und frei von jeglichem Schaden vom Körper abgewehrt werden.

Nun kommen wir zu den mentalen Vorteilen.

Eine Person, die immer positiv denken kann, erwartet nur positive Dinge aus jeder Situation. Deshalb verfügt diese Person auch über ein gesteigertes Selbstvertrauen und ist der Meinung, dass sie jegliche Hürde bewältigen kann. Für diese Person gibt de facto kein Problem, das nicht gelöst werden kann. Eine positive Lebenseinstellung führt also zu einer erhöhten Motivation.

Positives Denken Filme

Wissenschaftler der University of North Carolina haben den mentalen Einfluss von positiven Gedanken in einem Experiment getestet. Im Rahmen der Übung wurden die Tester in fünf unterschiedliche Gruppen unterteilt. Jeder Gruppe wurden unterschiedliche Kurzfilme gezeigt.

Die ersten zwei Gruppen sahen Kurzfilme, die positive Gedanken bei den Zuschauern entwickeln. Gruppe 1 sah Filme, die Glücksgefühle erzeugen, während Gruppe 2 sich Filme ansehen durfte, die Zufriedenheit wecken. Die dritte Gruppe war die Kontrollgruppe, der neutrale Filme gezeigt wurden.

Gruppe 4 und Gruppe 5 hingegen mussten sich Filme ansehen, die negative Gefühle auslösen. Während die vierte Gruppe furchteinflößende Clips sah, bekam die fünfte Gruppe Filme zu sehen, die Wut und Hass erzeugen.

Nachdem alle Gruppen die entsprechenden Filme gesehen haben, wurde eine kurze Übung durchgeführt. Jeder Teilnehmer sollte sich an eine bekannte Situation aus dem Film erinnern und aufschreiben, welche Maßnahmen die Person ergreifen würde. Dabei bekam jeder Tester ein Blatt Papier und einen Stift und sollte jeden Satz mit “Ich würde …” beginnen.

Teilnehmer aus Gruppe 4 und 5 schrieben die wenigsten Antworten auf. Die Probanden aus Gruppe 1 und 2 hingegen, brachten eine deutlich höhere Anzahl an Antworten zu Papier. Selbst im Vergleich zur Kontrollgruppe konnten die Teilnehmer, die positive Filme sahen, erheblich mehr aufschreiben.

In anderen Worten: Wenn du Dinge wie Glück, Liebe und Zufriedenheit verspürst bist, bist du kreativer und deutlich lösungsorientierter. Dir fallen mögliche Lösungen ein, die einem Pessimisten niemals einfallen würden, da dieser viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Die Erkenntnisse, die aus dem Experiment gewonnen werden konnten sind der Beweis, dass positive Gedanken deinen Horizont erweitern.

Positives Denken Freude

Mit einem erweiterten Horizont denkst du lösungsorientiert, allerdings gibt es noch einen viel wichtigeren Vorteil, den positives Denken mit sich bringt. Vielmehr ermöglicht uns das Positive, Fähigkeiten zu erwerben, die uns später im Leben einmal von Nutzen sein werden.

Ein Kind, das draußen mit seinen Freunden spielt und auf Bäume klettert verbessert dadurch kritische Fähigkeiten für seine weitere Zukunft. Durch die körperliche Aktivität, (physische Fähigkeiten) dem Zusammensein mit seinen Freunden (soziale Kompetenz) und der Tatsache, dass es Dinge erforscht (Kreative Fähigkeiten) erwirbt das Kind wichtige Skills, die später für seine Zukunft entscheidend sein werden. Die positiven Gedanken, die das Kind beim Spielen verspürt, sind dafür zuständig, dass es physische, soziale und kreative Fähigkeiten entwickelt.

Du erinnerst dich bestimmt an schwierige Fächer aus deiner Schulzeit. Als du Probleme hattest, Dinge zu verstehen fühltest du dich unwohl und mit Sicherheit mochtest du dieses Schulfach nicht. Das lag daran, dass du negative Gedanken mit diesem Schulfach verknüpft hast.

