Wie gefährlich ist luzides Träumen wirklich?

Wie gefährlich ist luzides Träumen wirklich?

Wie gefährlich ist luzides Träumen wirklich? 1024 768 Mindmonia

Du willst luzides Träumen lernen oder stehst kurz davor es mal auszuprobieren, hast aber Angst, da du dir nicht sicher bist ob es gefährlich ist? Werden sich Alpträumen real anfühlen? In diesem Artikel zeigen dir die potenziellen Gefahren und Risiken von luziden Träumen auf.

Es ist im Grunde genommen egal, ob du das Klarträumen bewusst einige Male probiert hast, oder es total unfreiwillig geschehen ist. Die Antwort ist dieselbe: Luzides Träumen ist eine sichere Praktik.

Die meisten Missgeschicke geschehen aufgrund von mangelhafter Vorbereitung oder unzureichendem Bewusstsein für die Gefahren. Der einfachste Weg, allen Problemen aus dem Weg zu gehen, ist also eine gründliche Vorbereitung. Mach dir bewusst, was auf dich zukommt.

In diesem Artikel werden wir auf die gängigsten Gefahren eingehen, die bewusstes Träumen mit sich bringt.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

Wir gehen nur auf die weitverbreiteten Gefahren ein, da es von der Person, deren Unterbewusstsein und vielen weiteren Faktoren abhängt, welchen Gefahren sie sich beim Klarträumen aussetzt.

Schlafparalyse

Gefahr 1: Die Schlafparalyse

Die Schlafparalyse oder auch Schlaflähmung ist, so wie der Name bereits sagt, ein Zustand der Unbeweglichkeit während des Schlafens, den man bewusst erlebt.  

Sie ist die am häufigsten festgestellte negative Erfahrung in Verbindung mit Klarträumen.

Dabei hat die Schlafparalyse absolut nichts mit Geistern oder Dämonen zu tun. Sie ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers und kommt in jeder REM Phase, also der Traumphase vor.

Sobald wir einen luziden Traum haben, aktiviert unser Körper einen natürlichen Schutzmechanismus und paralysiert uns, um uns von eventuellen Verletzungen abzuhalten. Gerade bei Wachträumen, die sich echt anfühlen, neigen Menschen nämlich dazu die  Träume physisch in der Realität zu übertragen und sich zu bewegen. Davor soll uns die Schlafparalyse bewahren.

Woher können die Leute eigentlich berichten, dass sie einer Schlafparalyse ausgesetzt waren? Wie du mit Sicherheit weißt, können wir in einem Klartraum mit unserem Kopf zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein hin und her springen. Es kann durchaus vorkommen, gerade in REM-Phasen, dass du in einem luziden Traum ins Bewusstsein zurückkehrst und merkst, dass dein Körper paralysiert ist.

Dieses Gefühl kann durchaus beängstigend sein, weshalb die geschilderten Erfahrungen auch meist negativer Natur sind. Aber wie gesagt: Die Schlafparalyse ist absolut keine Gefahr. Sie schützt uns vielmehr vor uns selbst. Wenn du dir das mal vor Augen geführt und verinnerlicht hast, wird dir das mit Sicherheit helfen, die Angst vor dem bewussten Träumen ein wenig zu mindern.

Es ist wirklich wichtig, dir selbst die Angst vor dem lucid dreaming zu nehmen. Die Furcht verstärkt nämlich den Effekt der Schlafstarre noch mehr. Solltest du dich in der Situation wiederfinden, in der du die Schlafparalyse aktiv merkst: Entspann dich, auch wenn es vielleicht anfangs gegen den Instinkt spricht. So ist es wahrscheinlicher, dass dich die Lähmung loslassen wird, und du schneller in deinen Traum eintauchen kannst.

Merke dir: Die Schlafparalyse ist weder gefährlich noch schädlich. Sie wird dir in keinster Weise Schaden zufügen.

Stuck In Lucid Dream

Gefahr 2: Im Traum gefangen bleiben

Neben der Schlafparalyse gibt es noch eine weitere anscheinende Gefahr, der du dich beim luziden Träumen aussetzt. Manche Leute berichten nämlich, es bestehe die Möglichkeit in einem Traum gefangen zu bleiben und niemals wieder in die Realität zurückzukehren.

Das ist natürlich nicht wahr und niemals passiert. Es besteht absolut keine Gefahr, in einem luziden Traum stecken zu bleiben. Du hast absolut keinen Grund Angst zu haben. Das wird nie passieren. Du kannst also beruhigt schlafen gehen.

