Meditation für Anfänger – der komplette Guide in 9081 Wörter

Meditation für Anfänger – der komplette Guide in 9081 Wörter

Meditation für Anfänger – der komplette Guide in 9081 Wörter 1280 854 Mindmonia

Was ist das Erste, dass dir in den Kopf kommt, wenn du an Meditation denkst? Wahrscheinlich eine Person, die im Lotussitz auf dem Boden sitzt, Meditationsmusik läuft im Hintergrund und du hörst sie laut “OM” summen.

Vielleicht denkst du auch an einen buddhistischen Mönch, der stundenlang in einer unbequemen Position sitzt und übernatürliche Kräfte entwickelt.

Sind diese Stereotypen gerechtfertigt? Jein. 

In den letzten Jahren gewinnt die Esoterik immer mehr Beachtung. Gurus, Heiler und Schamanen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Viele von ihnen “verkaufen” Meditation als religiöse Praktik, was diese Klischees nur weiter manifestiert. 

Dabei hat Meditation nicht unbedingt mit Spiritualität, Glauben oder den 7 Chakren zu tun. Ganz egal ob die deine Produktivität steigern, entspannen, einschlafen oder dein Gedankenkarussell stoppen möchtest: Meditation kann dir dabei helfen. Und das ohne auch nur einen Funken Spiritualität.

Wir von Mindmonia haben für dich diesen kompletten Guide erstellt, damit du das Thema Meditation vollumfänglich erleben kannst. In diesem Meditationshandbuch decken wir die Vorteile, unterschiedlichen Arten, Anleitungen, Tipps und Tricks und Übungen ab. Eben alles was du zu diesem Thema wissen musst.

Dieser Artikel hat 9000 Wörter und wird dir umfänglich alles zum Thema Meditation näher bringen. Daher bieten wir dir an, diesen Artikel kostenlos als PDF herunterzuladen, sodass du jederzeit weiterlesen und nochmal nachschauen kannst.

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Was ist Meditation?

lachtender Mann

Meditation ist eine Praktik, die immer verbreiteter wird. Madonna, Hugh Jackman, Katy Perry und Clint Eastwood sind nur einige der Beispiele für Prominente, die regelmäßig meditieren.

Dabei gibt es Meditation schon einiges länger als Hollywood. Archäologen entdeckten Zeichnungen um 3000 – 5500 v.Chr., die einen meditierenden Mann zeigen.

Was ist also diese mystische Meditation, die uns Menschen bereits seit tausenden Jahren begleitet? Es ist nicht ganz einfach zu beschreiben. Um Meditation wirklich zu verstehen, musst sie selbst ausprobieren und erleben.

Damit es dennoch greifbarer wird, ist unserer Meinungen nach der folgende Weg eine gute Möglichkeit, um ein Verständnis aufzubauen. Nachdem wir dutzende Definitionen gelesen haben, stellten wir eines fest: alle Definitionen hatten bestimmte Teile gemeinsam. Diese sind:

  • Aufmerksamkeit gegenüber den Gedanken
  • Den Geist entspannen
  • Ein zentraler Punkt der Aufmerksamkeit
  • Seinen Geist leeren und reinigen

Zusammenfassend, lässt sich Meditation daher wie folgt definieren: 

“Meditation ist eine Entspannungspraktik, die dir hilft, deine volle Aufmerksamkeit, unvoreingenommen, auf den jetzigen Moment zu richten”

Bei der Meditation geht es nicht darum, eine andere, neue, oder bessere Person zu werden. Es geht darum, das eigene Bewusstsein zu schärfen und eine solide Wahrnehmung und Achtsamkeit (Mindfulness) für die eigene Umgebung zu entwickeln.

Vorteile der Meditation

Meditieren bringt viele Vorteile. Es gibt unglaublich viele Studien (dazu später mehr), die zeigen, dass Achtsamkeitsmeditation die geistige und körperliche Gesundheit positiv beeinflusst.

Die Vorteile der Meditation lassen sich in drei grobe Bereiche unterteilen: 

  • Mentale Vorteile
  • Körperliche Vorteile
  • Spirituelle Vorteile 

Mentale Vorteile

Meditation kommt in vielfältiger Art und Weise dem Gehirn zugute. Es entwickelt bestimmte Bereiche des Gehirns weiter, wie zum Beispiel das Erinnerungsvermögen, das Mitgefühl und die Empathiefähigkeit. In der Zwischenzeit beginnen Teile des Gehirns, die mit Angst, Stress und Angst verbunden sind, zu schrumpfen. 

Hier die wichtigsten Vorteile für deinen Geist.

Verbesserte Aufmerksamkeitsspanne

Eine Studie der Emory University, Atlanta, zeigte, dass Teilnehmer mit mehr Meditationserfahrung eine erhöhte Aktivität innerhalb der Gehirnnetze aufweisen, die für die Aufmerksamkeit verantwortlich sind. Diese Aktivität kommt anderen kognitiven Funktionen zugute, wie zum Beispiel dem Ignorieren von Ablenkungen. Folglich verbessert Meditation nicht nur die Aufmerksamkeitsspanne, sondern hilft ebenso vor Ablenkungen im Alltag. 

Meditation beruhigt deine Gedanken und sorgt somit für einen klaren Kopf. Die Gedankengänge sind strukturierter, logischer und vor allem, entspannter. Auch gegen Gehirnnebel (Brain Fog) hilft regelmäßiges Meditieren weiter. 

Reduzierter Stress

Mentaler und körperlicher Stress verursacht einen erhöhten Konzentrationsgrad des Stresshormons Cortisol. Dauerhafter Stress führt zu schädlichen Auswirkungen, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Depression, hoher Blutdruck, Müdigkeit oder Brain Fog. 

Meditation hilft dir gegen Stress, da sie deine Gedanken strukturiert und so große Probleme, kleiner erscheinen lässt. Dabei muss sie nicht einmal regelmäßig praktiziert werden (obwohl das empfohlen ist). Du wirst den Unterschied bereits nach der ersten Meditationssession spüren.

Wenn du mehr über Stress lesen willst, empfehlen wir dir unseren ausführlichen Artikel zum Thema Stressreduzierung.

Schnelleres Lernen

Eine Gruppe von Harvard-Neurowissenschaftlern führte ein Experiment durch, bei dem 16 Personen einem achtwöchigen Meditationskurs mitgemacht haben. Am Ende des Experiments zeigten MRT-Scans, dass die Konzentration der grauen Zellen in den Bereichen des Gehirns zugenommen hat, die für das Lernen zuständig sind. Das Ergebnis von mehr grauen Zellen in diesen Bereichen, ist leichteres lernen.

Verbesserte Entscheidungsfähigkeit

Eine Studie hat festgestellt, dass Menschen, die über einen längeren Zeitraum meditieren, Informationen schneller verarbeiten können.

Weitere mentale Vorteile

Neben den bereits genannten mentalen Vorteilen, hat Meditation noch einen positiven Effekt auf:

  • Klarheit der Gedanken
  • Kreativität
  • Kognitive Funktionen
  • Fokussierung und Konzentration
  • Erinnerungsvermögen
  • Wohlbefinden
  • Resistenz gegen Rückschläge
  • Angst
  • Selbstkontrolle
  • Intuition

Körperliche Vorteile

Lernst du richtig zu meditieren, hat Meditation eine positive Wirkung auf den Körper und deine körperliche Gesundheit. Unabhängig von deiner Einstellung zu spirituellen oder methaphysischen Themen. Hier die wichtigsten Vorteile für deinen Körper.

Gestärktes Immunsystem

Zunächst musst du dir eins vor Augen führen: dein Immunsystem reagiert sowohl auf negative als auch auf positive Gedanken. Da meditieren deine Stimmung beeinflusst, schafft regelmäßiges Meditieren ein positives Umfeld für dein Immunsystem.

Außerdem verlangsamt sich durch die Meditation die Produktion von Cortisol, dem Stresshormon. Da Stress einen direkten Einfluss auf das Immunsystem hat, unterstützt ein reduzierter Stresspegel das Immunsystem.

Eine Studie der University of California zeigt, dass HIV-Patienten durch regelmäßige Meditation den Abbau der CD-4 Zellen verlangsamen. CD-4 Zellen sind die Immunzellen, die den HIV-Virus von seiner Vermehrung abhalten. 

Verbessertes Hautbild

Meditation hat einen positiven Effekt auf das Hautbild. Nicht nur verzögert sie den Alterungsprozess, sie verhindert obendrein noch Entzündungen, Falten und hilft bei Hauterkrankungen, wie Akne, Psoriasis und Neurodermitis.

Besserer Schlaf

Person im tiefen Schlaf

Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass Meditation beim Einschlafen hilft und nachhaltig für einen besseren Schlaf sorgt. Besonders Meditieren im liegen hat einen direkt Einfluss auf diesen Vorteil.

Wenn du Schlafstörungen hast, solltest du eine Meditation zum Einschlafen versuchen. Anders als bei ASMR, hilft Meditation bei nahezu jedem.

Unterstützte Verdauung 

Meditation hilft deinem Körper beim Umgang mit Krämpfen, Bauchschmerzen und Gasen. 

Das liegt daran, dass die Verdauung einer der biologischen Prozesse im Körper ist, der bei Stress und innerer Unruhe am meisten betroffen ist. Wenn du im Stressmodus bist, priorisiert dein Körper den Verdauungsprozess nach hinten und konzentriert sich zunächst auf die Stressbewältigung. 