In Schulfächern, in denen du gute Noten geschrieben hast, hattest du deutlich mehr Spaß. Sobald du Dinge verstanden hast, fühltest du dich gut und das hat dich dazu getrieben mehr zu lernen. Ein weiteres Beispiel dafür, wie positives Denken unsere Fähigkeiten fördert.

Positiv Denken hilft dir, wenn du deine Fähigkeiten ausbauen willst. Negativität hingegen bewirkt genau das Gegenteil. Das liegt daran, dass der Blick in die Zukunft erst einmal unbedeutend ist, wenn wir akuter Gefahr ausgesetzt sind. (Wie zum Beispiel durch einen Wolf)

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine positive Einstellung bringt dir mehr Vorteile als du vielleicht denkst. Es geht nicht nur darum, vorübergehend positiv zu denken und ein wenig Glück zu verspüren, sondern vielmehr um langfristigen Erfolg. Jedes Mal, wenn dein Verstand einen positiven Gedanken fasst, hat er keine Zeit etwas Negatives zu denken. Du zwingst deinen Verstand, dich glücklich zu machen.

Nachdem du lernst, immer positiv zu denken wirst du merken, wie sich die Welt um dich herum verändert. Dabei ist es nicht deine Umgebung, die sich ändert, sondern die Perspektive, aus der du sie betrachtest. Alles bleibt beim Alten. Außer eben dein Blickwinkel.

Dein Verstand wird anfangen, verstärkt Endorphine auszustoßen. Da Endorphin ein Glückshormon ist, wirst du dich dadurch leichter und glücklicher fühlen. Ein weiterer Nebeneffekt ist ein gestärktes Selbstvertrauen. Durch die Tatsache, dass du lösungsorientiert denkst, wirst du Aufgaben bewältigen, die du früher für unmöglich hieltst. Auch hier haben sich nicht die Aufgaben geändert, sondern deine Sichtweise.

Da du dich in der Vergangenheit durch negative Gedanken selbst limitiert hast, warst du von gewissen Aufgaben so abgeschreckt, dass du sie nicht einmal probieren wolltest. Durch positive Gedanken gehört das der Vergangenheit an.

Indem du weniger an Probleme und mehr an Lösungen denkst, scheint jede Aufgabe für dich lösbar zu sein. Dadurch wirst du dich persönlich weiterentwickeln und viele persönliche Erfolge feiern. Der Mensch wächst schließlich mit seinen Aufgaben.

Wir haben dir hier zusammenfassend noch einmal die wichtigsten Vorteile von positiven Gedanken:

  • Erhöhte Lebensdauer
  • Geringere Depressionsanfälligkeit
  • Erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Erkältung
  • Besseres Wohlbefinden (psychisch und physisch)
  • Verbessertes Herz-Kreislauf-System
  • Erweiterter Horizont und lösungsorientierte Denkweise
  • Positiv denken fördert dich dabei Fähigkeiten zu entwickeln
  • Dein Körper stößt mehr Endorphin aus, dass dich glücklicher macht
  • Gestärktes Selbstvertrauen

All diese Vorteile werfen die wichtigste Frage auf: Wenn eine positive Lebenseinstellung so nützlich ist, wie kann ich lernen positiv zu denken?

Wie lerne ich positiv zu denken

Um positives Denken zu lernen, braucht es mehr als nur mentale Bereitschaft. Es reicht nicht, dass du dir bewusst bist, welche Vorteile es bringt und das es dein Leben verändern kann. Du musst an dir selbst arbeiten und Zeit investieren, um diese positiven Denkstrukturen wirklich leben zu können.

Um dich bei deiner Reise zu mehr Positivität im Leben zu unterstützen, haben wir dir eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt.

Erkenne negative Gedanken

Positives Denken Negative Gedanken

Wie bereits erwähnt, beginnt positives Denken mit dem Kontrollieren der inneren Selbstgespräche. Du musst dir bewusst machen, wann du negative Selbstgespräche führst. Nur dann wirst du in der Lage sein, mental einzugreifen und weitere Negativität zu verhindern.

