Luzides Träumen lernen – Wie Klarträume dein Leben verändern werden

Luzides Träumen lernen – Wie Klarträume dein Leben verändern werden

Luzides Träumen lernen – Wie Klarträume dein Leben verändern werden 1280 739 Mindmonia

Eine Welt, in der du all deine Ängste mit Einfachheit besiegen kannst und gleichzeitig in einer Sekunde entscheiden kannst, an welchem Ort der Welt du dich befindest. In einer Sekunde warst du noch in Indonesien am Strand und genießt Cocktails und plötzlich findest du dich in einer Gondel in Venedig wieder. Du erlebst unglaubliche Abenteuer und kannst alles machen, was du willst. Wenn du deine Träume steuern kannst, ist all das möglich!

Eine Welt, in der du all deine Ängste mit Einfachheit besiegen kannst und gleichzeitig in einer Sekunde entscheiden kannst, an welchem Ort der Welt du dich befindest. In einer Sekunde warst du noch in Indonesien am Strand und genießt Cocktails und plötzlich findest du dich in einer Gondel in Venedig wieder. Du erlebst unglaubliche Abenteuer und kannst alles machen, was du willst. Wenn du deine Träume steuern kannst, ist all das möglich!

Wenn du das Klarträumen lernst, ist es in der Tat möglich, deine Träume bewusst zu kontrollieren.

In diesem Artikel werden wir dir beibringen was Luzides Träumen ist, welche Vorteile es dabei für dich gibt und wie du es schnell lernen kannst.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

Du brauchst hierfür keinerlei Erfahrung. Wenn du einmal verstanden hast, wie du deine Träume beeinflussen kannst, wirst du dabei Spaß haben.

Schloss im Himmel

Klarträumen: Was ist das?

Träume können in verschiedenen Formen auftreten. Sie können positiv sein, negativ und manchmal sogar erotisch. Wenn wir träumen, erleben wir eine psychische Aktivität während wir schlafen. Wir verarbeiten neue sowie alte Informationen. Unser Gehirn muss mit den Emotionen, Gefühlen und Gedanken aufarbeiten die wir im Verlauf des Tages erlebt haben. Allerdings tut es das auch für die aus der Vergangenheit.

Aber wie du weißt, geschehen in diesen Träumen die verrücktesten Dinge mit dir. Du hast keine Kontrolle über die Geschehnisse und über die Ausgänge. Bei einem Klartraum allerdings, kannst du das ändern. Du erlebst einen Zustand des Wachseins und kannst die Ereignisse in deinen Träumen steuern.

Einfach gesagt, ein Wachtraum ist ein Traum, bei dem du die Kontrolle über deinen Traum hast.

Während du einen luziden Traum hast, weißt du in erster Linie nicht, ob du dich in einem Traum befindest. Es fühlt sich real an, als wärst du tatsächlich wach. Das kannst du allerdings ganz einfach prüfen. Wenn du dich im Traum selbst fragen kannst: “Bin ich gerade wach?”  und auch eine Antwort auf diese Frage hast, dann kannst du dir sicher sein, dass du in einem Wachtraum bist.

Man muss allerdings unterscheiden zwischen aktiven und passiven Klarträumen. Beides kann sehr viel Spaß bereiten und abenteuerlich sein. Der Unterschied ist relativ einfach. In beiden Stadien bist du in einem nahezu “wachem” Zustand. Beim passiven Klarträumen greifst du allerdings nicht in die Geschehnisse im Traum ein. Du erlebst es nur klarer als sonst.

5 Vorteile von Luziden Träumen

1) Zugang zum Unterbewusstsein

Wusstest du, dass mehr als 90 % der Gedanken im Unterbewusstsein liegen? Streng genommen kannst du nur auf ein Zehntel deines Gehirns zugreifen. Auf die wenigsten Dinge also. Falls du mehr über das Unterbewusstsein lesen willst, empfehlen wir dir unseren Artikel über Gehirnwellen.

Warum ist das ein Vorteil zu seinem Unterbewusstsein Zugang zu haben? Einer der größten ist, dass du dich deinen schlummernden Gefühlen öffnen kannst. Du kannst also aktiv über dein Wesen nachdenken, Zusammenhänge und Ängste analysieren und dich selbst besser verstehen.