Das kann verheerende Auswirkungen auf deinen Magen haben und Entzündungen, Sodbrennen und sogar Lebensmittelallergien verursachen. Wenn du regelmäßig meditierst, reduzierst du dein Stresslevel und folglich auch die Magenprobleme. 

Erhöhtes Serotonin

Serotonin ist ein vielfältiges Hormon, das nachgewiesenermaßen bei regelmäßiger Meditation ausgeschüttet wird. Im menschlichen Organismus hat es Auswirkung auf viele unterschiedliche Aspekte, wie zum Beispiel dem Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und dem Nervensystem. 

Am meisten wirkt es allerdings auf unsere Stimmungslage, weshalb es auch Glückshormon genannt wird. Durch einen erhöhten Serotoninlevel wirst du automatisch glücklicher. 

Weitere körperliche Vorteile

Neben den bereits genannten (körperlichen) Vorteilen, hat Meditation noch einen positiven Effekt auf:

  • Blutdruck
  • Cholesterin
  • Herzfrequenz
  • Sauerstoffgehalt im Körper

Spirituelle Vorteile

Falls du an den spirituellen Vorteilen der Meditation interessiert bist, hier die Wichtigsten:

  • Ein Gefühl der spirituellen Verbindung
  • Größere Erkenntnisse über dein Leben
  • Erhöhtes Gefühl der Synchronität mit der Welt

Wir möchten diesen Teil bewusst gering halten, da wir der Meinung sind, dass nicht jeder der meditieren lernen möchte, unbedingt an spirituellen Themen interessiert ist. Du kannst uns sehr gerne ein Kommentar hinterlassen, wenn du speziell dazu Fragen hast.

Wie du in diesem Kapitel gesehen hast, bringt Meditation viele Vorteile mit sich. Sowohl für deinen Körper, als auch für deinen Geist. 

Alles in allem hilft dir Meditation dabei, neue Gewohnheiten zu entwickeln oder bestehende abzutrainieren. Wenn du ruhiger, fokussierter, dankbarer und aufmerksamer werden möchtest, dann solltest du dich noch heute hinsetzen und meditieren. 

Mythen und Vorurteile

Jedes Vorurteil und jeder Mythos stellt eine Barrikade zum ultimativen Meditationserlebnis dar. Unter dem Strich sind es die Vorurteile, die dich hindern, richtig zu meditieren. 

Der Schlüssel zu einer echten Meditationssession, ist ein unvoreingenommener Verstand.  

Um eine korrekte Meditationspraktik gewährleisten zu können, musst du zunächst deine eigenen Vorurteile aus dem Weg räumen. Erst anschließend können wir dir zeigen, wie du richtig meditierst.

Mythos 1: Meditation ist anstrengend

Viele Menschen glauben, Meditation sei anstrengend. Dabei sind die Regeln für eine erfolgreiche Session sehr einfach. Was gibt es simpleres, als bewegungslos auf einer Stelle zu sitzen oder zu liegen und sich keine Gedanken zu machen?

Es erfordert im wahrsten Sinne des Wortes keinerlei Anstrengung. 

Gerade am Anfang, kann es dir ungewöhnlich vorkommen, einfach nur dazusitzen und gedankenlos nichts zu tun. Besonders, wenn du einen aktiven Lebensstil gewöhnt bist.

Mythos 2: Du musst deine Gedanken zum Schweigen bringen

Viele Menschen glauben, dass sie ihre Gedanken stoppen und ihren Geist zum Schweigen bringen müssen, um richtig zu meditieren.

Dabei geht es bei der Meditation nicht darum, die eigenen Gedanken auf Abruf zu stoppen.

Diese Praktik ist nicht nur fehl am Platz, sondern führt zu zusätzlichem Stress, da sich dein Verstand gegen eine solche Aggression wehrt.

Für den Anfang kannst du einfach nur dasitzen und deine Gedanken bewusst beobachten. Alleine die Tatsache, dass du Gedanken bewusst wahrnimmst, ist schon ein erster Erfolg, der für deinen weiteren Weg unglaublich wichtig ist.

Du kannst deine Gedanken nicht abschalten, aber du kannst entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit du ihnen gibst.

Dementsprechend solltest du nicht versuchen, deine Gedanken “mit Gewalt” abzustellen. Viel wichtiger ist zu verstehen, dass du nicht auf Knopfdruck “gedankenlos” sein kannst. 

Einfach ausgedrückt: bemerke deine Gedanken, beachte sie aber nicht. 

Es ist wichtig, dass du diesen Unterschied verstehst.

Umso mehr du meditierst, umso besser wirst du die Fähigkeit beherrschen, weniger auf deine Gedanken zu achten. Im weiteren Verlauf deiner Meditationsreise wirst du schließlich merken, wie es dir immer leichter fällt, deine Gedanken auszublenden und im Hier und Jetzt präsent zu sein. 

Wir sind oft so sehr in unseren Gedanken vertieft, dass wir vergessen, dass unsere Welt viel komplexer ist, als das, was wir verstehen und wahrnehmen.

Hier ein Beispiel, dass dem Ganzen mehr Klarheit gibt:

Wenn du Auto fährst, hattest du mit Sicherheit bereits einen Tunnelblick-Moment. Schon nach einer kurzen Zeit auf der Autobahn bekommst du ein “dumpfes Gefühl im Kopf” und fährst auf Autopilot. Nach wenigen Minuten kehrst du wieder in das Bewusstsein zurück und erlangst wieder deine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Erst im Nachhinein realisierst du, dass du zuvor unbewusst gefahren bist.

So ähnlich läuft das auch im Alltag ab. Wenn du häufig meditierst, wirst du diesen Effekt in unterschiedlichen Lebensaspekten erleben. Du wirst erkennen, wie oft du eigentlich auf Autopilot umsteigst und ohne die Momente zu Realisieren und zu Leben. 

Meditation ist die Kunst, seine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu fokussieren, ohne sich von seinen Gedanken einnehmen zu lassen. 

Mythos 3: Meditation ist Realitätsflucht

Liegende Meditation

Oft werden Meditation und Eskapismus (Realitätsflucht) gleichgestellt. Manche Leute glauben sogar, dass Meditation ein egoistischer Versuch ist, Verantwortung in der Realität aus dem Weg zu gehen. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. 

Meditierst du, stellst du dich der Realität und konfrontierst sie. Du machst dir bewusst, was um dich herum geschieht und flüchtest nicht in deine Gedanken. 

Mythos 4: Es dauert Jahre, bis du einen Nutzen daraus ziehen kannst

Das ist schlichtweg falsch. Die Vorteile der Meditation umfassen kurzfristige als auch langfristige Verbesserungen. 

Langfristige Verbesserungen wie zum Beispiel eine erhöhte Gehirnkapazität oder ein besseres Erinnerungsvermögen erfordern langfristige Meditationspraktiken. Es gibt allerdings auch Vorteile, die bereits nach einer Meditationssession spürbar sind, wie zum Beispiel besserer Schlaf oder ein positives Wohlbefinden. 

Mythos 5: Meditation ist gebunden an Religion

Denkst auch du gerade an einen buddhistischen Mönch, der stundenlang in derselben Position vor einem asiatischen Tempel sitzt? Viele Menschen glauben nämlich, dass du Buddhist oder Hindu sein musst, um das volle Meditationserlebnis zu spüren.

Auch dieser Mythos ist nichts weiter als ein Mythos. Meditation ist völlig losgelöst von deiner Religionszugehörigkeit. Somit ist es für deine Meditationspraktik unbedeutend, welcher oder ob du überhaupt einer Religionsgruppe zugehörig bist.

Meditation muss auch nicht spirituell ausgelegt werden. Dein Ziel muss es nicht sein, dein „drittes Auge“ zu öffnen oder deine 7 Chakren zu balancieren. Du kannst auch einfach nur meditieren, weil du deine Gedanken beruhigen oder Stress abbauen möchtest. 

Mythos 6: Meditation ist unproduktiv

Dieser Mythos ist das reinste Gift für deine tägliche Meditationsroutine. Der Gedanke, dass Meditation unproduktiv ist, wird dich am Ende davon abhalten, regelmäßig zu meditieren. 

Ist dein Terminkalender voll, springst du von Meeting zu Meeting und hast dauerhaft Stress? Genau dann brauchst du Meditation mehr denn je.

Sieh es von der Seite: eine schlichte Meditation von 15 bis 20 Minuten morgens und abends, wäre mehr als genug um eine deutliche Steigerung deiner kognitiven Fähigkeiten hervorzurufen. Gerade einmal eine halbe Stunde pro Tag brauchst du dafür aufzuwenden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Meditation dich produktiver machen wird. Nach der morgendlichen Meditation wirst du bei klarem Verstand sein und organisierter durch den Tag gehen. Dadurch wirst du produktiver arbeiten, da du weniger Fehler machst und dadurch Zeit sparst, die du in andere Aufgaben investieren kannst.

Dieser Effekt wird dir darüber hinaus helfen, Entscheidungen zu treffen. Du wirst dich proaktiver fühlen und in der Lage sein, gut durchdachte Entscheidungen zu treffen. Diese wiederum sparen Zeit und Geld.

Meditation ist folglich eine der besten Methoden, um deine Produktivität zu steigern.

Arten der Meditation

Es gibt unglaublich viele Meditationsarten, die sich alle in ihrer Durchführung und Zielsetzung unterscheiden.

Die Wahrheit ist, es gibt Tausende und Abertausende Wege und Möglichkeiten, wie du meditieren lernen kannst. Meist kostenlos und einfach. Obwohl einige Arten der Meditation eine spezifische Schulung erfordern, ist der Großteil für jeden zugänglich.