Oftmals schleichen sich negative Gedanken als Angewohnheiten ein. Sprich, du merkst gar nicht mehr, wie negativ du über alles und jeden nachdenkst. Genau das macht es ja so schwer, aus diesem negativen Loch herauszukommen.

Um dir den Start ein wenig zu erleichtern, haben wir dir hier Liste an negativen Denkgewohnheiten, die du unbedingt abstellen solltest:

  • Das Filtern. Du fokussierst dich viel zu sehr auf die negativen Aspekte einer Situation und filterst dabei all die positiven. Nehmen wir an, du hattest du einen sehr erfolgreichen Tag bei der Arbeit. Du konntest alle Aufgaben, die für den Tag angesetzt waren erledigen und hast dafür Lob und Bewunderung von deinen Arbeitskollegen und Vorgesetzten erhalten. Als du allerdings nach Hause kommst, hast du die Komplimente bereits vergessen und planst schon die Aufgaben für den nächsten Tag.
  • Schuldzuweisungen. Sobald ein Missgeschick passiert, gibst du dir selbst die Schuld an dem Dilemma. Wenn dich beispielsweise ein Freund versetzt, gibst du dir selbst die Schuld daran. Du glaubst in diesem Moment, dass dein Kumpel keine Lust auf dich hat oder keine Zeit mit dir verbringen will, weil irgendetwas mit dir nicht stimmt.
  • Überreagieren. Du siehst in jeder Situation den Weltuntergang. Der Barista hat deine morgendliche Kaffeebestellung vergeigt. Das ist für dich bereits Grund genug, damit dein Tag im Eimer ist.

Negative Gedanken durch positive ersetzen

Nachdem du gelernt hast, was negative Gedanken sind, kommen wir nun dazu, wie du sie abstellen kannst. In der Theorie ist das eigentlich gar nicht so schwierig. Du musst lediglich die negativen Gedanken durch positive ersetzen. In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Es erfordert viel Zeit und Geduld, um neue Denkmuster in deinen Verstand zu programmieren.

Überprüfe die Art, wie du über Dinge nachdenkst in regelmäßigen Abständen. Am besten mehrmals täglich. Sobald du merkst, dass deine Gedanken negativ sind, versuche einen Weg zu finden, sie ins Positive zu drehen.

Gerade für den Anfang kann es hilfreich sein, sich auf gewisse Lebensbereiche zu fokussieren. Wo kannst du persönlich am meisten negative Energie spüren? Ist es auf der Arbeit, daheim oder etwa in deiner Beziehung? Fang am besten klein an und konzentriere dich zunächst auf einen Bereich in deinem Leben. Danach kannst du dieses positive Denken auf alle anderen übertragen.

Nachdem du die Situationen erkannt hast, in denen du negative Selbstgespräche führst, gilt es im nächsten Schritt, die negativen Gedanken durch positive zu ersetzen. Dafür musst du üben positive Selbstgespräche zu führen. Beginne dabei mit einer einfachen Regel: Sag nichts zu dir selbst, was du nicht auch zu jemand anderem sagen würdest. Sei höflich und aufbauend zu dir selbst.

Sofern du merkst, dass sich negative Gedanken breitmachen, versuch sie neutral zu zerdenken. Führe innere Monologe und versuch dich selbst mit positiven Affirmationen von deinen Stärken zu überzeugen. Denk an Dinge, für die du in deinem Leben dankbar bist.

Sobald ein negativer Gedanke in deinen Geist eindringt, musst du ihn durch einen Konstruktiven ersetzen. Wenn der negative Gedanke zurückkehrt, ersetze ihn wieder. Stell dir das bildlich so vor: Du stehst vor zwei Gemälden und musst dich entscheiden, eines davon anzusehen und das andere zu ignorieren. Beharrlichkeit wird deinen Verstand schließlich lehren, positiv zu denken und negative Gedanken zu ignorieren.