Wenn du dich wunderst, wieso du manchmal Alpträume hast: Dein Gehirn und Unterbewusstsein versuchen dich mit deinen Ängsten zu konfrontieren. Nicht um dir weh zu tun, sondern vielmehr als Selbstheilungsmechanismus. Dein Verstand braucht deine Hilfe, um mit den entsprechenden Informationen umzugehen. Wenn du allerdings nicht aktiv und bei klarem Verstand bist, während du träumst, verzögert sich dieser Prozess um einiges und ist nicht sehr effektiv.

Du kannst also durch Klarträumen an deinen Ängsten arbeiten und diese Erkenntnisse, die du machst, in die Realität übertragen und zu deinem Vorteil nutzen. Einige Menschen nutzen die Technik des Klarträumens auch, um mit Einsamkeit oder Depression umzugehen. Du kannst sogar so weit gehen und deine persönlichen Schmerzensgrenzen zu erfahren und auszuweiten.

2) Alpträume loswerden

Niemand hat gerne Alpträume. Wir sind wehrlos und müssen negative Dinge über uns ergehen lassen. Wir verlieren die Person die wir lieben, werden von jemandem verfolgt oder uns wird materieller Schaden zugefügt.

Wie wir oben bereits gelernt haben, sind sie das Ergebnis einer Abwehrreaktion unseres Verstandes auf schlechte Erinnerungen und Emotionen. Das Geniale am luziden Träumen ist, du kannst deine Alpträume loswerden.

Sobald du eine Reihe negativer Events in deinen Träumen erkennst, kannst du dich einfach selbst daran erinnern, dass alles nur ein Traum ist. Es wird dir leichter fallen, mit den Geschehnissen im Traum umzugehen und du wirst nicht mehr schweißgebadet aufwachen mit Herzrasen. Oder noch besser: Du greifst aktiv ein. Du bist Entscheider in deinem luziden Traum und kannst aus jedem Alptraum einen positiven Schlussstrich ziehen.

Nimm die Kontrolle über deine Träume in die Hand und mach Schluss mit Alpträumen.

3) Übe für die Realität

Gehe das Klarträumen sachte an, denn in deinen Träumen gelten andere Regeln als in der Realität. In erster Linie solltest du lernen, bei vollem Bewusstsein zu träumen. Nachdem du das gemeistert hast, kannst du anfangen aktiv in deine Träume einzugreifen.

Du kannst dieses einzigartige Umfeld allerdings nicht nur nutzen, um Spaß zu haben. Nutze es, um dich auf Situationen in der Realität vorzubereiten. Hast du Angst und Bange vor einer großen Prüfung? Willst du nach außen selbstbewusster auftreten oder deine Liebe einer Person gestehen und hast Angst was er/sie sagen wird?

Versuche deine Träume gezielt für diese Situation aus der Realität zu nutzen. Spiele die Szenarien im Kopf durch und überlege, was deine Antwort darauf wäre. Du hältst eine Unternehmenspräsentation vor deinem Chef und hast Angst, welche Fragen kommen könnten.  In deinem Traum kannst du nicht nur für diese Präsentation üben und dir bereits Fragen auf diese Antworten überlegen, du kannst den Traum positiv enden lassen und voller Selbstbewusstsein in die Präsentation gehen.

4) Verstehe deine Träume besser

Träume können verwirrend sein. Vor allem, wenn wir nicht klar bei Verstand sind und uns nur an Bruchteile erinnern können. Traumdeuten ist eine Möglichkeit, allerdings stoßen wir in den meisten Fällen auf noch mehr Fragezeichen als zuvor. Nicht nur die Vielzahl an Symbolen (jeder Gegenstand aus dem echten Leben kann ein Traumsymbol sein) erschwert es, einen Traum zu deuten, hinzukommt noch die mögliche Kombination mehrerer Symbole miteinander.

Unser Verstand will uns beim Träumen eine Nachricht überbringen. Beispielsweise können wir im Traum von einer Spinne in ihrem Netz gefangen genommen werden. In erster Linie wirst du an Arachnophobie, also der Angst vor Spinnen, denken. Aber die Spinne kann in mehrere Richtungen interpretiert werden. Einerseits steht die Spinne für Lügen und Betrug. Das Spinnennetz ist also symbolisch für dein Umfeld und du befindest dich eventuell in einem Freundeskreis, dem du nicht ganz vertraust.

Andererseits kann eine Spinne, die ein Netz webt auch mit dem Hausbau verbunden werden. Wir oder Menschen aus unserem Umfeld, stellen dabei die Spinne dar, während das Netz ein Haus symbolisiert. Es gibt also mehr als nur ein Weg ein Symbol aus dem Traum zu deuten. Eindeutig ist es nie bestimmbar, außer du bist in einem Klartraum.

