Glücklich werden mit diesen 7 banalen Schritten

Glücklich werden mit diesen 7 banalen Schritten

Glücklich werden mit diesen 7 banalen Schritten 1280 853 Mindmonia

Die Einstellung zum Glück ist oftmals die Folgende: Ich muss zuerst mein Ziel erreichen, damit ich glücklich werden kann. Ist das Ziel erreicht, dauert es nicht lange, bevor du dir wieder die Fragst stellst: Wie werde ich glücklich?

In folgenden Beispielen findest du dich vielleicht selbst wieder:

  • Du schließt dein Studium ab, damit du anschließend einen gut bezahlten Job bekommst und glücklich wirst.
  • Du arbeitest für deine Beförderung, damit du anschließend mehr Einfluss hast und glücklich wirst.
  • Du machst Sport, damit du abnimmst und glücklich wirst.

Allgemein gesagt, ist die Reihenfolge zu der du neigst:

Arbeite hart → erreiche deine Ziele → sei glücklich

Jedoch ist das unbefriedigend und funktioniert nicht. Was passiert, sobald du den gut bezahlten Job hast, zur Manager(in) aufgestiegen bist und deine Fitness-Ziele erreicht hast? Du bist für eine kurze Zeit glücklich und zufrieden, wirst jedoch schnell nach neuen, höheren Zielen Ausschau halten. 

Das ist damit nicht die Reihenfolge, mit der du langfristig glücklich wirst.

Die Reihenfolge zum glücklich werden sollte daher so aussehen:

Sei glücklich → arbeite hart → erreiche deine Ziele

Dein Fokus sollte nicht das glücklich werden sein, irgendwann in der Zukunft, sondern glücklich sein, jetzt, bevor du all deine Ziele erreicht hast. Denn durch das Erreichen eines Ziels springt dein Glücklichkeitslevel zwar kurz nach oben, fällt anschließend aber wieder.

Diese Einstellung ist nicht nur eine hervorragende Möglichkeit zum dauerhaft glücklich sein, sie wird dir ebenfalls dabei helfen, Stress zu vermeiden

Dieser Umbruch in deinen Gedankengängen, kann heute noch stattfinden. Schau dir dafür unsere einfache Anleitung zum glücklich sein an,um deine Glücksgefühle zu maximieren.

Hier ist ein klickbares Inhaltsverzeichnis, um durch diesen Artikel zu navigieren:

H = S + C + V: Glücklich werden per Formel

Glücklicher Mann im Auto

Die Glücksforschung definiert folgende Formel für Glück: 

H = S + C + V

Happiness Level (Glückslevel) = Set Range (Genetik) + Circumstances (Lebensumstände) + Voluntary Control (Bewusste Handlungen)

Die Genetik ist in dir vorgegebenen und nicht veränderbar. Du kannst genetisch dazu veranlagt sein, die meiste Zeit sehr glücklich oder traurig zu sein. Oder du bist irgendwo dazwischen. Dies ist jedoch nur ein Teil der Formel.

Lebensumstände sind veränderbar, jedoch nur mit einem gewissen Aufwand und langfristig. Beispiele für Lebensumstände können der Job sein, den du hast, die Wohnung in der du wohnst oder ob du verheiratet bist.

Unter bewussten Handlungen sind die Handlungen gemeint, die du, wie der Name bereits vermuten lässt, bewusst angehst. Darunter fallen nicht nur konkrete Handlungen, sondern auch deine Gedanken und deine mentale Einstellung, sprich, die Art und Weise wie du auf Geschehnisse in deinem Leben reagierst, die sich zum Beispiel in der Politik, bei der Arbeit oder in deiner Ehe abspielen. 

Du beeinflusst diesen Punkt positiv, mit positiven Handlungen und positiven Gedanken und Einstellung. Zum Beispiel anderen etwas Gutes tun, Optimismus und Gelassenheit.

Ob du positive oder negative Gedanken hast, wird oft ganz unbewusst beeinflusst und getriggert. Deshalb hat das Unterbewusstsein einen relevanten Einfluss wie glücklich du bist. 