Solltest du denken “diese Meditationsart kenne ich doch unter einem anderen Namen”, während du diesen Abschnitt durchliest: halte nicht zu sehr an Begrifflichkeiten fest. Letzten Endes ist wichtig, dass du die Meditation richtig praktizierst und von den jeweiligen Vorteilen profitieren kannst. 

Wir geben dir hier einen Schnelldurchlauf der unterschiedlichen Meditationsarten.

Eine allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Meditation findest du in diesem Kapitel an späterer Stelle.

Achtsamkeitsmeditation

Meditation draußen am Strand

Das Ziel der Achtsamkeitsmeditation (en. Mindfulness Meditation) ist es, deine Achtsamkeit zu schärfen und einen Zustand von Mindfulness zu erreichen.

Mindfulness ist ein Zustand, in welchem du dich auf alles konzentrierst, was gerade geschieht, ohne es zu beurteilen. Du bemerkst alles, was um dich herum passiert, ohne zu interpretieren, in einen bekannten Kontext zu ziehen, zu beurteilen, oder zu vergleichen. 

Im Grunde genommen geht es darum, Dinge zu erkennen, ohne auf diese zu reagieren. 

Mindfulness ist eine Haltung der vollständigen Akzeptanz für die Ereignisse (einschließlich Gedanken, Gefühle und mentale Bilder) im gegenwärtigen Moment. Sie lässt sich in sämtliche Aspekte des täglichen Lebens integrieren. Beispielsweise kannst du mindful unter der Dusche stehen, mindful spazieren gehen oder sogar mindful Geschirr spülen.

Mit unserem kostenlosen Mindfulness Newsletter, kannst du mehr dazu lernen, wie dir Mindfulness dabei hilft, dein Leben zu dominieren. Hier ist der Link zum Newsletter.

Die Achtsamkeitsmeditation reduziert nachweislich Angst, Depressionen, Stress, Schmerzen und hilft sogar gegen Krankheiten. Sie ist äußerst einfach und kann überall und von jedem praktiziert werden. In manchen Schulen wird den Kindern Mindfulness vermittelt, weil diese so einfach zu erlernen ist und bei der Konzentration, Aufmerksamkeit, Erinnerung und emotionalen Selbstkontrolle hilft.

Mindfulness Meditation ist eine Meditation für Anfänger und eine tolle Gelegenheit, in das Thema Meditation einzusteigen. Sie ist einfach handzuhaben und hat einen sofortigen und nachhaltigen Einfluss auf deine Stimmung. Bereits nach einer Meditation wirst du die ersten Verbesserungen erkennen. 

Für viele wird die Achtsamkeitsmeditation die geläufigste Art. Vor allem, da diese Meditation auf die körperlichen sowie mentalen Vorteile abzielt und wenig spirituelle Bedeutung hat.

Die Mindfulness Meditation kannst du mit geöffneten oder geschlossenen Augen durchführen. 

Vipassana Meditation

Eigentlich wollten wir es vermeiden, religiöse oder spirituelle Meditationen in diese Liste aufzunehmen, aber die Vipassana Meditation gehört letztendlich in jede Liste populärster Arten von Meditation. 

Die Vipassana-Meditation ist die älteste Art der buddhistischen Meditation. Ihr Ziel besteht darin, dem Meditierenden letztendlich einen Einblick in die Existenz und das Sein zu geben. 

Nach jahrelanger Übung beginnen Meditierende, die Natur von Realität und Existenz zu verstehen. Diese Erkenntnisse wirst du jedoch erst nach Jahren der Hingabe erlangen. Kurzfristige Vorteile gibt es bei der Vipassana fast keine. 

Meditierende erleben nach wenigen Monaten bereits Verbesserungen in puncto Konzentration, Stress und Aufmerksamkeit. Die tiefen spirituellen Einsichten kommen jedoch erst mit viel Erfahrung. 

Jede Meditationssitzung sollte mindestens eine Stunde dauern. Stelle dir einen Wecker, damit du während dem Meditieren nicht zu sehr mit der Zeit beschäftigst.

Die Vipassana-Meditation hilft körperlich, geistig sowie spirituell. Nicht nur wird sich deine Aufmerksamkeit sowie Konzentration verbessern, sondern genauso deine spirituelle Verbindung.

Diese Meditation ist ideal für Meditierende, die nach spiritueller Erleuchtung suchen

Wenn du lediglich an den körperlichen und mentalen Vorteilen interessiert bist, versuch es beispielsweise mit der Mindfulness Meditation. 

Konzentrative Meditation

Konzentrative Meditation oder auch fokussierte Meditation, ist eine Meditationstechnik, bei der du während der Meditationssession deine gesamte Aufmerksamkeit auf ein Objekt richtest. Dieses Objekt kann ein physisches Objekt (Stuhl, Tisch, Couch …), deine Atmung, ein Körperteil von dir, Geräusche um dich herum sein oder sogar etwas, was du dir vorstellst.

Das Einzige, was du bei dieser Meditationsweise beachten musst, ist, dass du deine Gedanken immer wieder auf das spezifische Objekt zurückbringst, sobald diese anfangen zu wandern. Erlaube deinen Gefühlen, unverändert zu entstehen. Beachte sie und lasse sie los.

Richte deine Aufmerksamkeit auf das Objekt, welches du konzentriert wahrnehmen willst. Viele Menschen entscheiden sich für ihren Atem. Versuche dabei nicht, den Fokus beziehungsweise deine Aufmerksamkeit auf das Objekt zu erzwingen und sei nicht frustriert, wenn du abgelenkt wirst, oder Anlaufschwierigkeiten hast. Das sorgt für Stress und ein Zwangsgefühl. Solltest du zu sehr abgelenkt sein, konzentriere dich einfach auf ein neues Objekt. 

Bei der Auswahl des Objektes für die Concentration Meditation, musst du darauf achten, dass das Objekt angenehme Emotionen hervorruft, ohne zu viel Aufregung oder Langeweile zu erzeugen.

Solltest du dich für einen Gegenstand entscheiden, der für dich von Bedeutung ist, achte darauf, dass dich deine Erinnerungen nicht ablenken. Dein Ziel soll es sein, dich auf das Objekt selbst zu konzentrieren und nicht auf die Dinge, mit denen du es verbindest.

Schenke den ablenkenden Gedanken so wenig Beachtung wie möglich. Das Ziel der Concentrative Meditation ist es, den Geist für eine fortwährende Konzentration zu trainieren.

Machst du dir Gedanken, ganz gleich welcher Art, nimm sie wahr und richte anschließend deine Aufmerksamkeit auf das Objekt, auf das du dich fokussieren möchtest.

Gänzlich ignorieren solltest du diese Gefühle und Gedanken allerdings nicht. Das ist schlichtweg nicht möglich und führt dazu, dass du enttäuscht, frustriert oder irritiert bist, was dich daraufhin noch mehr ablenkt. 

Deshalb gilt: bemerke die vermeintlich störenden Gedanken und kehre danach zum Objekt der Konzentration zurück.

Es erfordert ein feines Gespür und reichlich Übung, um den Fokus auf das Objekt in der richtigen Balance zu halten. Konzentrierst du dich zu sehr auf das Objekt, und blendest alles um dich herum aus, wirst du dich angespannt fühlen und dein spiritueller Fortschritt wird behindert. Konzentrierst du dich zu wenig, wirst du rasch abgelenkt und die Meditation verliert ihren Effekt. 

Walking Meditation

Mindfull am Strand entlang laufen

Die Walking Meditation ist eine außergewöhnliche Meditationsart, die wir nicht unbedingt einem Anfänger empfehlen würden. 

Diese Meditationsart zielt darauf ab, Achtsamkeit zu üben.

Sie erfordert viel Konzentration und ist besonders geeignet für Personen mit einem sehr aktiven Geist und Vorstellungskraft, die lernen wollen, wie sie ihren Geist beruhigen und zentrieren können. 

Es gibt keine festgelegte Art und Weise, eine Walking Meditation durchzuführen. Je nachdem wie du sie auslegst, fördert sie einen tiefen Fokus, Konzentration oder dein Bewusstsein.

Gerade als Anfänger kann es hilfreich sein, sich nur auf sein eigenes Gehen zu konzentrieren. Das mag zwar einfach klingen, sobald du allerdings anfängst, wirst du merken, wie komplex das eigentlich ist. 

Um anzufangen, solltest du dir einen ruhigen Ort suchen, an dem du nicht gestört oder abgelenkt wirst. Besonders für Außenstehende mag die Gehmeditation seltsam aussehen, weshalb du dir vielleicht einen Raum aussuchen möchtest, in dem du nicht gesehen wirst. 

Bevor du mit der Meditation beginnst, verbringe ein oder zwei Minuten damit, einfach dazustehen, tief einzuatmen und deine Aufmerksamkeit deinem Körper zu widmen.

Im Idealfall solltest du mindestens 15 Minuten lang meditieren. 

Dein Lauftempo sollte dabei konstant und gleichmäßig sein. Wenn dein Verstand aufgeregt ist oder deine Konzentrationsfähigkeit schwach ist, gehe langsamer, bis du mit jedem Schritt im gegenwärtigen Moment bleiben kannst.

QiGong Meditation

QiGong ist eine alte chinesische Praktik, die darauf abzielt, den Geist, Verstand und Körper zu vereinen. Dabei nutzt du Energie oder auch Qi (wird “chi” ausgesprochen) um dieses Gleichgewicht herbeizurufen. Die QiGong Meditation kannst du auf zwei Wegen durchführen: im Sitzen oder im Stehen, mit langsamen Bewegungen. 