5) Habe Spaß

Wie bereits erwähnt: Du bist der Entscheider in deinem Klartraum. Du kannst alles machen, worauf du Lust hast. Deinen ersehnten Sportwagen fahren, in der prallen Mittagssonne von Miami surfen gehen, oder Sex mit deinem heimlichen Schwarm. Es ist alles möglich in deinem Klartraum.

Bemerkenswert ist allerdings, dass jeder Traum intensiver ist als jedes Buch oder jeder Film. Träume erlebst du mit all deinen 5 Sinnen. Sie fühlen sich wie die Realität an. Nutze Klarträume als Motivation und erwache voller positiver Energie aus ihnen.

Klarträumen lernen für Anfänger – Eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Nachdem wir nun festgestellt haben, dass Klarträumen einige Vorteile mit sich bringt, lass uns nun darüber sprechen wie du lernen kannst luzid zu träumen.

Die nachfolgende Anleitung ist ein Handbuch für Anfänger. Jeder kann klarträumen. Es erfordert nur einiges an Vorbereitung und Übung. Es gibt keine konkrete Regel, wie viel Träume es braucht, bis du luzid träumen wirst. Luzides träumen lernen in einer Nacht wird nicht funktionieren.

Die besten Tipps sind: Viel Geduld, noch mehr Übung und lass dich mental auf das Thema ein.

Schritt 1: Erinnere dich an deine Träume

Als Erstes solltest du deine Traumerinnerung verbessern. Die Erinnerung an deine Träume ist ein wichtiger Schritt auf deinem Weg zu den Klarträumen. Wenn du dich nicht daran erinnern kannst, was du geträumt hast, wirst du Schwierigkeiten bekommen deine Aufmerksamkeit während des Träumens Aufrecht zu erhalten.

Menschen die luzid träumen können, können sich an übermäßig viele Träume erinnern.

Deine Erinnerung stellt die Brücke und Eintrittspunkt in die Welt der Träume dar. Wenn du also aufmerksamer deinen Träumen gegenüber wirst, wird es dir leichter fallen, aktiv zu träumen.

Es folgen nun einige Tipps und Tricks wie du dich leichter an deine Träume erinnern kannst. Beachte aber, dass nicht jede Methode bei jedem Menschen effektiv wirkt. Du musst ein wenig herumprobieren bis du final geklärt hast, welche Methode am besten bei dir greift.

Halte einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein

Frau beim Schlafen Gehirnwellen

Versuche deinen Schlafrhythmus einzuhalten. Gehe zu ähnlichen Zeiten schlafen und stehe zu ähnlichen Zeiten wieder auf. Falls du damit ein Problem haben solltest, kannst du dir mehrere Wecker stellen. Du wirst merken, nachdem du einige Zeit in diesem Rhythmus drin bist, dass du den Wecker gar nicht mehr brauchen wirst.

Es mag für dich vielleicht aufs Erste nicht ganz verständlich sein, wie dir das beim Klarträumen hilft, aber dein Verstand wird dir dafür danken, wenn du zu regelmäßigen Zeiten schlafen gehst. Das Gehirn arbeitet besser und du wirst dich länger konzentrieren können, wenn du deinen Schlafrhythmus einhältst. Außerdem neigen Menschen mit einem geregelten Schlaf dazu, mehr zu träumen.  

Wer mehr träumt, kann sich an mehr Träume erinnern.

Führe ein Tagebuch über deine Träume

Person die ein Tagebuch schreibt

Wenn du dich an deine Träume erinnern willst, kannst du sie auch einfach aufzuschreiben. Lege dir einen Block und einen Stift neben dein Bett, um optimal vorbereitet zu sein und schreibe einfach direkt drauf los, sobald du wach bist. Wenn du jeden Tag mit dem Ziel ins Bett gehst, beim Aufstehen alles aufzuschreiben was du geträumt hast, wird dieser Automatismus irgendwann zur Gewohnheit.

Durch diese Aufmerksamkeit, die du während des Schlafens hast, wird es dir später leichter fallen, in deinen Traum “einzusteigen”.

Hier sind drei simple Möglichkeiten dein Traumtagebuch zu führen:

  1. Stift und Papier
  2. Smartphone
  3. Laptop

Wir bevorzugen Stift und Papier. Ein Blatt Papier muss nicht hochfahren und du kannst direkt vom Bett aus loslegen da Papier und Stift auf dem Nachttisch bereitlegen. Das erlaubt dir deine Erinnerungen schneller nieder zu schreiben. Dabei prägt sich das per Hand geschriebene am besten in deinem Kopf ein.