Dein Körper und Geist werden immer in die Realität zurückkehren. Doch woher kommt eigentlich die Angst vor diesem Phänomen, wenn es denn nie passiert ist?

Leute berichten, wie sie aufgewacht sind und noch immer geträumt haben. Dieses anscheinende “Erwachen” geschieht noch immer im Traum. Daher auch die Angst, im Traum “gefangen” gehalten zu werden. Die Leute die das berichten, haben den Traum nämlich niemals verlassen. Sie haben geträumt wie sie aufwachen.

So eine Erfahrung kann durchaus beunruhigend sein. Du solltest  nicht dagegen ankämpfen oder in Panik geraten. Wenn du nämlich mit aller Gewalt versuchst, zurück in die Realität zu gelangen, also aufzuwachen, kann das negative Auswirkungen haben.

Unter anderem werden die Täuschungen öfter auftreten, also genau das Gegenteil von dem, was du bezwecken wolltest. So, wie bei der Schlafparalyse. Wenn du in die instinktive Richtung gehst, wird es nur noch schlimmer.

Akzeptiere einfach, dass du dich in einem Traum befindest, und versuche nicht gegen dein Unterbewusstsein anzukämpfen. Merke dir einfach: Du kannst nicht im Traum gefangen bleiben. Ganz egal wie real er sich anfühlt. Hab also keine Angst. Gebe dich dem Traum hin und versuch ihn zu genießen.

Lucid Nightmare

Gefahr 3: Luzider Alptraum

Genau wie jeder Traum, kann auch ein Klartraum zu einem Alptraum werden. Das ist nach der Schlafparalyse, das wohl wahrscheinlichste Szenario. Aber auch hier brauchst du von keinerlei Gefahr ausgehen.

Das Einzige was passieren kann ist, dass du einen Alptraum bei vollem Bewusstsein durchleben wirst. Wenn du allerdings genug Erfahrung mit Klarträumen hast, kannst du dir selbst die Furcht vor einem solchen Alptraum nehmen. Wenn du beim Träumen bei vollem Bewusstsein bist, wiederhole einfach mehrmals den folgenden Satz:

„Das ist nicht die Realität, ich träume gerade“

Es gibt allerlei Möglichkeiten sogenannte Realitätschecks durchzuführen. Konditioniere dich und deinen Geist am besten und bereite dich gut auf das luzide Träumen vor. Mit genug Übung und Praxis kannst du sogar einen Alptraum zu einem schönen Traum umwandeln.

Sobald du dich in einem solchen negativen Traum befindest, kannst du dich deiner Angst einfach stellen und schauen was passiert. Wenn ein wildes Tier im Traum vor dir steht, gib dich dem Tier hin, lass es dich angreifen und siehe zu, was passieren wird. Spätestens nachdem das Tier dich gebissen hat, solltest du realisiert haben, dass du träumst.

Klarträume können neben dem schönen Erlebnis auch ein sehr mächtiges Hilfsmittel sein, um deine Ängste zu besiegen.

Lucid Dream Or Reality

Gefahr 4: Die Traumwelt mit der Realität vertauschen

Jedes Mal, wenn wir abschalten und uns der Realität entziehen wollen, besteht ein gewisses Risiko, dass wir davon abhängig werden. Schnell werden Menschen abhängig von der Möglichkeit, sich gut zu fühlen.

Wir flüchten aus der Realität, da uns etwas an ihr stört. Dabei tauchen wir in eine andere Welt ein, die uns von allem ablenken soll. So versuchen Menschen ihre Probleme zu verdrängen. Gängige Hilfsmittel hierfür sind Videospiele, Zigaretten oder Alkohol.

Da luzide Träume auch eine „Flucht“ in eine andere Welt darstellen, kann auch das Klarträumen bis zu einem gewissen Maß abhängig machen. So die Theorie. Aber all diese Dinge können zu einer Sucht führen, warum hat man vor ihnen keine Angst?

Das luzide Träumen ist vergleichsweise zu anderen Suchtmitteln sehr einfach aufzuhalten. Ein Großteil der Leute, die regelmäßige Wachträume haben, berichten und bestätigen das. Sie haben weder Angst in der Traumwelt gefangen zu bleiben, noch die Realität mit der Traumwelt zu verwechseln.

Selbst Leute, die wirklich sehr häufig in der Traumwelt unterwegs sind und das beruflich machen, haben damit kein Problem.