Dabei wird zwischen Yin-Energie (still und sitzend) und Yang-Energie (aktiven Bewegungen) unterschieden. 

QiGong umfasst viele unterschiedliche Bewegungen mit teils komplexen Atem- und Körperhaltungen. Deshalb empfehlen wir dir, um die besten Ergebnisse zu erzielen, einen professionellen Lehrer aufzusuchen. 

Diese Meditationsart ist eine tolle Möglichkeit für jeden, der dynamische und körperbetonte Meditationen ausprobieren möchte.

Chakra Meditation

Chakren sind die Energiezentren des Körpers, die an der Basis der Wirbelsäule beginnen und sich bis zur Oberseite des Kopfes ausbreiten. Es gibt sieben Hauptchakren im Körper, die jeweils einem bestimmten Attribut unserer Persönlichkeit entsprechen.

Die Chakra Meditation zielt darauf ab, diese Energiezentren zu balancieren und auszugleichen. Deshalb ist sie ideal für alle, die eine spirituelle und körperliche Änderungen anstreben. 

Sie fällt unter die Imaginationsmeditation, weshalb sie für jeden geeignet ist, der visuell veranlagt ist.

Der beste Weg eine Chakra Meditation durchzuführen, ist einer geführten Meditation zu folgen. Guided Meditationen sind ideal für Chakra Meditationen, vor allem wenn du dich vorher noch nie mit dem Chakra-System auseinandergesetzt hast. Du könntest Schwierigkeiten haben, dir die Farben und Funktionen der jeweiligen Chakren zu merken. 

Lerne alle Details zur Chakra Meditation in unserem ausführlichen Artikel.

Geführte Meditation 

Geführte Meditation (en. guided meditation) ist zum Großteil ein modernes Phänomen. Diese Art der Meditation ist wohl der einfachste Weg, gerade für Anfänger, sich mit dem Meditieren auseinanderzusetzen. 

Dabei ist sie im Grunde genommen nur eine Meditation, die, wie der Name bereits sagt, von jemand anderem geführt wird. Deshalb kannst du zum Beispiel eine Chakra Meditation oder eine konzentrative Meditation als geführte Meditation durchführen. 

Geführte Meditation ist in vielerlei Hinsicht nützlich. Besonders wirksam ist sie bei Anfängern, da sie dich in regelmäßigen Abständen “zurückholt” und deinen Fokus auf das Wesentliche richtet. Allerdings ist sie nicht nur hilfreich für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene, die verschiedene Techniken ausprobieren wollen oder entsprechend Probleme haben, ihre Aufmerksamkeit zu kontrollieren.

Mantra Meditation

Paar meditiert gemeinsam

Eine Mantra Meditation ist eine Meditation, die sich auf ein Mantra konzentriert. Mantras sind Worte und Sätze und können heilig oder eine beliebige Phrase sein, die das Gefühl von Frieden und Harmonie vermitteln. 

Mantra Meditationen sind uralt. Ursprünglich waren sie religiöser Herkunft, die mit bestimmten Gottheiten und Glaubensrichtungen verbunden waren. Heute konzentrieren sie sich jedoch mehr auf Spiritualität und auf dein persönliches Zentrum. 

Diese Art der Meditation ist einfach durchzuführen und deshalb für jeden geeignet. Sie vermittelt das Gefühl von Zentriertheit und Frieden.

Um eine Mantra Meditation durchzuführen, musst du dich im ersten Schritt bequem hinsetzen und deine Augen schließen. Konzentrieren dich dann für einige Minuten auf deinen Atem und entspanne sämtliche Muskeln in deinem Körper. 

Sobald du merkst, dass du dich in einem ruhigen Geisteszustand befindest, wiederhole das Mantra laut. Sag es langsam, während du ausatmest, um die Schwingung des Wortes besser zu fühlen. 

Wiederhole das Mantra für 10-15 Minuten.

Einige beliebte Mantras sind “OM”, “YAM” oder “RAM, wobei letztere sogenannte Chakra Mantras sind. Diese Meditationsart wird fälschlicherweise auch OM Meditation genannt.

Kannst du mit Mantras nichts oder nur wenig anfangen, schau dir unseren Artikel zu den 5 Top Mantras an.

Open Awareness Meditation

Open Awareness Meditation oder auch Choiceless Awareness genannt, ist eine Meditationsart, in welcher du dein Bewusstsein öffnest, um alles in deiner Umgebung wahrzunehmen, ohne dich auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren. Im Grunde genommen, genau das Gegenteil der konzentrativen Meditation.

Du nimmst alles bewusster wahr und priorisierst die Gegenstände nicht. Das kann dem ein oder anderen, besonders am Anfang, schwerfallen, da unser Verstand so eingestellt ist, Dinge zu filtern und zu priorisieren. Dafür bedarf es allerdings eine gewisse Ruhe im Bewusstsein, um ohne Grenzen und Führung einfach nur anwesend zu sein. 

Deshalb wird bei dieser Art der Meditation der Geist mit einem offenen Himmel verglichen. Der Praktizierende beobachtet die Wolken (Gedanken), die an ihm vorbeiziehen.

Ähnlich wie die geführte Meditation, ist die Open Awareness Meditation eine übergeordnete Meditationsart. Die Zazen Meditation und Vipassana Meditation zum Beispiel, sind Open Awareness Meditationen. 

Nochmal: meditierst du mit der Open Awareness Meditation, bedeutet das, dass du dein Bewusstsein offen lässt. Alles was geschieht, lässt du geschehen. Du machst dir bewusst, was passiert, beurteilst, interpretierst oder priorisierst nichts. 

Streng genommen ist dies der wahre Sinn hinter dem Meditieren. Alle traditionellen Meditationstechniken erkennen, dass das Fokussieren auf ein Objekt oder der Prozess der Überwachung nur Mittel sind, um den Geist zu trainieren. Dadurch lassen sich mühelos innere Stille und tiefere Bewusstseinszustände erreichen. 

Meditation lernen: wie meditiert man richtig?

Um herauszufinden, wie Meditation genau funktioniert und was mit deinem Kopf und deinem Körper bei der Meditation passiert, musst du dir zunächst das Konzept der Gehirnwellen anschauen.

Dafür hilft ein Verständnis des Zusammenhangs zwischen Gehirnwellen und dem jeweiligen Gemütszustand. Dementsprechend kommt es immer darauf an, was du durch das Meditieren erreichen möchtest. 

Möchtest du dich zum Beispiel deiner Angst stellen, deine Kreativreserven anzapfen oder deine Schlafprobleme beseitigen, musst du in jedem Szenario eine unterschiedliche Meditation anwenden müssen. Für jedes Szenario musst du eine andere Gehirnwelle ansprechen. 

Dementsprechend hilft zunächst Gehirnwellen und die jeweiligen Gehirnzustände zu verstehen, um die gewünschten Resultate bewusst hervorrufen zu können. 

Gehirnwellen und Meditation

Blatt mit Frequenzen

Je nach Gemütszustand, agiert dein Gehirn auf unterschiedlichen Hirnfrequenzen. Jeder Gemütszustand wie Glück, Stress oder Entspannung hat eine dominante Gehirnwellenfrequenz, die diesen definiert. 

Eine Meditation für Anfänger, wenn du vom Alpha- oder Betazustand in den Thetazustand gelangen möchtest, ist das Konzentrieren auf den eigenen Atem. Der Atem und der Geist arbeiten im Tandem. Sobald sich dein Atem zu verlängern beginnt, verlangsamen sich genauso die Gehirnwellen.

Alphawellen

Alphawellen bewegen sich in einem Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hertz. Sie sind die “Kraft des jetzt” und stehen für Entspannung und Ruhe. Wenn du Mindfulness übst oder meditierst, läuft dein Gehirn typischerweise auf Alphawellen.

Alphawellen unterstützen Wohlbefinden, Ruhe, Wachsamkeit, Integration von Geist und Körper und Lernen.

Betawellen

Betawellen bewegen sich in einem Frequenzbereich zwischen 13 und 38 Hertz und stehen für unseren normalen Wachzustand. Sie treten auf, bei Ausrichtung deiner Aufmerksamkeit auf geistig anspruchsvolle Aufgaben.

Depressionen und Angstzustände werden im Übrigen auch mit Betawellen in Verbindung gebracht. 

Thetawellen

Thetawellen, die zwischen 4 bis 7 Hertz schwingen, treten während dem Schlafen auf und sind mit tiefer Entspannung und Visualisierung verbunden.

Außerdem treten sie in der tiefen Meditation auf. Der Thetazustand ist ein Dämmerungszustand, den wir normalerweise nur flüchtig erleben, wenn wir aufwachen oder in den Schlaf driften. 

In Theta befindest du dich in einem Traum. Du siehst lebendige Bilder, verfügst über eine ausgeprägte Vorstellung, jenseits unseres normalen Bewusstseins. 

Deltawellen

Deltawellen, die unter 4 Hertz schwingen, sind ähnlich wie Thetawellen und treten während unseres Schlafzyklus auf.

Diese Art der Gehirnwellen sind langsam und bewegen sich in einem niedrigen Frequenzbereich. Sie entstehen in tiefster Meditation und traumhaftem Schlaf. Heilung und Regeneration werden in diesem Zustand angeregt. Deshalb ist ein tiefer und erholsamer Schlaf für den Heilungsprozess so wichtig.

