52 Beispiele für intrinsische und extrinsische Motivation

52 Beispiele für intrinsische und extrinsische Motivation

52 Beispiele für intrinsische und extrinsische Motivation 1280 972 Mindmonia

Motivation zu entwickeln ist eine essentielle Fähigkeit erfolgreicher Menschen. Es ist nicht unbedingt die Idee, das Glück oder ihre Intelligenz, die sie erfolgreich gemacht hat, sondern die Fähigkeit, Dinge zu starten und konsequent zu erledigen. Spielt extrinsische Motivation, wie zum Beispiel Geld und Ansehen, keine Rolle für dich weil du dich stattdessen mit intrinsischer Motivation belohnst, schaffst du es sowohl dauerhaft als auch in schweren Zeiten, motiviert zu bleiben.

Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer von Apple, Steve Jobs, sagte in einem Interview: “You’ve to have a lot of passion for what you’re doing… because it’s [founding a company] so hard that if you don’t, any rational person would give up… if you don’t really have fun doing it… you’re gonna give up and that’s what happens to most people.”

In Deutsch übersetzt, heißt das “Du musst viel Leidenschaft für das haben, was du tust… weil es [ein Unternehmen gründen] so schwer ist, dass, wenn du keine hast, jede vernünftige Person aufgeben würde… sofern du keinen Spaß dabei hast… du wirst aufgeben und genau das ist es, was den meisten Menschen passiert.”


Steve Jobs sagt, in anderen Worten: du musst über ausreichend intrinsischer Motivation verfügen, um erfolgreich zu sein.

Wenn du etwas aus intrinsischer Motivation tust, dann tust du das aus Eigenantrieb, aufgrund deines inneren Willens. Ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation (wird auch intrinsisches Verlangen genannt) sind Hobbys, weil du diesen gerne nachgehst.

Wenn du etwas aus extrinsischer Motivation tust, dann tust du das, weil du eine Belohnung möchtest oder Strafen vermeiden willst. Zum Beispiel, wenn du nur wegen dem Geld zur Arbeit gehst.

Das bedeutet nicht, dass extrinsische Motivation per se schlecht ist.

In diesem Artikel lernst du die zwei Arten von Motivation, intrinsisch und extrinsisch, kennen. Wir werden außerdem die Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation behandeln und dir eine umfangreiche Liste mit 52 Beispielen geben. Abschließend zeigen wir dir vier erprobte Schritte, mit denen du dauerhaft deine intrinsische Motivation steigerst und dadurch dein Leben langfristig verbesserst.

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Was ist intrinsische Motivation?

Hippster glücklich bei der Arbeit

Eine Definition für intrinsische Motivation lautet:

“Intrinsische Motivation bezieht sich auf das Verlangen, aus eigenem Willen, Aufgaben und Herausforderungen zu suchen, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und zu trainieren, zu erforschen und zu lernen, ohne die Bedürfnisse einer externen Belohnung.“

Einfach ausgedrückt: Wenn du intrinsisch motiviert bist, machst du Dinge von dir aus, ohne dafür eine Belohnung zu erwarten. Es geht mehr um persönliches Wachstum, Pflichtgefühl und die Erkennung des Sinn und Zweckes. Wohingegen die extrinsische Motivation mehr auf finanzielle Anreize, Status und öffentliches Ansehen abzielt.

2017 wurde eine Studie zum Thema Motivation durchgeführt, die zeigt, dass die innere Motivation einige Vorteilen mit sich bringt. Sie verbessert zum Beispiel die Lern- und Leistungsfähigkeit, erhöht die Kreativität und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Die richtigen Motive helfen dir bei der täglichen Routine, wie beim Lernen, Arbeiten und in deiner Beziehung. Auch beim Setzen von langfristigen Zielen ist die Art der Motivation entscheidend. Hast du nämlich ein intrinsisches Verlangen in Aufgaben und Zielen gefunden, fällt es dir wesentlich einfacher, vor allem auf lange Sicht, daran zu arbeiten.

Ein klassisches Beispiel ist das morgendliche Aufstehen. Wenn du nur aus finanziellen Gründen zur Arbeit gehst, wirst du mit Sicherheit die Schlummerfunktion nutzen, um nochmal 10 Minuten länger liegen zu bleiben. Hast du aber ein echtes Interesse an dem was du tust, kommst du morgens viel einfacher aus dem Bett.