Sofern du an einer psychischen oder seelischen Krankheit leidest, solltest du in jedem Fall einen professionellen Psychologen besuchen, ehe du mit dem Klarträumen beginnst. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar sehr gering, aber es könnte dennoch passieren, dass du in der Realität glaubst, du träumst. Sowas kommt sehr selten vor, aber Sicherheit geht vor.

Lass es dir von einem Psychologen versichern, dass du risikofrei klarträumen kannst.

Gefahr 5: Nach dem Träumen müde aufwachen

Wenn Leute von einem ruhigen Schlaf sprechen, meinen sie in den wenigsten Fällen einen Klartraum. Dass man nach einem luziden Traum erschöpft aufwacht, entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Du wirst dich genauso entspannen können, wie bei einem gewöhnlichen Traum. Das Höchste was passieren kann ist, dass du eine gewisse Verwirrtheit nach dem Aufwachen verspürst.

Die meisten Erfahrungen schildern ein sehr erfrischendes und aufregendes Erlebnis. Du gehst auf Abenteuer und Entdeckungsreisen, die du dich in der Realität vielleicht niemals trauen würdest. Du erlebst unglaublich spannende Dinge und das alles, während du noch schläfst.

Da alle Träume in der REM-Schlafphase geschehen, sind dein Körper und Geist vollkommen in der Lage abzuschalten und die Energie zu regenerieren die sie benötigen. Du erholst dich also vollkommen normal und merkst körperlich nicht, dass du gestern Nacht einen Klartraum hattest.

Lucid Dreaming Save Sleep

Tipps und Tricks wie du sicher klarträumen kannst

Da wir nun von allen potenziellen Gefahren des luziden Träumens gesprochen haben, wollen wir dir abschließend noch einige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, wie du ohne negative Nebenwirkungen klarträumen kannst.

Es ist nie ganz möglich, alle Nebenwirkungen auszuschalten. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, wie du es deutlich angenehmer gestalten kannst.

Tipp 1: Es ist nur ein Traum

Wiederhole den Satz: “Es ist nur ein Traum” während du einen Klartraum hast. Wenn du es schaffst, diesen Gedanken klar und deutlich oft genug in deinem Kopf zu manifestieren, bist du in einem luziden Traum auf der sicheren Seite.

Du wirst realisieren, dass du in einem Traum nicht verletzt werden kannst. Das sollte dir ein wenig mehr Selbstsicherheit geben und dir die Furcht davor nehmen. Außerdem solltest du dir bewusst machen, dass die Realität viel gefährlicher ist als die Traumwelt.

Tipp 2: Alles eine Frage der Gewohnheit

Der erste Klartraum kann eine wundervolle und sehr interessante Erfahrung sein. Es ist allerdings wichtig, alles in Maßen zu genießen.

Versuche das Träumen zu einem Teil deines Lebens zu machen. Zu einer Angewohnheit und nicht zu einer Sucht. Du kannst dich dem Klarträumen ruhig täglich widmen, allerdings solltest du es gerade im Anfangsstadium sachte angehen. Lese am besten nicht zu viel darüber und übertreibe es nicht mit der Anzahl der Übungen.

Wie bei allen Dingen im Leben ist es auch hier wichtig, ein gesundes Maß einzuhalten.

Tipp 3: Kämpfe nicht dagegen an

Was passiert, wenn du permanent an deine Ängste und unangenehmsten Erfahrungen denkst? Richtig, sie sind ständig präsent. So ist das auch beim Klarträumen. Diesen negativen Effekt wirst du beim Klarträumen sogar stärker merken als sonst, da hier viel von deiner mentalen Kraft abhängt.

Umso mehr du dich mit Schlafparalysen oder anderen Ängsten befasst, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie tatsächlich eintreten. Wir sagen an dieser Stelle nicht, dass du unvorbereitet in einen Klartraum gehen sollst, sondern vielmehr, dass die meisten Ängste total unbegründet sind und nicht die Aufmerksamkeit verdienen die sie letzten Endes bekommen.

Wenn du Angst vor dem Realitätsverlust hast, speichert unser Verstand eine Art negative Verbindung zu diesem Element. Es ist wahrscheinlicher, dass dieses Element uns in den Klarträumen letztendlich auch heim sucht.

Fazit

Wie du sehen kannst, sind all diese “Gefahren” nicht wirklich gefährlich. Keine, der oben genannten kann dir in irgendeiner Weise Schaden zufügen. Das bedeutet aber nicht, dass du dich nicht ausreichend auf das Luzide Träumen vorbereiten solltest.

Wie sind deine Erfahrungen zum Thema Lucid Dreaming? Hast du positives erlebt oder eher negatives? Teile es uns doch in den Kommentaren mit.