Gammawellen

Gammawellen sind weitgehend unerforschte Gehirnwellen, die sich in einem Frequenzbereich zwischen 39 und 100 Hertz bewegen. Sie sind vor allem bei einer höheren geistigen Aktivität und höheren Zuständen der bewussten Wahrnehmung vertreten.

Bedeutet das, bestimmte Arten von Gehirnwellen sind besser als andere? Die Antwort ist nein. Jeder Gehirnstrom hat eine andere Funktion. Tagsüber möchtest du vielleicht eine bestimmte Gehirnwelle häufiger oder zu verschiedenen Zeiten und Aktivitäten produzieren. Das erfordert ein gewisses Maß an Kontrolle, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.

Erfahre mehr zum Thema Gehirnwellen in unserem umfangreichen Artikel zu diesem Thema an.

Wissenschaft & Meditation: Meditation für Skeptiker

Kommen wir zu dem Teil des Artikels, der besonders für die Skeptiker unter uns interessant ist.

Die Meditation hat sich in der Wissenschaft bereits in vielerlei Hinsicht etabliert. Es gibt unzählige Studien, die die Wirkungsweise und die Vorteile der Meditation wissenschaftlich belegen. 

Wir haben dir hier eine Übersicht der, aus unserer Sicht, relevantesten Studien erstellt: 

  • Meditation und Stressreduzierung: The Harvard Gazette, zur Studie
  • Meditation und Fokus: The Harvard Gazette, zur Studie
  • Meditation und Depression: The Harvard Gazette, zur Studie
  • Meditation und Schmerzen: US National Library of Medicine, zur Studie
  • Meditation und emotionale Intelligenz: American Psychological Association, zur Studie
  • Meditation und Selbstkontrolle: Stanford Medicine, The Center for Compassion and Altruism Research and Education, zur Studie
  • Meditation und Gedächtnis: ScienceDirect, zur Studie

Die Wissenschaft konnte der Meditation viele positive Auswirkungen auf den Körper und die mentale Gesundheit nachweisen. Stressabbau, weniger Schmerzen und die Verbesserung der Gedächtnisleistung sind nur einige wenige Beispiele für die vielen Vorteile der Meditation.

Meditation Anleitung: richtig meditieren Schritt für Schritt

Grundsätzlich gibt es nicht “die eine” Anleitung, wie du richtig meditierst. Je nachdem, welches Ziel du erreichen möchtest und welche Meditationsart du anwendest, gibt es unterschiedliche Anweisungen, die es zu berücksichtigen gilt. Wir von Mindmonia haben dir hier eine praktische 3-Schritt-Anleitung erstellt, die sich mit den meisten Meditationsarten deckt.

Schritt 1: Bereite dich vor

In der Welt der Meditation gibt es ein Konzept, mit dem der ideale Ausgangszustand zur Meditation beschrieben wird: the beginner’s mind oder auch Shoshin genannt.

Shoshin wird ein unvoreingenommener und vorurteilsloser Verstand genannt, mit dem du dich im optimalen Zustand zum Meditieren befindest. Dabei verfolgt Shoshin mehrere Prinzipien: 

  • Beginne ohne Erwartungen 
  • Lege jegliche Vorurteile ab
  • Einfachheit
  • Demut
  • Erlebe die Realität im gegenwärtigen Moment
  • Sei auf alles vorbereitet
  • Leiste keinen Widerstand 

Einfachheit bedeutet in diesem Kontext: Weniger ist mehr. Je einfacher, desto besser. Verbanne alles, was im aktuellen Moment unwichtig ist, aus deinem Kopf. 

Einfachheit ist ein Grund, warum die meisten Menschen Probleme mit dem Meditieren haben. Halte dich nicht an starre Anweisungen und Regeln, wie man richtig meditiert. Ansonsten sitzt du die ganze Zeit da und machst dir Sorgen, ob du alles richtig gemacht hast. Das sorgt im Endeffekt nur für Ablenkung und behindert deine Meditationserfahrung. Meditation ist ein Prozess, bei dem du loslassen sollst. Bedenken hindern dich lediglich dabei.

Deshalb: halte die Meditation stets einfach.

Eine weitere Schlüsseleigenschaft für erfolgreiches Meditieren ist Demut. Die Haltung der beständigen Demut ist in vielerlei Hinsicht ein entscheidender Faktor für die Ausübung der Meditation. Versuche stets mit einer offenen Haltung und Demut zu meditieren.

Die wunderbarsten und schönsten Einsichten kommen dann nämlich von selbst.

Wenn du beginnst zu meditieren, solltest du bereit sein, alles zu erleben, was um dich herum passiert. Sobald du dieses Konzept verinnerlicht hast, wirst du feststellen, dass die Angst vor unangenehmen Gedanken und Gefühlen verschwindet. Dinge, vor denen du zuvor noch nach Ablenkung gesucht hast, verlieren an Intensität und somit ihre Macht über dich. 

Das ist der Moment, an dem du von wahrem Seelenfrieden sprechen kannst.

Wie bereits erwähnt, stehen Vorurteile der meditativen Erfahrung im Weg. Bei der Meditation geht es im Kern darum, die Realität im gegenwärtigen Moment zu erfahren und nicht das alte, abgenutzte Denken von gestern mitzunehmen.

In diesem Zusammenhang gilt: die beste Einstellung, die du während einer Meditationssitzung haben kannst, ist ein beginner’s mind. Also hege und pflege diese Einstellung.

Nachdem wir dir die richtige Einstellung zum Meditieren vorgestellt haben, hier noch einige Tipps zur Vorbereitung, wie du optimal meditieren kannst: 

  • Finde einen Platz mit wenig Ablenkung. Ablenkung an sich ist zwar nicht schlimm, aber gerade für den Anfang ist es besser, mit weniger Ablenkung zu beginnen.
  • Fang klein an. 3 – 5 Minuten Meditation am Tag sind für den Anfang vollkommen ausreichend.
  • Setze dir einen Timer, damit du gedanklich nicht abgelenkt bist.
  • Schalte Telefone, Fernseher, Smartphones und sonstige Störfaktoren aus.
  • Lass beruhigende Hintergrundmusik laufen.
  • Versuche wenig Zucker und Koffein zu dir zu nehmen. Es ist schwieriger, ruhig auf einer Stelle zu sitzen, wenn du zuvor übermäßig Zucker und Koffein zu dir genommen hast.
  • Gerade bei längeren Sitzungen solltest du dich dehnen, ehe du beginnst. Das lockert die Muskeln und löst Spannungen in deinem Körper.
  • Trage bequeme Kleidung. Fühlst du dich aufgrund deiner Kleidung unwohl, ist es schwierig, den Geist zu beruhigen und Ablenkungen zu unterbinden. Versuche während der Meditationspraxis lose Kleidung zu tragen und ziehe deine Schuhe aus.

Schritt 2: Einfache Meditationen

Nachdem die Vorbereitung abgeschlossen ist, kannst du im nächsten Schritt mit der Meditation anfangen. 

1. Finde eine bequeme Position 

Setze dich dafür auf dein Bett, einen Stuhl oder wo immer es dir gemütlich ist. Wichtig ist nur, dass du dich wohlfühlst. Gerne kannst du dich hinlegen, allerdings empfehlen wir Anfängern, im Sitzen zu meditieren, da es relativ einfach ist dabei einzuschlafen. 

Traditionell wird Meditation im Lotussitz praktiziert aber diese Position kann besonders für Anfänger unbequem sein, da es meistens an Flexibilität in den Beinen, Hüften und im unteren Rücken fehlt. Suche dir am besten eine bequeme Körperhaltung aus, die es dir erlaubt, mit einer ausgeglichenen und aufrechten Haltung zu sitzen. 

Tatsächlich macht es keinen Unterschied, ob du in dem bekannten Lotussitz, oder einfach auf einem Stuhl sitzend, meditierst. Die Ergebnisse und Erlebnisse sind in den meisten Fällen dieselben. 

Der wichtigste Punkt bei der Haltung ist, dass du bequem, entspannt und mit einem ausgeglichenen Oberkörper da sitzt, damit deine Wirbelsäule dein gesamtes Gewicht von der Taille an unterstützen kann.

2. Öffne oder schließe deine Augen

Schließe deine Augen. Selbstverständlich kannst du auch mit geöffneten Augen meditieren. Allerdings ist es gerade für Anfänger einfacher, mit geschlossenen Augen zu meditieren, da du so den visuellen Ablenkungen aus dem Weg gehst.

3. Atme bewusst ein und aus

Beginne nun auf deine Atmung zu achten. Nimm drei bis vier tiefe Atemzüge und konzentriere dich bewusst auf das Ein- und Ausatmen. Fühle, wie dein Bauch auf- und absteigt, während du atmest. Versuche dabei nicht, dein Atemmuster bewusst zu ändern, sondern atme einfach ganz normal. 

Stelle dir bildlich vor, wie du in diesen ersten Atemzügen negativ Energie ausatmest, positive einatmest und dich mental auf die Meditation fokussierst.

Versuche, dich nur auf deine Atmung zu konzentrieren. Denke nicht über deine Atmung nach und beurteile sie nicht. Zum Beispiel der Gedanke: “War dieser Atemzug kürzer als der letzte”. Versuche einfach, deinen Atem kennenzulernen und dir diesen bewusst vor Augen zu führen. 