Das Glücksgefühl setzt sich somit aus drei Bestandteilen zusammen, wobei die drei Bestandteile unterschiedlich starken Einfluss auf das Glückslevel (H) haben:

  1. Deine Genetik bestimmt 50%
  2. Deine Lebensumstände bestimmt 10%
  3. Deine bewussten Handlungen bestimmt 40%

Entsprechend dieser Formel, bestimmst du 50% (Lebensumstände + bewusste Handlungen) deines Glücksgefühls selbst.

Diese Zahlen veranschaulichen, weshalb Geld und Erfolg nicht automatisch glücklich machen. 

Robin Williams, einer der bestverdienenden und erfolgreichsten Schauspieler, Gewinner etlicher Schauspielpreise, wie dem Oscar und den Grammy Awards, ist Beispiel für erfolgreiche Persönlichkeiten, die sich auf tragischerweise das Leben nahmen. Auf der anderen Seite, gibt es verarmte Menschen, die keine Absicherungen haben, keinen Erfolg und kein Geld, jedoch dauerhaft sehr glücklich sind. 

All das sind nämlich Lebensumstände, die gerade einmal 10% des Glücklichkeitslevels ausmachen.

Deine Genetik kannst du nicht und deine Lebensumstände nur unter größeren Anstrengungen beeinflussen. Deine eigene Handlungen jedoch, machen 40% deines Glücksgefühls aus und diese kannst du noch heute zu deinem Vorteil auslegen. Rufe dir das deutlich ins Bewusstsein.

Die Anleitung zum glücklich sein

Zeit am Strand genießen

Die Anleitung zum Glücklichsein, die wir dir jetzt vorstellen, kommt von Neil Pasricha. Er ist ein bekannter und sympathischer Unternehmer, Speaker und Autor im Bereich Positivität und Personalführung. 

Einer seiner internationalen Bestseller ist das Buch “The Happiness Equation: Want Nothing + Do Anything”. In diesem beschreibt er sieben Schritte und belegt diese mit Studien um die Effekte wissenschaftlich zu bestätigen.

Dabei sagt Neil:

10% of our happiness is what happens to us. So 90% of our happiness isn’t based on what’s happening in the world! It’s based on how we see the world.(deutsch: “10% unseres Glücks ist das, was uns passiert. 90% unseres Glücks basieren also nicht auf dem, was in der Welt passiert! Es basiert darauf, wie wir die Welt sehen.”)

Hier die sieben Gewohnheiten zum glücklich werden im Überblick:

  1. Notiere dir jede woche fünf Dinge, für die du dankbar bist
  2. Meditiere fünf Minuten täglich
  3. Schreibe jeden Abend für 20 Minuten über deine positiven Erfahrungen
  4. Sei täglich in deinem Flow
  5. Gehe dreimal die Woche für 20 Minuten spazieren
  6. Begehe fünf gute Taten pro Woche
  7. Nimm dir täglich eine Auszeit von allem

1. Sei dankbar

Notiere fünf Dinge, für die du dankbar bist, die in der letzten Woche passiert sind

Häufigkeit: 1x pro Woche

Zeitinvest: 20 Minuten

Eines der sieben Dinge, die glücklich machen und auf das wir bei Mindmonia schon oft eingegangen sind und Studien verlinkt haben, ist Dankbarkeit.

Neil Pasricha schlägt dir vor, einmal pro Woche fünf Dinge schriftlich zu notieren, die innerhalb der letzten Woche passiert sind (für die du dankbar bist). Das hilft immens dabei glücklich zu werden.

Deine Notizen kannst dur klassisch per Stift und Papier notieren oder auf Apps und co. zurückgreifen. Wir können dir entweder die Standard Notes App auf dem Smartphone empfehlen oder eine Journal App wie “Day One(verfügbar für iOS und Android). Eine Journal App hat den Vorteil, dass du sie ebenfalls für den dritten Schritt nutzen kannst: “Schreibe ein Journal”.

2. Meditiere

Meditiere 5 Minuten täglich

Häufigkeit: 7x pro Woche

Zeitinvest: jeweils 5 Minuten 

Laut den Studien, die Neil angibt, hilft Meditation dem Gehirn, das Glücksempfinden zu steigern, da es die allgemeine Aufmerksamkeit gegenüber den Gedanken und Gefühlen erhöht.