Die Japaner nennen das übrigens Ikigai: das Gefühl, etwas zu tun, für das es sich lohnt, morgens aufzustehen.

Die Beispiele für intrinsisches Verlangen im folgenden Abschnitt werden dir Klarheit bringen.

Beispiele intrinsischer Motivation

  1. Du treibst Sport, weil du dich lebendig fühlen willst
  2. Du bleibst länger bei der Arbeit, weil du deine Arbeit als sinnvoll erachtest
  3. Du verwendest positive Affirmationen, weil du deine Gedanken positiv verändern möchtest
  4. Du legst Geld an, weil du finanziell unabhängig werden willst
  5. Du gehst reisen, weil du verschiedene Kulturen entdecken willst
  6. Du arbeitest gerne im Team, weil du die Synergieeffekte gut findest
  7. Du bildest dich im Bereich Persönlichkeitsentwicklung fort, weil du die beste Version von dir selbst werden willst
  8. Du meditierst, weil du Stress abbauen möchtest
  9. Du gehst mit deinen Kindern auf den Spielplatz, weil es dich glücklich macht
  10. Du trinkst Smoothies, weil du gesund sein möchtest
  11. Du lernst eine neue Sprache, weil du dich mit Menschen aus anderen Nationen verbinden willst
  12. Du lernst für die Schule, weil du neugierig auf die Themen bist
  13. Du bastelst ein Vision Board, weil du deine Lebensziele verinnerlichen willst
  14. Du versuchst eine gute Führungskraft zu sein, weil du inspirieren möchtest
  15. Du kochst, weil du gerne neue Rezepte ausprobierst
  16. Du hilfst anderen Menschen ohne Gegenleistung, weil du dadurch dein Eigenes mehr zu schätzen lernst
  17. Du zeigst deinem(r) Partner(in) Liebe, weil du ihn oder sie gerne glücklich siehst
  18. Du führst Argumentationen, weil du sie intellektuell anregend findest
  19. Du liest ein Buch, weil du gerne neue Geschichten hörst
  20. Du putzt deine Wohnung, weil du dich dadurch ordentlicher fühlst
  21. Du schreibst Texte, weil du gerne neue Dinge kreierst
  22. Du machst die Wäsche, weil du es angenehmen findest, frisch gewaschenes zu tragen
  23. Du arbeitest auch für wenig Geld, weil du dadurch deiner Leidenschaft nachgehen kannst
  24. Du spielst Strategiespiele, weil du gerne nachdenkst
  25. Du übst Mindfulness, weil es dir hilft, bessere Entscheidungen zu treffen → hier geht’s zu unserem Mindfulness Newsletter

Was ist extrinsische Motivation?

Zwei Geschäftsleute reden ernst

Eine gängige Definition für extrinsische Motivation lautet:

“Extrinsische Motivation bezieht sich auf das Verhalten, aufgrund von externer Belohnungen oder Vermeidung von Strafen, Aufgaben umzusetzen und neue Fähigkeiten zu erlernen.”

Extrinsische Belohnungen fördern dein Interesse an einer Aufgabe, an der du zuvor keine Begeisterung hattest.

In der Realität ist es fast unmöglich, extrinsische Motivation zu vermeiden oder nicht von extrinsischen Anreizen motiviert zu werden. Du solltest jedoch versuchen, zumindest in annäherndem Maße intrinsisch motiviert zu sein.

Im Unterschied zur intrinsischen Motivation, sind externe Belohnungen gut, wenn du überhaupt kein Interesse an etwas hast, die Aufgabe jedoch erledigt werden muss, oder du eine neue Fähigkeit erlernen musst, jedoch an der Anfangsphase scheiterst.

Eine Gefahr, die extrinsische Belohnung birgt, nennt sich Korrumpierungseffekt. Hast du für eine Aufgabe bereits eine intrinsische Motivation und wirst außerdem durch externe Belohnungen motiviert, ist die Gefahr da, dass du die intrinsische Motivation an der Aufgabe verlierst.

Dazu gibt es eine Studie, in der eine Gruppe Kleinkinder während der Behandlungsphase eine materielle Belohnung bekamen, die andere Gruppe nicht. Die Gruppe, die eine materielle Belohnung erhielt, zeigte sich in einer späteren Testphase weniger hilfreich bei der Behandlung. Die Gruppe ohne materielle Belohnung, war später genauso hilfreich wie zuvor.