4. Halt deinen Körper still

Konzentriere dich im nächsten Schritt auf deinen Körper, nachdem du deine Atmung stabilisiert hast. Halte ihn still und bewege dich nicht. Vor allem am Anfang ist dieser Teil schwierig. Auf der einen Seite solltest du entspannen, auf der anderen musst du bewusst darauf konzentrieren, regungslos dazusitzen, was das Gegenteil ist. 

5. Lasse los

Nachdem du deinen Körper für mehrere Minuten still gehalten hast, musst du loslassen.

Erlaube allem, was geschieht, zu geschehen, ohne irgendetwas ändern zu wollen. Vermeide es außerdem, die Geschehnisse zu beurteilen, zu priorisieren oder zu interpretieren.

Lasse es einfach passieren. 

Fährt zum Beispiel ein Auto vorbei, interessiert es dich nicht, wer in diesem Auto sitzt, oder wie alt das Auto ist. Du nimmst nur den aktuellen Moment wahr, und zwar, dass ein Auto vorbeigefahren ist. Außerdem solltest du nicht an vergangenen Events festhalten. Nachdem das Auto vorbeigefahren ist, verbanne diesen Gedanken aus deinem Kopf und konzentriere dich auf das Jetzt. 

Beende die Meditation nach 20 Minuten, in dem du langsam deine Augen öffnest und langsam zum normalen Modus zurückkehrst.

Stadt mit Gebäuden und Autos

Schritt 3: Entwickle eine Routine

Im dritten und letzten Schritt geht es darum, eine kontinuierliche Meditationsroutine zu entwickeln. 

Mach es zu einer Gewohnheit, täglich zu meditieren. Lege eine regelmäßige Meditationszeit fest und überlege dir, wo und wann die Sitzungen stattfinden sollen. Wir von Mindmonia empfehlen, zweimal täglich für etwa 20 Minuten zu meditieren. Dabei solltest du die erste Session nach dem Aufstehen und die zweite Session nach dem Abendessen einlegen. 

Um das bewerkstelligen zu können, solltest du dich an drei Prinzipien halten: kurz – heute – regelmäßig.

Setze dir regelmäßig kleine Mini-Ziele für das Meditieren, um am Ball zu bleiben. Ein solches Mini-Ziel kann lauten: “Ich möchte heute für 3 bis 5 Minuten meditieren”. Behalte dein Mini-Ziel im Kopf und meditiere, egal was heute passiert. 

Warum sind diese Mini-Ziele so wichtig? Sobald du darüber nachdenkst, heute 20 oder 30 Minuten zu meditieren,, ist es möglich, dass du erst gar nicht mit dem Meditieren anfängst. Deshalb ist es einfacher, eine 3 – 5 Minuten Session zu einer vollwertigen Meditationssession zu verlängern. Du kannst dir eine kleine Erinnerungen schreiben, die dich an dein Mini-Ziel erinnern. 

Selbst wenn du es nicht schaffen solltest, länger als 5 Minuten zu meditieren, vergiss nicht: kurze und regelmäßige Meditationssitzungen sind besser als lange und unregelmäßige.

Ein weiterer Hinweis an der Stelle: Konzentriere dich nur auf dein Ziel heute. Versuche nicht, die Meditationssitzung von gestern nachzubilden. Jede Meditation ist einzigartig. Sei nicht frustriert deswegen, wenn sich heute anders anfühlt als gestern. 

Lasse dich außerdem nicht demotivieren, wenn du nicht zum “Moment des Loslassens” kommen solltest. Selbst Leuten, die jahrelang meditieren, passiert es, dass sie sich nicht ausreichend entspannen können. Rege dich nicht auf, wenn das passiert. 

Du solltest außerdem das Meditieren nicht als abgeschnittene Session sehen, die du täglich durchführst, sondern als Lebensstil. Sie ist nicht vom Rest deines Lebens getrennt, sondern vielmehr ein Teil davon. Es handelt sich um eine Lebenseinstellung, die auf der Idee basiert, deine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was du im gegenwärtigen Moment erlebst, was auch immer das sein mag.

Im Grunde genommen ist es nicht viel mehr, als sich dessen bewusst zu werden, was du tust.

Die Sache ist die: es bedarf keiner zusätzlichen Anstrengung, um bewusst Mindfulness im täglichen Leben zu praktizieren.

Du beginnst zu bemerken, wann deine Aufmerksamkeit aus der Gegenwart abweicht und du quasi auf Autopilot umstellst. Dann hast du die Möglichkeit, deine Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwärtigen Moment zurückzubringen. Du wirst überrascht sein, wenn du bemerkst, wie oft du unterbewusst Dinge unternimmst.

Jetzt, nachdem du dieses Kapitel gelesen hast, kennst du eine bewährte Praktik, die bei uns funktioniert hat und die besonders für Anfänger die besten Ergebnisse erzielt.

Gerade für den Anfang ist es am besten, mit einem sehr einfachen Ansatz zu beginnen, da jede Ebene der Komplexität die du hinzufügst deine Fähigkeit, effektiv zu meditieren, behindert. 

Meditationsübungen

Nachdem wir dir eine praktische Anleitung mitgegeben haben, möchten wir dir in diesem Kapitel drei Übungen vorstellen, mit denen du deine Fähigkeit, zu meditieren, verbessern wirst. Diese Übungen kannst du zu Hause beliebig oft wiederholen.

Die nachfolgenden Übungen solltest du der Reihenfolge nach durchführen. 

Übung 1: Halte deinen Körper still

In der ersten Übung geht es darum, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verbessern. Suche dir für diese Übung einen Platz, an dem du in Ruhe und ungestört alleine sein kannst. 

Setze dich in einer komfortablen Position hin. Gebe dich dem Gefühl, dass du entspannt bist, in einem regulierten Maße hin. Sei entspannt und dennoch mit dem Verstand im gegenwärtigen Moment präsent.

Lasse deinen Gedanken freien Lauf. In dieser Übung geht es schließlich um die Beziehung zwischen dir und deinem Körper. 

Halte deinen Körper zwischen 10 und 30 Minuten komplett ruhig. 

Bewegst du dich leicht, ist das in Ordnung (zum Beispiel, weil du atmen musst). Breche die Übung deshalb nicht ab. Gib einfach dein Bestes und versuche so lange wie möglich so ruhig wie möglich zu bleiben.

Beginne am besten bei 5 Minuten Übungszeit. Versuche so still wie möglich zu bleiben und vor allem, regelmäßig zu üben. Dein Ziel sollte sein, bei etwa 20 bis 30 Minuten fehlerfreiem Stillhalten anzukommen. Dabei hilft es, einen Timer einzustellen, da du sonst von dem Zwang, nachzuschauen wie lange du bereits übst, zu sehr abgelenkt wirst.

Lasse dich nicht demotivieren, wenn du Anlaufschwierigkeiten hast. Diese Übung ist nicht einfach. Das wissen wir. Die korrekte Ausführung der Übung ist übrigens wichtiger als die Dauer, wie lange du üben kannst. Letzten Endes ist es besser, 5 Minuten lang fehlerfrei zu üben, als 20 Minuten mit Fehlern. 

Gehe nicht zur zweiten Übung über bevor du behaupten kannst, eine gute Kontrolle über deinen Körper zu haben.

Wir wissen diese Übung ist herausfordernd und erfordert Disziplin aber du schaffst das.

Die Kontrolle über deinen Körper ist von großer Bedeutung, um die Verbindung zwischen deinem Geist und deinem Körper wiederherzustellen. Ehe du also anfängst, die Kontrolle über deinen Geist wiederzuerlangen, solltest du lernen, deinen Körper zu kontrollieren.

Übung 2: Kontrolliere deine Gedanken

Person meditiert im Büro

In der zweiten Übung geht es darum, die Kontrolle über den eigenen Geist zu verbessern.

Da du jetzt deinen Körper kontrollieren kannst und völlig nach Belieben still sitzen kannst, ist es an der Zeit, bewusst die Kontrolle über deine Gedanken zu erlangen. Starte die gleiche Prozedur wie bei der ersten Übung. Sobald du deinen Körper vollständig beruhigt hast, versuche nun die Gedanken zu reduzieren.

Wir sagen ausdrücklich nicht Gedanken stoppen, sondern reduzieren. Das Stoppen kommt über die Zeit hinweg mit viel Übung.

Du kannst deine Gedanken nicht aufhalten.

Jedoch wirst du feststellen, dass allein der Versuch alle deine Gedanken zurückzuhalten eine unglaubliche Disziplin aufbaut und du bis zu einem gewissen Grad, die Kontrolle über deine Gedanken bekommst.

Diese Übung ist besonders herausfordernd. Wir können die erste Übung ziemlich konsequent mit ein wenig Willenskraft durchführen. Diese zweite ist viel komplizierter als die erste Übung.

Unabhängig davon, solltest du diese Übung so lange fortsetzen, bis du anfängst, ein gewisses Maß an Kontrolle über deine Gedanken zu erlangen.

Lass dir allerdings gesagt sein: die Momente der Gedankenkontrolle halten nicht länger als ein paar Augenblicke an. Pro Übung wirst du es also nicht schaffen, länger als ein paar Sekunden lang, Bruchteile deiner Gedanken zu kontrollieren. Selbst das ist bereits ein großer Erfolg. 

Diese Übung ist unglaublich wichtig, wenn du deine Meditationsfähigkeit verbessern willst. 

Übung 3: Kombiniere deinen Körper und Geist

Beginne nochmals mit dem Ablauf aus den ersten beiden Übungen. Setze dich entspannt und zugleich wachsam hin und versuche deine Gedanken, so gut es geht zu hemmen und zu kontrollieren.