Dafür reichen bereits fünf Minuten Meditation am Tag. Sofern du Gefallen an der Meditation findest, kannst du auch länger als fünf Minuten meditieren, wie zum Beispiel zweimal 20 Minuten täglich.

Abgesehen von den Auswirkungen auf das glücklich sein, bringt die regelmäßige Meditation noch weitere Vorteile mit sich, wie zum Beispiel: 

  • Reduziert Stress
  • Schärft den Fokus
  • Hilft bei Depression
  • Reduziert Schmerzen
  • Verbessert das Gedächtnis
  • Erhöht die Selbstkontrolle

Das sind bei weitem nicht alle Vorteile. Mehr dazu findest du in unseren Guide zu “Meditation für Anfänger”.

3. Schreibe ein Journal

Schreibe abends 20 Minuten täglich über positive Erfahrungen

Häufigkeit: 7x pro Woche

Zeitinvest: jeweils 20 Minuten

Der dritte Schritt ist: schreibe ein Journal. Neil empfiehlt, täglich für 20 Minuten (idealerweise am Abend) deine Erfahrungen in ein Tagebuch zu schreiben. Dabei sollst du dich vor allem auf die positiven Erfahrungen, die du im Laufe des Tages gemacht hast, konzentrieren. Das kann zum Beispiel eine Vertragsverhandlung sein, die zu deinem Gunsten ausgefallen ist, oder ein gutes Mittagessen.

Durch das Journaling erlebst du beim Schreiben die positiven Gefühle erneut. Es hilft, dich an Dinge zu erinnern, die du an Menschen und Erfahrungen magst und bei der Frage nach “Was bedeutet Glück?”

4. Sei in deinem Flow

Mache täglich etwas in deinem Flow

Häufigkeit: 7x pro Woche

Zeitinvest: Beliebig

Im Flow sein bedeutet, dass du, in dem was du tust, total vertieft bist. Dabei fühlst du dich herausgefordert und zur selben Zeit setzt du deine Fähigkeiten bis zum Maximum ein. Das sind die Momente, in denen die Zeit verfliegt und du völlig in deiner Tätigkeit aufgehst. Das kann zum Beispiel ein Hobby sein, bestimmte Tätigkeiten bei deiner Arbeit oder einfach nur ein anspruchsvolles Gespräch.

Versetze dich täglich in deinen Flow-Zustand, für so oft und so lange wie möglich.

5. Gehe spazieren

Gehe 20 Minuten spazieren, dreimal pro Woche

Häufigkeit: 3x pro Woche

Zeitinvest: jeweils 20 Minuten

Spazieren gehen bedeutet aktiv sein. Das bedeutet, dass du nicht unbedingt spazieren gehen musst, sondern genauso gut Joggen oder allgemein Sport treiben kannst. Wichtig ist nur, dass du mindestens dreimal pro Woche für jeweils 20 Minuten in Bewegung kommst.

Du kannst hierfür wieder eine App nutzen, sofern du diesen Punkt analytisch angehen möchtest. Die Apps “Running Walking Tracker Goals” für iOS und “Runkeeper” für Android, zeigen dir die Strecke und die Zeit an, die du zurückgelegt hast. 

Ansonsten gilt: Körperliche Aktivitäten bringen weitere Vorteile für Körper und Geist mit sich, die in unzähligen Studien der letzten Jahrzehnte bewiesen wurden.

6. Begehe gute Taten

Begehe fünf wahllose gute Taten pro Woche

Häufigkeit: 5x pro Woche

Zeitinvest: Jeweils für 1 Minute

Dieser Tipp macht nicht nur dich glücklich, sondern auch deine Mitmenschen. Begehe fünf gute Taten pro Woche, wie zum Beispiel einer anderen Person die Türe aufzuhalten oder einem Kollegen einen Kaffee mitzubringen. Den Zeitaufwand bestimmst du. Eine gute Tat kann weniger als eine Minute dauern oder viele Stunden.

Gute Taten sind außerdem Teil der 12 Gesetze des Karmas.