Extrinsische Belohnungen können deine innere Motivation negativ beeinflussen.

Das bedeutet nicht, dass beide Motivationsarten nicht parallel bestehen können.

Stell dir vor, du arbeitest an einem Umweltprojekt, weil dir die Umwelt und unser Planet am Herzen liegt (intrinsische Motivation). Wenn du das Projekt erfolgreich umsetzt, erhälst du und dein Team eine Belohnung vom Projektsponsor (extrinsische Motivation). In diesem Beispiel funktionieren beide Ansätze parallel. Der Korrumpierungseffekt würde bei diesem Beispiel zutreffen, wenn die Belohnung vom Sponsor so hoch ist, dass sie deine innere Motivation in den Schatten stellt.

Beispiele extrinsischer Motivation

  1. Du hilfst anderen, weil du auf das Lob von Freunden und Familie hoffst
  2. Du lernst für die Schule oder das Studium, weil du eine gute Note möchtest
  3. Du putzt deine Wohnung, weil du nicht willst, dass dein(e) Partner(in) auf dich wütend wird
  4. Du besuchst neue Orte, weil du die Bilder auf Instagram posten willst
  5. Du hast deinen Arbeitsplatz nur, weil du Geld verdienen musst
  6. Du zahlst Steuern, weil du eine Geldstrafe vermeiden möchtest
  7. Du studierst etwas, das dich nicht wirklich interessiert, weil du deine Eltern stolz machen willst
  8. Du kaufst ein neues Auto, weil es schöner aussieht als das Alte
  9. Du gehst bestimmter Arbeit nach, weil du Aufmerksamkeit willst
  10. Du bleibst zuhause, weil dir dein Arzt Ruhe zur Genesung verordnet
  11. Du nimmst an einem Wettbewerb teil, weil du ein Stipendium möchtest
  12. Du kaufst Markenkleidung, weil du mit deinen Freunden Schritt halten willst
  13. Du gehst ins Fitnessstudio, weil du abnehmen möchtest und weniger auffallen willst
  14. Du machst Freiwilligenarbeit, weil es gut im Lebenslauf aussieht
  15. Du lernst Klavier spielen, weil du mit deinen Fähigkeiten beeindrucken willst
  16. Du machst Dinge, weil du berühmt werden willst
  17. Du kaufst Sachen im Schlussverkauf, weil sie reduziert sind
  18. Du arbeitest extra hart, weil du Mitarbeiter des Monats werden willst
  19. Du postest auf Xing oder LinkedIn, weil du berufliche Anerkennung suchst
  20. Du liest ein Buch, weil du dich auf einen Test vorbereiten willst
  21. Du gehst mit deinem(r) Partner(in) zum Abendessen, weil er oder sie nicht zuhause bleiben möchte
  22. Du erledigst Aufgaben, weil du nicht verurteilt werden willst
  23. Du übst eine Sportart aus, weil du an Wettbewerben teilnehmen willst

4 Schritte für mehr intrinsische Motivation

Frau glücklich am Strand

Es gibt unterschiedliche Tipps und Wege, um deine intrinsische Motivation zu steigern. Wir möchten dir im Zuge dessen einen wissenschaftlich-basierten Prozess vorstellen: die Selbstbestimmungstheorie.

Die Selbstbestimmungstheorie ist eine Motivationstheorie, für intrinsische Motivation, die aus drei Teilen besteht:

  • Autonomie
  • Kompetenz
  • Soziale Eingebundenheit

Eine ähnliche Theorie ist in dem bekannten Buch “Drive: was Sie wirklich motiviert” zu finden. Wir von Mindmonia haben dieses Buch gelesen und wir können es nur weiterempfehlen, falls du tiefer in die Materie einsteigen willst. In seinem Buch nennt der Autor drei Kernpunkte:

  • Selbstbestimmung (gleichwertig wie Autonomie)
  • Perfektionierung (gleichwertig wie Kompetenz)
  • Sinnerfüllung

Werden diese beiden Motivationstheorien kombiniert, ergeben sich insgesamt vier Säulen zur Entwicklung intrinsischer Motivation:

  • Autonomie / Selbstbestimmung
  • Kompetenz / Perfektionierung
  • Soziale Eingebundenheit
  • Sinnerfüllung

Schritt 1: Autonomie / Selbstbestimmung

Autonomie oder auch Selbstbestimmung bedeutet, dass du (sämtliche) Entscheidungen triffst, ohne dass du dich von Anderen beeinflussen lässt. Suche dir den Job, die Aufgaben, die Reiseziele und den Partner aus, die dich begeistern.