Dieses Mal jedoch, während du das tust, entspanne dich und lasse los. 

Das mag fürs Erste ein wenig widersprüchlich klingen, wenn du dich fleißig mit diesen drei Übungen beschäftigst, wirst du feststellen, dass sie machbar sind.

Du hemmst alle deine Gedanken so weit wie möglich. Dieses Mal aber entspannst du dich und lässt deine Muskeln auf natürliche Weise lockern. Du entscheidest bewusst, dass du jeden Muskel entspannen wirst, bis du dich ruhig und erholsam fühlst und in Frieden mit dir selbst bist.

Führe diese Aufgabe so ausführlich wie möglich durch.

Denke daran: körperliche Spannung führt zu geistiger Unruhe. Körperliche Entspannung ist eine Übung des Willens.

Meditation Tipps: 14 Tipps für mehr Erfolg beim Meditieren

Jeder, der bereits über einen längeren Zeitraum erfolgreich meditiert, weiß, dass Meditation eine starke Basis für das Wohlbefinden sein kann. Wenn Meditation zur Gewohnheit wird, wird sie zu einer zuverlässigen Quelle des Friedens und der Ruhe.

Um die Wahrheit zu sagen, es ist bekannt, dass es schwierig ist, regelmäßig zu meditieren und eine Gewohnheit aufzubauen. In unserem stressvollen Leben scheint die Meditation nicht unbedingt eine hohe Priorität zu haben.

Deshalb haben wir dir die folgenden Tipps zusammengetragen. Kombiniere diese mit den oberen Anleitungen und Informationen, um die besten Meditationserlebnisse zu genießen.

Meditation Tipp 1: Zähle deine Atemzüge

Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Atemzüge, während du meditierst. Richte den Fokus auf deinen Atem, wenn du einatmest, und folge ihm durch deine Nase bis hinunter zu deiner Lunge. Zähle „eins“ beim einatmen und „zwei“ wenn du ausatmest. Wiederhole dies zehnmal und beginne dann wieder bei eins. 

Hast du Probleme mit dem Loslassen und kannst dich nicht entspannen, ist dieser Tipp besonders hilfreich. 

Meditation Tipp 2: Versuche nicht, das Nichts-Denken zu erzwingen

Viele Menschen glauben, dass es beim Meditieren darum geht, den Geist zu reinigen oder alle Gedanken zu stoppen. Darum geht es allerdings nicht. Manchmal kann es zwar passieren, dass du deine Gedanken kontrollieren kannst. Das ist aber nicht das Ziel der Meditation. 

Es ist in Ordnung, wenn du Gedanken während dem Meditieren hast. Das ist normal. Unser Gehirn ist eine Gedankenfabrik, die wir einfach nicht abschalten können. Versuche stattdessen einfach, die Fokussierung deiner Aufmerksamkeit zu verbessern.

Meditation Tipp 3: Lerne dich kennen

Beim Meditieren geht es nicht nur darum, die eigene Mindfulness zu stärken. Es geht auch darum, zu verstehen, wie dein Verstand funktioniert. 

Es mag zwar am Anfang verwirrend sein, beobachtest du deine Gedanken allerdings lange genug in einer neutralen Weise, wirst du gewisse Muster erkennen und dich selbst besser verstehen, beziehungsweise kennenlernen. 

Meditation Tipp 4: Achte auf deinen Körper

Eine weitere Möglichkeit, die dabei hilft Verspannungen in deinem Körper zu lösen, ist, deine Aufmerksamkeit bewusst auf gewisse Körperteile zu richten. Beginne am besten an den Füßen und bewege dich langsam von den Spitzen deiner Füße bis hin zur Spitze deines Kopfes hoch.

Meditation Tipp 5: Verpflichte dich zum Meditieren

Gehe nicht mit der Einstellung „Sicher, ich werde das ein paar Tage lang ausprobieren“ an die Thematik ran. Du musst dem Ganzen eine gewisse Bedeutung geben und dich wirklich dafür einsetzen. Dann und nur dann wirst du das Meditieren ernst nehmen und somit regelmäßig üben.

Meditation Tipp 6: Suche dir einen Meditations-Partner

Du musst nicht alleine meditieren. Frag bei deinem Ehepartner, Kind oder Freund nach, ob diese sich deiner Meditationssession anschließen wollen. Oder mache einen Deal mit einem Freund oder Freundin, um euch regelmäßig an das Meditieren zu erinnern. Zum Beispiel jeden Morgen nach dem Aufstehen. Das hilft länger dabei zu bleiben und eine Routine zu entwickeln.

Meditation Tipp 7: Finde Gleichgesinnte

In deiner Heimatstadt gibt es vielleicht eine Meditations Community, die sich offline trifft und gemeinsam meditiert. Wenn nicht, kannst du immer noch eine Online-Gruppe finden. Stelle dort Fragen, bekomme Unterstützung und ermutige andere, sich mit dem Thema Meditation auseinanderzusetzen. Dadurch wirst nicht nur du länger dabei bleiben, sondern hilfst zugleich anderen. 

Meditation Tipp 8: Erinnere dich an die Vorteile der Meditation

Nehme dir nach jeder Sitzung einen Moment Zeit, um festzustellen, wie du dich fühlst – körperlich, emotional und geistig. Sobald du anfängst, eine Verbindung zwischen deiner Meditationspraxis und einem verbesserten Wohlbefinden herzustellen, wird es einfacher sein, dich täglich hinzusetzen und das Meditieren aufrechtzuerhalten.

Meditation Tipp 9: Nutze geführte Meditationen

Während der geführten Meditation (en: Guided Meditation) wirst du durch jeden Schritt der Meditation geführt. Sie sind enorm hilfreich, da sie genau das tun, was sie sagen: Geführte Meditationen führen dich durch eine Meditation, damit du nicht denken oder dir Sorgen machen musst, was du als Nächstes tun sollst. Du kannst dich dabei einfach zurücklehnen, entspannen und den Anweisungen folgen.

Meditationsmusik ist ebenfalls hilfreich, falls du dich vom Meditationsleiter bei der geführten Meditation zu sehr abgelenkt fühlst.

Meditation Tipp 10: Starte ein Ausredenbuch

Solltest du dich entscheiden, einen Tag nicht zu meditieren, schreibe den Grund dafür auf und schaue es dir anschließend an. Frage dich: „Hat mich dieser Grund wirklich davon abgehalten, nur ein paar Minuten zu meditieren oder habe ich nur ein Grund zum Aufschieben gebraucht?“ In den meisten Fällen ist es das Letztere. Mit einem solchen Ausredenbuch wirst du regelmäßig daran erinnert, wie wichtig die Gesundheit deines Geistes und Körpers wirklich ist.

Hier findest 20 weitere Tipps, wie du mit Aufschieberitis schluss machst.

Meditation Tipp 11: Integriere das Meditieren in deinen Tagesablauf

Es kann helfen, die eigene Meditationsübung in eine gut etablierte Routine oder Aktivität zu integrieren. Zum Beispiel: „zähne putzen, dann meditieren“ oder „meditieren, dann Tee trinken“.

Meditation Tipp 12: Halte die Routine flexibel

Bleib flexibel bei deinen Meditationszeiten. Lasse es nicht als Grund gelten, nicht zu meditieren, wenn du nicht jeden Tag 20 Minuten investieren kann. Es kann auch weniger sein oder wenn du dich nicht gut fühlst, fang mit ein paar Minuten an und wenn du das Gefühl hast, dass du noch weitere 10 Minuten meditieren willst, meditiere einfach weiter.

Meditation Tipp 13: Lache, wenn du fertig bist

Nachdem du deine Meditationssession abgeschlossen hast, lächle für die nächsten zwei Minuten. Sei dankbar, dass du diese Zeit für dich selbst hattest, dass du bei deinem Engagement geblieben bist und dir selbst gezeigt hast, dass du dich selbst liebst. Du hast dir nämlich die Zeit genommen, dich selbst besser kennenzulernen und deine eigene geistige und körperliche Gesundheit zu pflegen. 

Meditation Tipp 14: Benutze Mudras

Mudras sind Handstellungen, die sowohl im Yoga als auch bei der Meditation verwendet werden. Diese werden als Hilfsmittel eingesetzt, um das Meditationserlebnis zu verstärken und intensiver zu gestalten. 

Die Verwendung von Mudras in der Meditation hat diesen Handgesten eine Bedeutung in einem tieferen Kontext gegeben, sowohl symbolisch als auch kulturell. 

Lese dir alles zum Thema Mudras, in diesem Artikel, an.

In dieser Infografik findest du nochmals alle Tipps in der Übersicht. Setze dir gerne ein Lesezeichen: hier ist der Link zur Grafik

Infografik über Meditation für Anfänger

Denke auch immer daran: Meditation kann nur fünf Minuten dauern und hat handfesten Einfluss auf deine psychische und physische Gesundheit und das völlig natürlich.

FAQ

Im letzten Kapitel unseres ausführlichen Guides haben wir dir eine Liste der häufigsten Fragen und Missverständnisse zusammengetragen und beantwortet. Solltest du eine Frage haben, diese allerdings nicht in den FAQs finden, stelle gerne jederzeit in den Kommentaren deine Fragen. Wir werden schnellstmöglich antworten. 

Wie lange sollte eine Meditationssession dauern?

Alles in allem gibt es kein vordefiniertes Limit. In den meisten Fällen ist eine Meditationsdauer zwischen 15 und 30 Minuten empfehlenswert, am besten zweimal täglich. 