Neil gibt in seinem Buch an, dass gute Taten den größten (positiven) Einfluss auf das eigene Wohlbefinden haben, weil du dich gut dabei fühlst und andere dich wertschätzen.

Apropos: Gute Taten sind positive Ereignisse, die du in dein Journal schreiben kannst.

7. Nimm dir eine Auszeit

Erlaube dir täglich eine Auszeit von allem (besonders von Elektrogeräten)

Häufigkeit: 7x pro Woche

Zeitinvest: Beliebig

In unserem modernen Lifestyle, stehen wir ständig unter Strom, sollen immer erreichbar sein und werden mit Informationen nahezu überflutet. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du dir eine Auszeit nimmst, um deine Energiereserven aufzutanken.

Nimm dir täglich eine Auszeit von allem. Zum Beispiel in dem du dein Smartphone zwei Stunden vor dem Einschlafen nicht mehr nutzt oder konsequent deinem Hobby nachgehst und dich dabei von der Außenwelt abschottest.

Diesen Punkt kannst du sehr gut mit Meditation kombinieren.

Apps zum glücklich werden

Da wir dir nun eine einfache Anleitung zum glücklich sein bereitgestellt haben, möchten wir dir an der Stelle noch ein paar Tipps und Tools mitgeben, mit denen du die Anleitung von oben einfacher umsetzen kannst.

Hier die Apps, die du nutzen kannst, um eine Routine zum glücklich sein zu entwickeln (wir bei Mindmonia haben diese Tools / Apps selbst so genutzt):

  • Oura für Meditation
  • Day One für das Journal um Dankbarkeit zu üben, deine gute Taten festzuhalten und um dein Tagebuch für positive Ereignisse zu schreiben.
  • Running Walking Tracker Goals (Goals-Fitness) um die Strecke und Zeit, die du spazieren oder joggen warst, zu erfassen.
  • Reminders oder Google Keep Notes um Erinnerungen zu setzen, damit eine gewisse Regelmäßigkeit und Routine in die sieben obigen Tipps einkehren kann.
Screenshot verschiedener Glücklichkeits Apps

Fazit

Die sieben Schritte der Glücklichkeitsroutine aus diesem Artikel basieren auf wissenschaftlichen Studien und einem internationalem Bestseller. Damit stellen wir sicher, dass unser Fokus, wie immer, auf der praktischen Umsetzung und Alltagstauglichkeit liegt.

Hier nochmals die sieben Tipps in der Übersicht:

  1. Sei dankbar
  2. Meditiere
  3. Schreibe ein Journal
  4. Sei in deinem Flow
  5. Gehe spazieren
  6. Begehe gute Taten
  7. Nimm dir eine Auszeit

Diese sieben Schritte ermöglichen es dir, den beeinflussbaren Teil deiner Glücksgefühle (40%) zu deinem Vorteil zu nutzen.

Denn wie oben bereits angesprochen, sind 40% deiner Glücksgefühle durch bewusste Handlungen von dir beeinflussbar. Die anderen beiden Bestandteile sind die unbeeinflussbare Genetik mit 50% und deine Lebensumstände mit 10%.

Jedoch müssen wir eine Sache klarstellen, dass die Glücksforschung viel mehr beinhaltet als das Buch von Neil Pasricha und seinem Konzept. Glücklich werden und die Antwort auf die Frage “Was macht glücklich?” lässt sich nicht mit einer einzigen Anleitung beantworten.

Es gibt zum Beispiel die berühmte Harvard Studie, die seit 1938 durchgeführt wird und aussagt, dass ein glückliches Leben maßgeblich von den Beziehungen zu anderen Menschen abhängt. Dann gibt es wiederum eine andere Studie, die das Glücklichsein von der Menge Wasser, die du täglich trinkst, abhängig macht.

Nutze Mindfulness an dieser Stelle, um dir darüber im Klaren zu werden, dass es unterschiedliche Ansätze gibt und dass, vor allem auf Grund von Genetik, nicht jeder gleich glücklich werden kann beziehungsweise “glücklich sein” für sich selbst definieren muss.

Denke daran: Genauso wie das Kochen, Autofahren oder Lesen, kannst du lernen, glücklicher zu sein.


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