Richte dein Leben nach deinen Wünschen aus.

Ein ziemlich wichtiger Schritt für mehr innere Motivation. Die Aussage aus Steve Job’s Video im Intro des Artikels ergänzt es ganz gut: “Sofern du nicht wirklich Spaß dabei hast…. wirst du aufgeben und das ist es, was mit den meisten Leuten passiert.”

Schritt 2: Kompetenz / Perfektionierung

Nachdem du weißt, was und wie du die Dinge angehen willst, folgt der Aufbau der Kompetenz bis hin zur Perfektionierung.

Das Gefühl sich zu verbessern ist in allen Lebensbereichen äußerst motivierend.

Sofern du für wenige Wochen im Fitnessstudio trainiert hast, weißt du, was gemeint ist. Gerade in der Anfangszeit schaffst du es jedes Mal mehr Gewichte zu stemmen und mehr Wiederholungen auszuführen. Schaffst du nur eine Wiederholung mehr und erkennst deinen eigentlichen Fortschritt, erhöht das bereits die Chance, dass du wieder trainieren gehst.

Selbst professionelle Bodybuilder werden von dem Gefühl nach Perfektionierung auch nach Jahrzehnten noch motiviert, weiterhin ins Fitnessstudio zu gehen.

Deshalb: messe deinen Fortschritt und mache dich deiner Erfolge bewusst, um langfristig motiviert zu bleiben.

Schritt 3: Soziale Eingebundenheit

Menschen sind soziale Wesen und verspüren den Drang nach Zugehörigkeit.

Eine gesunde Beziehung zur Familie, guten Freunde, netten Arbeitskollegen und im Idealfall eine funktionierende und liebevolle Partnerschaft, geben dir das Gefühl von Zugehörigkeit und Geborgenheit.

Hast du ein bestimmtes Ziel vor Augen, welches du mit keinem deiner direkten Bekannten teilen kannst, macht es Sinn, dich einer Online Community anzuschließen. Dort kannst du dich mit Gleichgesinnten gegenseitig motivieren, weiter an den Dingen zu arbeiten, die dir Spaß machen.

Suche dir also einen Weg nach sozialer Eingebundenheit.

Schritt 4: Sinnerfüllung

Der letzte Schritt ist die Sinnerfüllung. Hast du eine Vision oder dein Lebensziel vor Augen, werden die Aufgaben viel einfacher von der Hand gehen.

Versuche den Sinn in den Dingen zu sehen. Du wirst merken, dass die kleinen und unausweichlichen Aufgaben sofort ganz anders aussehen.

Nimm dir die vier Schritte – Autonomie / Selbstbestimmung, Kompetenz / Perfektionierung, soziale Eingebundenheit und Sinnerfüllung – zu Herzen und du wirst an dir selbst erleben, wie dieser Prozess einen nachhaltigen Einfluss auf deine Motivation haben wird.

Fazit

Motivation kann intrinsisch oder extrinsisch sein. Der Hauptunterschied der beiden Motivationsarten besteht darin, wieso du an der Aufgabenstellung interessiert bist.

  • Intrinsisch motiviert heißt, du machst Dinge von dir heraus und ohne externe Belohnung
  • Extrinsisch motiviert heißt, du machst Dinge, um dir eine Belohnung zu verdienen oder einem Schaden zu entgehen

Beide Motivationsarten können parallel bestehen.

In jeder Situation solltest du zuerst versuchen, dich intrinsisch zu motivieren. Auf extrinsische Motivation solltest du nur zugreifen, wenn du dich wirklich auf keine andere Art und Weise motivieren kannst.

Abschließend haben wir dir eine intrinsische Motivationstheorie vorgestellt, mit der du in vier Schritten einen dauerhaften Lebenswandel herbeiführen kannst: Autonomie / Selbstbestimmung, Kompetenz / Perfektionierung, soziale Eingebundenheit und Sinnerfüllung.

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