Das sind allerdings mehr Empfehlungen als Richtlinien. Je nach Art und Ziel der Meditation kann die Meditationsdauer variieren. 

Wie bereits erwähnt, ist es viel besser, regelmäßig für kurze Zeiträume zu meditieren, als für lange und selten zu meditieren.

Wie unterscheiden sich Meditation und Hypnose?

Meditation und Hypnose weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Beide beinhalten zum Beispiel die Fixierung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment und ändern außerdem das Bewusstsein von jemandem.

Es gibt jedoch auch einige Unterschiede.

Zum Beispiel, wenn ein Hypnotiseur bestimmte Sprachmuster verwendet, um Trance zu erzeugen und das Unterbewusstsein zu beeinflussen. Wir würden dies nicht unbedingt als Meditation bezeichnen, obwohl die Person, die hypnotisiert wird, sich in einem veränderten Zustand befinden würde und einen Bewusstseinszustand erleben würde.

Unter dem Strich gibt es allerdings mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.

Benötige ich ein Mantra, um zu meditieren?

Nein. 

Mantras können optional zur Meditation mitgenutzt werden. Es geht ebenso ohne. Sobald du Mantras verwendest, spricht man von einer Mantra Meditation, die besonders für spirituelle Zwecke geeignet ist.

Mantras sind kraftvolle Worte und Sätze, die die Wirkung der Meditation verstärken und sogar in eine gewisse Richtung lenken können. Zum Beispiel gibt es Chakra Mantras, Ancient Mantras und moderne Mantras, die alle unterschiedliche Zwecke erfüllen. 

Können Kinder Meditieren?

Junge am meditieren

Ja, Kinder können meditieren. 

Meditation ist eine großartige Praxis für Kinder, besonders heutzutage, da viele Kinder ständigem Informationsüberfluss und viel Zucker gegenüberstehen. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit den Kindern zu helfen, sich zu entspannen, ruhiger zu werden und zu lernen, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Schon in jungen Jahren kann es auch für die Bildung hilfreich sein, da von ihnen in der Schule erwartet wird, dass sie sich langfristig konzentrieren und fokussieren können.

Wann ist die beste Tageszeit zum Meditieren?

Grundsätzlich gibt es nicht die eine Tageszeit zum Meditieren. Je nachdem wie du deinen Tag gestaltest, richtet sich auch deine Meditationszeit danach aus. 

Wir von Mindmonia meditieren gerne morgens nach dem Aufstehen, da es uns eine klare Sicht und besseren Überblick über den Tag gibt. Außerdem hast du morgens kaum Ablenkung und weniger Ausreden wie etwa “Ich habe keine Zeit zum Meditieren”.

Du willst aber definitiv nicht zu sehr auf Frieden und Ruhe angewiesen sein, um Meditation zu praktizieren. Wenn du dich einmal an die Ruhe gewöhnt hast, wirst du in neuen Situationen Probleme haben, deine Gedanken zu beruhigen und sauber zu meditieren. Sei also offen dafür, auch außerhalb von zu Hause deine Meditationsroutine durchzuführen.

Um eine konsistente Meditationspraxis zu entwickeln und den maximalen Nutzen aus der Praxis zu ziehen, solltest du dich täglich einem Mindfulness Training unterziehen

Woher weiß ich, dass ich wirklich meditiere?

Um diese Frage beantworten zu können, schauen wir uns noch einmal unsere Definition an: 

“Meditation ist eine Entspannungspraktik, die dir hilft, deine volle Aufmerksamkeit, unvoreingenommen, auf den jetzigen Moment zu richten”

Hier ist vor allem der folgende Abschnitt interessant: “auf den jetzigen Moment zu richten”.

Mit dieser Definition kannst du ganz einfach feststellen, wann du meditierst und wann nicht. Richtest du deine Aufmerksamkeit vollständig auf den gegenwärtigen Moment, meditierst du. Wenn nicht, dann nicht. 

Viele Menschen haben Probleme damit, sich vollständig auf den gegenwärtigen Moment einzulassen. Sorge dich nicht darum, ob du alle Schritte richtig gemacht hast oder nicht. Wie bereits erwähnt, sind die Anleitungen eher Empfehlungen als strenge Regeln. 

Wenn du den einfachen Anweisungen, Tipps und Praktiken folgst, die wir in diesem Artikel ausführlichst erklärt haben, solltest du keine Probleme haben, richtig zu meditieren.

Meditation kannst du nur verstehen, wenn du meditierst. 

Das heißt, anstatt dich selbst zu fragen, ob du nun wirklich meditierst oder nicht, solltest du einfach nur üben.

Eine andere Sache, an die du dich immer erinnern solltest: versuche nicht perfekt zu meditieren. Selbst die Idee gut in der Meditation zu sein, wird, besonders am Anfang, wenn deine Meditationssitzungen noch nicht sehr gut sind, sehr demotivierend sein.

Je mehr du versuchst, perfekt zu meditieren, desto eher wirst du scheitern.

Fazit

Meditation bedeutet, die eigene Aufmerksamkeit, unvoreingenommen, auf den gegenwärtigen Moment zu richten. 

Sie ist eine oftmals falsch verstandene Praktik, die mit vielen Mythen und Vorurteilen behaftet ist. Zum Beispiel geht es nicht darum, eine andere, neue oder bessere Person zu werden, oder die eigenen Gedanken zu kontrollieren. Sie verfolgt das Ziel, dass du mit der Meditation setzt. Je nachdem, was du mit ihr erreichen willst, solltest du die unterschiedlichen Arten der Meditation ansehen und die geeignete für dich und dein Ziel heraussuchen. 

Selbst wenn sie ihre Wurzeln in der Religiosität und Spiritualität hat, die moderne Meditation hat nur bedingt mit diesen Themen zu tun. Du musst weder religiös noch spirituell sein, um richtig meditieren zu können. 

Letzten Endes geht es darum, die eigene Gesundheit zu verbessern. Sowohl körperlich als auch mental bringt die Meditation viele Vorteile mit sich. Die Wirkung auf den eigenen Körper ist in vielerlei Hinsicht wissenschaftlich belegt. 

In diesem Artikel haben wir dir einen kompletten Ratgeber erstellt, mit praktischen Anleitungen, Tipps, Vorteilen und Anweisungen, die dir helfen werden, dich mit dem Thema Meditation auseinanderzusetzen.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Meditationspraktik ist Mindfulness. Lerne mehr zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Mindfulness und abonniere unseren kostenlosen Newsletter.

Wir freuen uns auf dich. Vielen Dank fürs Lesen.

6 Kommentare
  • Hallo Axel und Steve,

    wie kam die Idee zu diesem Artikel, der mich weiterbringt und aus dem ich heute viel gelernt und mitnehmen konnte?

    Viele Grüße
    Steffen

    • Hi Steffen,

      wir freuen uns zu hören, dass dir unser Artikel weitergeholfen hat.

      Das große Thema von Mindmonia ist Mindfulness (Achtsamkeit) – Meditation ist dafür ein sehr wichtiger Baustein. Deshalb haben wir uns dafür entschieden. Teste Meditation für dich aus und du wirst merken, wie sehr dir Meditation dabei hilft, deine Mindfulness zu entwickeln.

      Viele Grüße,
      Axel und Steve

      • Guten Morgen Axel und Steve,

        mit Meditation habe ich schon etwas Erfahrung. Aber durch die Ideen hier werde ich das Ganze noch ausbauen.

        LG und vielen Dank
        Steffen

        • Mit dem Lesen des Artikels hast du sogar bereits damit angefangen, dein Wissen zu Meditation weiter auszubauen. Der erste Schritt ist getan. Halte das Momentum nun aufrecht und setze das Gelernte direkt um.

          Grüße,
          Axel und Steve

  • Danke für diese wirklich ausführliche Anleitung, die ja fast ein Büchlein füllt!

    Ich bin unlängst nach der Lektüre von V. Rationis „Warum Mönche meditieren müssen“ nachdenklich geworden, warum die Meditationslehrer fast immer Männer sind, die asexuell leben?

    Vielleicht eine Anregung für einen zukünftigen Blogartikel?

    LG Alexandra

    • Hey Alexandra,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Diese Frage ist wirklich sehr speziell. Daher habe ich mich auf die Suche nach einer Antwort gemacht, um mehr über das Thema männlicher Anteil der Meditationslehrer und Anteil asexueller herauszufinden. Zu beiden Aussagen konnte ich leider keine aussagekräftigen Informationen finden.

      Ich gehe auf Grund des Buches, welches du gelesen hast, davon aus, dass sich die Frage eher auf die Meditationslehrer bezieht, die gleichzeitig Mönche sind oder waren. Anders betrachtet, wären die Fragen:

      Gibt es generell mehr männliche Mönche, als weibliche und ist das bereits ein Grund, der den Eindruck erwecken könnte, dass es daher mehr männliche Meditationslehrer gibt? Ist die asexuelle Orientierung nicht bereits vor dem Mönchsdasein und Meditation da, also unabhängig von beidem?

      Unterm Strich ist Meditation für alle. Wahrscheinlich jeder kann Meditation erlernen und die Vorteile für sich nutzen. Mit gesammelter Erfahrung und Wissen, kann somit auch jeder Meditationslehrer werden, unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung. Umso populärer Meditation in der Allgemeinheit wird, umso mehr wirst du weibliche Lehrerinnen, mit unterschiedlicher Orientierung finden.

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weitere Denkanstöße geben.

      Beste Grüße,
      Axel