Hier ein paar Beispiele, wie du aus negativen Gedanken, positive erzeugen kannst:

Negativer Gedanke

Positiver Gedanke

So etwas habe ich noch nie gemacht.Das ist eine tolle Möglichkeit, etwas Neues zu lernen.
Das ist viel zu kompliziert.Ich werde es mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Ich bin viel zu faul, um das zu erledigen.Ich hatte nicht die Gelegenheit mich dem Thema zu widmen. Ich werde etwas Zeit dafür einplanen.
Das kann auf keinen Fall funktionieren. Ich kann versuchen es hinzukriegen.
Das ist eine zu radikale Veränderung.Lass es uns probieren.
Niemand meldet sich bei mir.Ich sollte mich mal wieder bei meinen Freunden melden.
Ich kann das nicht besser.Ich versuche es noch einmal

Übe positives Denken im Alltag

Wenn du eine negative Einstellung hast, erwarte nicht, dass du über Nacht ein Optimist wirst. Aber mit zunehmender Übung werden deine inneren Selbstgespräche weniger Selbstkritik und mehr Positivität aufweisen. Du wirst allgemein weniger kritisch gegenüber deinem Umfeld sein.

Ganz egal, wie deine Situation im Moment aussieht. Denke positiv. Erwarte nur positive Ergebnisse und die Situation wird sich entsprechend ändern. Wenn du durchhältst, wirst du die Art und Weise verändern, wie dein Verstand arbeitet. Es kann einige Zeit dauern, bis die Veränderungen stattfinden, aber sie werden es.

Falls du auf inneren Widerstand und Schwierigkeiten stößt, gib nicht auf. Konzentriere dich auf die Vorteile, die positives Denken mit sich bringt und halte durch. Es ist immer einfacher, positiv zu bleiben, wenn alles nach Plan läuft. Wenn du jedoch Rückschläge hinnehmen musst und trotzdem positiv bleibst, zeigst du dir selbst und der Welt um dich herum, aus welchem Holz du geschnitzt bist.

4 Tipps um positiv zu denken

Positives Denken Daumen Hoch

Abschließend möchten wir dir noch ein paar Tipps mitgeben, wie du dein Mindset umkrempeln kannst. Die nachfolgenden Übungen sollen dir in schweren Zeiten helfen positiv zu bleiben.

Meditation

Forscher im Bereich der Psychologie haben herausgefunden, dass Leute die täglich meditieren über mehr positive Energie verfügen. Nach bereits drei Monaten täglicher Meditation lassen sich eine erhöhte Achtsamkeit, verbesserte soziale Kompetenz und verringerte Krankheitssymptome feststellen.

Meditieren kann der beste Weg sein, Negativität aus deinem Leben zu entfernen und eine emotionale und spirituelle Genesung herbeizuführen. Meditation verjüngt den Geist, macht uns widerstandsfähiger und befreit den Körper von schädlichen Substanzen, die Stress und Angst verursachen.

Betrachte es mal folgendermaßen: Wenn dein Verstand auf Negativität gepolt ist, wäre die Meditation der Reset-Knopf, mit dem du den Stecker ziehen, abschalten und von null beginnen kannst. Danach wird es dir leichter fallen, deinen Verstand auf positive Denkfrequenzen einzustellen.

Durch häufiges Meditieren kannst du eine Menge mentalen Schaden rückgängig machen und quasi als unbeschriebenes Blatt durchstarten. So kannst du dich selbst neu erfinden und dem Glück und der Lebensfreude zugänglich machen.

Zeit zum Entspannen

Wir tragen täglich Meetings, Telefonkonferenzen, Abendessen und alle möglichen Dinge in unseren Terminkalender ein. Warum nicht einfach mal einen Termin für “Spaß haben” in den Kalender eintragen?

Wann war das letzte Mal, dass du dir eine Stunde geblockt hast, um einfach mal Dinge zu machen, auf die du Lust hast? Egal ob Netflix, Bücher lesen oder ein Spaziergang an der frischen Luft: Du kannst uns nicht weismachen, dass der Termin am Mittwochabend wichtiger ist, als deine persönliche Lebensfreude. Dennoch tun wir so, weil wir in unserem Terminkalender einfach keinen Platz für Spaß haben.