Schreib dabei einfach alles auf, was dir einfällt. Es müssen keine vollständigen Sätze sein, Stichpunkte reichen vollkommen. Es ist wichtiger alles zu erfassen, als saubere Sätze zu schreiben. Die Grammatik kannst du im Nachhinein noch aufbessern.

Ein weiterer Grund für das traditionelle Schreiben per Hand ist, die häufig grelle Bildschirmhelligkeit. Es wird dir vielleicht schwerer fallen, danach wieder einzuschlafen.

Musst du jedoch aufzustehen, um das Licht anzumachen, dann ist das Smartphone eine gute Option. Das liegt bei vielen sowieso neben oder sogar auf dem Bett. Du kannst  die Bildschirmhelligkeit einstellen und es gibt natürlich auch kostenfreie Tagebuch- und Notiz-Apps.

Alternativ zum Schreiben kannst du auch die Standard-Diktierfunktion deines Smartphones nutzen.

Stehe früh auf

Meditation über den Wolken

Das menschliche Gehirn neigt dazu, uns in den frühen Morgenstunden träumen zu lassen. Solltest du also Probleme haben, dich an deine Träume zu erinnern, kann das daran liegen, dass du bereits seit zu langer Zeit aus der Traumphase draußen bist.

Setze dir doch einfach einen Wecker, etwa eine Stunde bevor du normalerweise aufstehst. So ist es wahrscheinlicher, dass du direkt in der Traumphase aufwachst. Schreibe dann auf was du erlebt hast und schlummer die letzte Stunde bis du final aufstehst.

Lebe gesund

Tisch mit gesundem Essen

Ein gesunder Lebensstil kann der Schlüssel zu deiner Erinnerung sein.

Menschen die auf einen gesunden Lifestyle Wert legen, haben nicht nur einen geregelten Schlafrhythmus, sondern in den meisten Fällen auch eine verschärfte Denk- und Konzentrationsfähigkeit.

Des Weiteren können Marihuana und Alkohol deine Träume blockieren. Selbst wenn du unter Alkoholeinfluss träumen solltest, es wird dir deutlich schwerer fallen, dich an die Träume zu erinnern. Für das Erlernen von luziden Träumen ist es besser, du verzichtest auf Alkohol und andere Drogen.

Setze dir willkürliche Wecker mitten in der Nacht

Uhr auf einem Tisch

Wir geben zu, es mag auf den ersten Blick wirklich verrückt klingen, mitten in der Nacht aufzustehen um die jeweiligen Träume aufzuschreiben.

Wir empfehlen diese Methode allerdings auch nur für den Fall, dass alle vorherigen Tipps und Tricks nicht gewirkt haben. Wenn du also versuchst morgens direkt alles aufzuschreiben, einen geregelten Schlafrhythmus hast und Wert auf deine Ernährung legst, und es dir trotzdem nicht gelingt, zu deinen Träumen vorzudringen, dann solltest du dir willkürliche Wecker inmitten der Nacht stellen.

Es hat sich herausgestellt, dass die meisten Menschen in 90 minütigen Zyklen träumen. Setze dir also für den Anfang einen Wecker für 90 Minuten nachdem du schlafen gegangen bist. Versuche das ein paar Tage lang.

Solltest du dich nach einer oder zwei Wochen noch immer nicht an deine Träume erinnern können, liegt es wahrscheinlich an deinem natürlichen Traum- und Schlafrhythmus. Verschiebe die Weckzeit um 15 Minuten nach hinten. Stelle dir den Wecker also 105 Minuten nachdem du schlafen gehst. Sollte dies nach 2 Wochen ebenso nicht helfen, verschiebe die Weckzeit erneut um 15 Minuten.

Mach das so lange, bis du herausgefunden hast, in welchen zeitlichen Abständen du träumst.

Schritt 2: Mach regelmäßige Reality Checks

Auch wenn es sich blöd anhört: Damit du zwischen Schlaf und Realität unterscheiden kannst, musst du zunächst wissen, wann du wach bist und wann nicht.

Leute die das Klarträumen gemeistert haben, führen regelmäßig reality checks, zu deutsch Realitätstests, durch. Dieselben Realitätschecks werden dann allerdings auch im Traumstadium durchgeführt, um erfolgreich zwischen Realität und Traum unterscheiden zu können. Gänzlich ohne Übung lassen sich allerdings diese reality checks nicht während eines Traumes durchführen.