Worauf wartest du noch? Genieß die Vorteile von positiven Gedanken und trage dir deine persönliche Zeit in den Kalender ein.

Freundlich sein

Freundlichkeit ein gutes Mittel, um uns glücklicher zu machen. Ferner ist es bewiesen, dass sich Gutherzigkeit auch hervorragend eignet, um Stress abzubauen.

Studien haben außerdem noch aufgezeigt, dass Freundlichkeit ansteckend ist. Wenn jemand freundlich zu dir ist, wird dich das unbewusst dazu bringen, freundlich zu anderen Menschen zu sein. Die Person, die wiederum deine Freundlichkeit empfängt, wird dasselbe Erlebnis haben und so weiter und so fort.

Gutherzigkeit weckt außerdem Dankbarkeit in uns. Wenn du also Probleme hast positiv zu denken oder nicht weißt, wofür du dankbar sein sollst, kann es eine gute Möglichkeit sein jemand Anderem einfach mal etwas Gutes zu tun. Du wirst sofort merken, wie gut du dich dabei fühlst.

Vermeide Stress

Stress ist das Feuer und Trauer, Wut, Schlaflosigkeit und Depression sind der Rauch. Wenn du das Feuer löschst, wird auch der Rauch irgendwann verschwinden.

Stress ist meistens die Ursache für alles, was in unserem Leben schiefgeht. Er ist der leise Killer unserer Lebensfreude und in der Regel sind wir selbst daran schuld, dass wir gestresst sind.

Arbeite zu hart und du wirst das an deiner Gesundheit merken. Schlaf zu wenig und du wirst erschöpft sein. Vernachlässige deine Freunde und Familie und du wirst dich einsam fühlen.

Dabei reichen schon Kleinigkeiten, um den Stress loszuwerden:

  • Trinke mehr Wasser
  • Ernähre dich ausgewogen
  • Mach Sport
  • Achte auf deinen Schlafrhythmus

Für weitere Tipps, wie du positive Gedanken entwickeln kannst, lies hier weiter.

Fazit

Positives Denken ist eine geistige Fähigkeit, die du lernen kannst. Es die mentale Entscheidung sich dem Glück und der Lebensfreude zu öffnen.

Optimisten haben diese Fähigkeit perfektioniert und haben die Kontrolle über ihren Verstand erlangt. Sie nutzen diese Fähigkeit im Alltag, um sich auf ihre Ziele zu fokussieren und lassen der Negativität keine Chance. Selbst wenn mal etwas daneben geht, sehen sie nur das Positive daran.

Du kannst dir sicher sein dass, wenn du nur lange genug das Gute in einer Person oder Situation suchst, du es finden wirst.

So eine Veränderung braucht allerdings seine Zeit. Du bist schließlich dabei, dein Unterbewusstsein zu programmieren.

Hast du weitere Fragen rund ums Thema positives Denken? Stell uns deine Frage in den Kommentaren, wir werden sie gerne schnellstmöglich beantworten.

2 Kommentare
  • Hallo Axel und Steve,

    tolle Seiten sind das! Mir gefällt die verblüffende Leichtigkeit, mit der ihr verschiedene Themen angeht. Und auch, dass die Sprache klar ist und der Schreibstil an einen Dialog erinnert, der Langeweile ausschließt.
    Die Impulse, die ihr gebt, kommen bei mir gut an und ich freue mich schon aufs Weiterlesen…

    Herzliche Grüße aus Nordheim
    Doris

    PS: Wow, das ist toll! Ich verlasse die Seite aus Versehen und ihr habt den Text für mich noch gespeichert 🙂

    • Hi Doris,

      freut uns wirklich sehr, dass dir die Beiträge gefallen. Wir hoffen, dass du etwas für dich aus den Artikeln mitnehmen kannst.

      Danke für deinen Kommentar!

      Axel