Diese Technik musst du täglich üben und trainieren.

Hier nun einige bewährte Realitätschecks, die sich bewährt haben.

Realitätscheck 1: Trotze der Schwerkraft

Die physikalischen Regeln der Schwerkraft finden keine Bedeutung in unseren Träumen. Wir können theoretisch losfliegen oder meterhoch springen. So kannst du innerhalb einer Sekunde überprüfen, ob du wach bist oder nicht. Springe einfach hoch. Solltest du abheben und losfliegen, befindest du dich im Traum.

Realitätscheck 2: Bewege Dinge

Im Traum ist es möglich, Dinge zu bewegen ohne sie dabei anfassen zu müssen. Das ist wohl der banalste aber zugleich auch effektivste Weg dich daran zu erinnern, dass du dich in der Realität befindest und nicht träumst. Du hast (leider) keine Superkräfte.

Realitätscheck 3: Lese etwas

Wir sind heutzutage einer rechten Informationsflut ausgesetzt. Überall sehen und lesen wir Nummern und Texte. Vor allem im digitalen Zeitalter.

In einem Traum können wir allerdings nur schwer Texte lesen oder Nummern entziffern. Die Wahrscheinlichkeit, dass du denselben Text in einem Traum zweimal lesen kannst, liegt bei etwa einem Viertel. Bei einem dritten Anlauf sinkt diese Wahrscheinlichkeit noch mehr.

Das liegt an zwei Gründen. Einerseits ändern sich die Texte und Nummern in den Träumen häufig und andererseits erfordert es ein wahnsinniges Konzentrations- und Denkvermögen Texte und Nummern im Traum zu lesen.

Wenn du also wirklich herausfinden willst, ob du träumst oder nicht, versuche einfach einen Text, den du siehst zwei- bis dreimal hintereinander zu lesen. Solltest du ihn mühelos lesen können, bist du hellwach.

Realitätscheck 4: Übe im Bett

Gerade bei Anfängern kann es gerne mal passieren, dass du das Gefühl hast nach einem Klartraum nicht wirklich wach zu sein. Die Trennung zwischen Realität und Traum kann vor allem anfangs wirklich schwierig sein.

Unser Tipp hier ist: Führe einen solchen Realitätscheck (egal welcher Art) einmal durch, wenn du schlafen gehst und einmal wenn du aufstehst. Mache das so lange bis es in die Routine übergeht und du es unterbewusst gar nicht mehr merkst. So kannst du die Grenzen zwischen dem Klartraum und der Realität einfacher erkennen.

Realitätscheck 5: Arbeite kontinuierlich an dir

Arbeite kontinuierlich an diesen Fähigkeiten. Bleibe geduldig, auch wenn es dir anfangs vielleicht komisch vorkommt. Führe diese Realitätschecks jeden Tag mehrmals durch. Versuche dabei die oben genannten Möglichkeiten zu kombinieren und sofern möglich, regelmäßig durchzuführen. Egal ob morgens im Bett, auf dem Weg zur Arbeit, oder auf dem Heimweg.

Du wirst diese Realitätschecks regelmäßig durchführen müssen während du träumst. Du behältst deinen Verstand so in der Traumwelt und lässt ihn erkennen, dass du nicht in der Realität bist. Es ist also eine sehr wichtige Übung, die du unbedingt ernst nehmen solltest.

Schritt 3: Beginne mit dem Klarträumen

Wenn du dich regelmäßig an deine Träume erinnern kannst und Reality Checks zu deinem Alltag gehören bist du bereit einen luziden Traum zu haben. Die beiden oberen Schritte können dabei schon ausreichen.

Wir haben bereits geklärt, was der Unterschied zwischen einem Traum und einem Wachtraum ist. Allerdings sind wir nicht darauf eingegangen, wie sich Klarträume tatsächlich anfühlen. Träume kann man grundlegend in zwei Dinge unterteilen. Nachrichten und Emotionen. Das was wir geträumt haben sind Nachrichten, das was wir gefühlt haben Emotionen. Nur selten wissen wir, wie wir uns bei einem Traum gefühlt haben. Wir erinnern uns meistens nur an die Nachrichten.

Wir erinnern uns also an das WAS in unseren Träumen passiert ist, können aber nicht wirklich verstehen WIE wir uns gefühlt haben. Hier liegt der Unterschied zu luziden Träumen. Wenn du luzid träumst, kannst du dich auch an deine Emotionen erinnern. Dir wird es leichter fallen, zu erzählen was du gefühlt hast. Du wirst nicht nur einfach zwischen ‘gut’ und ‘schlecht’ wählen können, sondern dich im Detail an alles erinnern, weil du es ‘tatsächlich’ erlebt hast.

Das liegt daran, dass du Klarträume mit allen 5 Sinnen registrierst. Du fühlst die Dinge, die du im Traum anfasst.

Klarträumen trainieren: Tipps und Tricks

Neben der detaillierten Schritt für Schritt Anleitung möchten wir dir noch einige Techniken auf den Weg geben, die dir das Klarträumen erleichtern sollen. Die nachfolgenden Hinweise stellen gute Werkzeuge zu den bereits aufgeführten Methoden dar. Die folgenden Tipps und Tricks sind Ergänzungen zu der oberen Anleitung, kein Ersatz. Vor allem helfen sie dir bei Schritt 3: Beginne mit dem Klarträumen.

Musik zum Klarträumen

Angenehme Musik kann durchaus zur Entspannung beitragen. Auch Binaurale Beats können eine Möglichkeit sein. Rein wissenschaftlich ist es so, dass luzides Träumen nur bei gewissen Gehirnwellen geschieht.

Die richtige Musik kann also dazu beitragen, uns zu beruhigen und dadurch eine bestimmte Art von Gehirnwellen hervorzurufen. Wenn wir also entspannte Musik hören, kann uns das beim Klarträumen helfen. Am besten lässt du die Musik laufen während du versuchst einzuschlafen. Es gibt einige dafür geeignete Songs auf Youtube:

90 Minuten Hypnose – Lucid Dreaming:


120 Minuten entspannende Musik für luzide Träume:


7 Stunden Meditation zur Vorbereitung auf Klarträume:


Tee und Kräuter

Grundsätzlich können ökologische Kräuter und Teesorten das luzide Träumen beschleunigen. Kläre aber vorab, ob du eventuell eine Allergie oder andere medizinische Unverträglichkeit für gewisse Kräuter hast, bevor du sie zu dir nimmst. Meistens kannst du diese Kräuter als Tee oder in Pillenform kaufen.

Wie auch bei der Musik sind diese Kräuter keine Garantie für Klarträumen. Es ist von deiner Psyche und von deinem Körper abhängig, ob du wirklich einen Unterschied merkst oder nicht. Nach der Einnahme von diesen Kräutern gibt es also keine hundertprozentige Garantie, dass du anfangen wirst, luzid zu träumen.

Es hat sich herausgestellt, dass die folgenden Kräuter besonders fürs luzide Träumen geeignet sind:

  • Sonnenöffner
  • Kreuzlabkraut
  • Cholin
  • Leimkräuter
  • Wildspargel

Am bewährtesten bislang ist das Kreuz-Labkraut. Man nimmt diese Kräuter im Idealfall etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen ein.

Meditation

Etwa 10 bis 20 Minuten vor dem Schlafengehen zu meditieren, kann für das Klarträumen von Vorteil sein. Versuche dabei allerdings nicht zu tief in Trance zu verfallen oder gar einzuschlafen. Allgemein kann es auch hilfreich sein, täglich zu meditieren. Dies wird dich dem luziden Träumen nicht nur temporär näherbringen. Es kann dir vielmehr helfen, langfristig deine Träume beeinflussen zu können.

Fazit

Luzides Träumen ist eine gesunde Möglichkeit, unseren Verstand psychisch zu entlasten. Wir können unser Unterbewusstsein besser verstehen und leichter “im Reinen” mit uns selbst sein.

Du brauchst dir auch keine Sorgen zu machen. Es ist total ungefährlich. Du wirst auch in keinem Traum “steckenbleiben”. Das ist nicht möglich.

Selbst wenn du lernst wie man bewusst klarträumt, wirst du nicht in der Lage sein deine Träume zu 100 % zu steuern. Du kannst nur grob die Richtung angeben, in die dein Traum gehen soll. Deine Träume aktiv zu kontrollieren ist leider nur in den seltensten Fällen möglich.

In luziden Träumen kannst du sogar so weit gehen, all deine Sinne, die du sonst in der Realität nutzt, auch im Traum zu nutzen. Sprich, du kannst Musik hören, Dinge fühlen die du im Traum anfasst oder sogar Essen schmecken, dass du zu dir nimmst.

Es ist also eine tolle Erfahrung, die sich in jedem Fall lohnt auszuprobieren.

Hast du schon einmal bewusst oder unbewusst luzid geträumt? Teile uns deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.